News : Nintendo: Absatzzahlen sorgen für Euphorie

, 68 Kommentare

Bei Nintendo ist man ob des soliden Starts der Next-Generation-Hoffnung „Wii“ zuversichtlich – und das so sehr, dass man nun die Zahlen für das Geschäftsjahr 2006 nach oben korrigiert hat. Offenbar ist gar mit einem historischen Rekord beim Finanzergebnis zu rechnen.

Allein in Deutschland erzielte Nintendo 2006 nach eigenen Angaben ein Plus im Stückzahl-Absatz von 55 Prozent und baute damit seine Marktposition gegenüber 2005 um fünf Prozent aus. Hierzulande stammt, ebenfalls laut Unternehmensangaben, jedes zweite der 30 meistverkauften Videospiele über alle Plattformen hinweg von Nintendo. Global rechnet man sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn mit einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zu den Anfang Oktober veröffentlichten Zahlen. Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem der überraschend großen Nachfrage nach dem tragbaren Nintendo DS und dem erfolgreichen Start der TV-gebundenen Konsole Wii zu verdanken.

Außerdem rechnet Nintendo auch nach Stückzahlen mit einem deutlich höheren Absatz. Mit 23 Millionen statt der erwarteten 20 Millionen DS-Konsolen sowie mit 100 Millionen statt mit 82 Millionen DS-Spielen konnte das Unternehmen gerade im DS-Bereich deutlich zulegen. Und auch an der Next-Generation-Front läuft es rund: Anstelle der erwarteten 17 Millionen Wii-Spiele geht man nun von 21 Millionen aus. An dem Ziel, bis Ende März weltweit 6 Millionen Wii-Konsolen zu verkaufen, hält das Unternehmen weiter fest.

Nach den eher verhaltenen Zahlen vom Oktober präsentierte Nintendo damit kurz vor Abschluss des Geschäftsjahres 2006 dank eines überraschenden Sprunges in den DS- und Wii-Absatzzahlen eine grundsolide Prognose. Damit dürften die in den letzten Jahren geführten Diskussionen um die Zukunft des ehemaligen Konsolen-Primus vorerst vom Tisch sein. Fragt sich nur noch, ob die Asiaten es schaffen, den derzeitigen König, Microsoft, vom Next-Gen-Thron zu stoßen. Sony zumindest musste schon daran glauben und steht zum ersten Mal nach langer Zeit im Hinblick auf die Verkaufszahlen wieder hinter Nintendo.