News : AMDs Server-Roadmap für 2007

, 16 Kommentare

Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass AMD im Laufe des kommenden Jahres die „alte“ Architektur aus den K8-Prozessoren auf das Abstellgleis buchsieren wird, und diese durch die neue K8L-Technologie ersetzen wird. Dass einer der ersten Vertreter der neuen Generation der „Barcelona“ sein wird, ist dabei ebenfalls bekannt.

Bei diesem Prozessor wird es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen Vertreter der Opteron-Familie handeln. Den Kollegen von DailyTech liegen nun allerdings noch weitere Details zu den Plänen, die AMD für das kommende Jahr für Server-Systeme vorgesehen hat, vor. So wird es sich beim Barcelona – wie bereits mehrfach berichtet – um einen Opteron der 2000er- und 8000er-Serie handeln. Das bedeutet, dass sich diese CPUs für den Einsatz in Systemen mit zwei oder mehr Sockeln eignen.

Für die 1000er-Serie des Opterons hat AMD den „Budapest“-Kern eingeplant. Dieser wird sich nur in der fehlenden Multi-CPU-Tauglichkeit von seinem Bruder unterscheiden und gehört demnach auch zur Server-Prozessorfamilie, die allesamt nach Städten benannt wurden. Zum Vergleich: Die neuen Desktop-Prozessoren, die auf dem K8L-Design basieren, werden alle nach Sternen benannt werden.

AMD Server-Roadmap mit Quad-Core Barcelona und Shanghai
AMD Server-Roadmap mit Quad-Core Barcelona und Shanghai

Zumindest der Barcelona wird schon Anfang 2008 wahrscheinlich abgelöst oder erweitert werden. Denn zu diesem Zeitpunkt möchte AMD mit dem „Shanghai“-Core einen „verbesserten“ Prozessor auf den Markt bringen. Worum es sich bei diesen vermeintlichen Verbesserungen handeln könnte, ist derzeit leider noch nicht endgültig geklärt. Insgeheim geht man aber landläufig davon aus, dass die Ankündigung von AMDs Vizepräsident Phil Hester, man plane Cache-Erweiterungen für seine CPUs, in die Realität umgesetzt werden könnte und der Shanghai letztendlich dem Barcelona mit mehr Level-3-Cache entsprechen wird. Der in die Shanghai-CPU integrierte Speichercontroller wird dabei aller Wahrscheinlichkeit nach immer noch mit DDR2-Speicher versorgt werden müssen.

Für den Budapest-Prozessor plant man offenbar kein solches Upgrade – zumindest existiert bislang kein entsprechender Codename. Für die „Opteron 1000“-Familie hält man eine Vergrößerung des Level-3-Caches offenbar nicht für notwendig, da ein System mit nur einem Prozessor von einer solchen Verbesserung anscheinend nicht profitieren kann.