News : Catalyst 9.3 hat Powerplay-Bug bei Multi-GPU

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Erst vor einigen Tagen hat ATi den Catalyst 9.3 zum Download bereit gestellt, der durchaus aufgrund einiger Performanceverbesserungen und einer guten Stabilität zu gefallen weiß. Einen ärgerlichen Fehler hat man aber übersehen, wobei dieser nur in speziellen Konfigurationen auftritt.

Für den Fehler ist es notwendig, mindestens zwei GPUs einzusetzen, wobei es gleichgültig ist, ob man nun zwei einzelne Grafikkarten oder eine Dual-GPU-Karte wie die Radeon HD 4870 X2 einsetzt. Darüber hinaus ist der Bug nicht nur im Catalyst 9.3 vorzufinden, sondern ebenfalls im Catalyst 9.2, wie sich durch einige Beiträge im Forum-Thread zu dem Treibertest herausgestellt hat. Doch wie äußert sich nun dieser Bug?

Mit dem Catalyst 9.2 sowie dem Catalyst 9.3 funktioniert der PowerPlay-Mechanismus nicht mehr korrekt, wenn man mehr als eine GPU verwendet. Durch PowerPlay wird der Rechenkern nicht nur herunter getaktet, sondern es verringert sich auch die Spannung. Einige Chipteile werden zusätzlich abgeschaltet. Mit dem Catalyst 9.3 geschieht dies nun aber immer nur bei der ersten GPU, während die zweite GPU munter im 3D-Modus weiter werkelt.

Radeon HD 4870 X2 auf dem Catalyst 9.3
Radeon HD 4870 X2 auf dem Catalyst 9.3

Auf einer Radeon HD 4870 X2 taktet die erste GPU sich also wie gewünscht auf 507 MHz (GPU) beziehungsweise 500 MHz (Speicher) herunter, während die zweite GPU bei den vollen 750/900 MHz verbleibt. Mit dem Tool RivaTuner kann man das Phänomen schnell und einfach beobachten. Somit steigt die Temperatur des Rechenkerns an, der Lüfter dreht eventuell schneller (das konnten wir aber nicht beobachten) und die Leistungsaufnahme ist auf jeden Fall ein gutes Stück höher.

Wechselt man nun aber in den 3D-Modus zum Beispiel durch ein Spiel und schließt anschließend die Applikation wieder, taktet sich nun plötzlich auch der zweite Rechenkern herunter. So kann man zumindest den Bug bis zur Behebung umgehen. Ironischerweise ist der Bug überhaupt kein Unbekannter für ATi, da es diesen in genau derselben Form erst vor Kurzem schon einmal gegeben hat. Wir haben uns mittlerweile mit ATi in Verbindung gesetzt, bis jetzt aber noch keine Antwort erhalten. Zumindest ATi Deutschland war das Problem bis jetzt noch nicht bekannt. Wir bleiben bei der Geschichte aber am Ball.