2/5 Creative Zen X-Fi im Test : Media-Player mit X-Fi-Sound im Scheckkartenformat

, 63 Kommentare

Ausstattung und Äußerlichkeiten

Der Zen X-Fi lehnt sich optisch stark an den Standard-Zen an. Er benötigt ebenfalls die Grundfläche einer Kreditkarte und ist einen guten Zentimeter dick. Die silber Gehäusewanne aus Kunststoff macht einen wertigen und stabilen Eindruck.

An der Oberseite finden sich der Einschub für SD-Karten und das Mikrophon, an der rechten Seite sind Kopfhörer- und USB-Buchse sowie Statusleuchte und Resetschalter verbaut. Weitere Schnittstellen gibt es leider nicht. An der Rückseite ist ein etwas fummeliger Kombinationsschalter zum Ein- und Ausschalten des Zen X-Fi sowie für die Tastensperre eingelassen. Der Lautsprecher tönt durch eine Öffnung an der Unterseite des Players.

Zen linke Seite
Zen linke Seite
Zen rechte Seite
Zen rechte Seite
Zen Rückseite
Zen Rückseite

Die schwarze, chromgefasste Front glänzt edel, lädt aber zur Fingerabdrucksammlung ein. Das leuchtstarke 2,5-Zoll-Farbdisplay hat eine Auflösung von 320 zu 240 Pixel zu bieten, rechts daneben findet sich das unbeleuchtete Bedienfeld. Wo der einfache Zen eine Tastenwippe hat, findet man beim Zen X-Fi ein Quadrat aus neun kleinen Knöpfen ohne weitere Beschriftung. Zudem liegen ober- und unterhalb dieses Feldes jeweils zwei mit Symbolen versehene Tasten.

Zen frontal
Zen frontal

Der mitgelieferte In-Ear-Kopfhörer „EP-830“ gehört zu den gehobeneren Modellen im Creative-Programm. Die Chromapplikationen an den Ohrsteckern passen optisch gut zum Zen-X-Fi-Gehäuse.

Kopfhörer
Kopfhörer

Das USB-Kabel ist auffällig kurz, so dass man für die meisten Einsatzszenarien eine Verlängerung einrechnen muss, will man den Player nicht vor oder hinter dem Rechner in der Luft baumeln lassen. Das Kabel dient nicht nur zur Datenübertragung sondern auch als Ladekabel. Ein Netzgerät ist nicht vorhanden, kann aber separat erworben werden.

Einrichtung und Software

Schließt man den Zen X-Fi unter Windows XP an, wird er ohne Softwareinstallation als tragbares Medienwiedergabegerät (Media Transfer Protocol) erkannt und kann über den Explorer befüttert und verwaltet werden. Im Unterschied zu einem Wechseldatenträger kann man die auf dem Player befindlichen Dateien aber nicht direkt öffnen, sondern muss sie zuvor auf den Rechner kopieren.

Die Ordnerstruktur des Zen X-Fi im Windows Explorer
Die Ordnerstruktur des Zen X-Fi im Windows Explorer

Creative sieht für die Verwaltung von Musik, Bildern und Videos auf dem Zen X-Fi und auf dem PC entweder den Windows Media Player oder vorzugsweise die „Creative Centrale“ vor, welche von der beigelegten Mini-CD installiert oder vom Creative-Downloadportal geladen werde kann.

Creative Centrale - Übersicht
Creative Centrale - Übersicht
Creative Centrale - Alle Titel
Creative Centrale - Alle Titel

Nach der Installation scannt die Creative Centrale den Rechner nach Mediendateien und fügt diese – nach Medienart sortiert – der Bibliothek hinzu. Die Sortierungsmöglichkeiten entsprechend denen des Zen X-Fi, die Daten können also beispielsweise nach Interpret, Genre oder Bewertung geordnet angezeigt werden. Es können aber auch eigene Playlisten erstellt und verwaltet werden.

Der Zen X-Fi wird von der Software problemlos erkannt und eingebunden, die Oberfläche und der Aufbau der Software sind übersichtlich und die wenigen Einstellungsoptionen nahezu selbsterklärend. So muss man lediglich die zu überwachenden Ordner kontrollieren und gegebenenfalls ergänzen sowie für das Streaming per WLAN den Media Server aktivieren.

Creative Centrale - Menü
Creative Centrale - Menü
Creative Centrale - Media Server Einstellungen
Creative Centrale - Media Server Einstellungen

Leider ist die Creative Centrale kein Vorbild an Geschwindigkeit und Stabilität. So mag man es sich noch gefallen lassen, dass das einfache Durchsortieren von ca. 8000 Musikdateien auf einem halbwegs aktuellen Core-2-Duo-System gute 15 Sekunden dauert. Lästig ist aber, dass die Software in der Grundeinstellung die Medienordner des PCs ständig auf Aktualisierungen prüft, was reproduzierbar zu einer vollständigen Systemauslastung führt, den Testrechner mehrfach lahm legte und die Software zum Einfrieren brachte. Schaltet man allerdings in den Einstellungen der Software unter dem Punkt Überwachungsordner diese Hintergrundüberwachung ab, tritt das Problem nicht mehr auf.

Creative Centrale - Einstellungen
Creative Centrale - Einstellungen

Musik in den unterstützen Formaten wird direkt an den Zen X-Fi durchgereicht, Videos dagegen werden zwangskonvertiert, was einige Zeit in Anspruch nimmt. So dauerte die Umwandlung einer 452 MB großen DivX-Datei (Spielzeit: 1:09 h; Bildformat: 512x384 Pixel) gut 50 Minuten. Dabei wurde die Bildgröße auf 320x240 reduziert und der Dateityp auf WMV geändert, die resultierende Dateigröße lag bei 395 MB. Über den Windows Explorer können Videos zwar unkonvertiert übertragen, aber nicht abgespielt werden. Mediendateien können von Zen X-Fi auch wieder auf den PC kopiert werden, ein direktes Abspielen vom Player herunter ist aber nicht möglich.

Das Handbuch für den X-Fi und die Programmhilfe für die Creative Centrale werden als Hilfedateien aufgespielt und erfüllen beide ihren Zweck, sie sind klar strukturiert und umfassend.

Benutzerhandbuch
Benutzerhandbuch

Auf der nächsten Seite: Bedienung und Klang