News : Hälfte des mobilen Traffics durch iPhone

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In seinem monatlichen Report namens „Mobile Metrics“ wertet das jüngst von Google erworbene Unternehmen AdMob die durch Werbeanzeigen in Smartphone-Applikationen und -Websites erhobenen Informationen aus. Im vergangenen Monat behielten die iPhone-User bei der Internetnutzung die Nase vorn: Sie verursachen 50 Prozent des mobilen Datenaufkommens weltweit.

Im Vergleich zum Oktober legte der iPhone-OS-Anteil um sieben Prozentpunkte zu. An zweiter Stelle befindet sich Symbian OS mit 25 Prozent (-4) – fast ausschließlich durch den Einsatz in Geräten vom Hersteller Nokia. Auf den weiteren Plätzen folgen Android mit 11 Prozent (+1), das BlackBerry-Betriebssystem RIM OS mit sieben Prozent (-1), auf Windows Mobile entfielen weiterhin drei Prozent des Traffics. Das webOS von Palm stürzt von fünf auf zwei Prozent ab.

Mobiles Datenaufkommen weltweit
Betriebssystem 10/2009 09/2009 Veränderung
iPhone OS 50 % 43 % +7
Symbian OS 25 % 29 % -4
Android 11 % 10 % +1
RIM OS 7 % 8 % -1
Windows Mobile 3 % 3 % ±0
webOS 2 % 5 % -3

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Apple den Marktanteil des iPhone den Marktforscher von Gartner zufolge zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozentpunkte steigern konnte, mit 17,1 Prozent allerdings nur an dritter Stelle hinter Nokia (39,1 Prozent / -3) und RIM (20,8 Prozent / +4,9) rangiert. Daraus lässt sich ableiten, dass iPhone-Nutzer wesentlich intensiver surfen und herunterladen, während vor allem BlackBerry-Besitzer sparsamer mit ihren Datenpaketen umgehen. Dieser Umstand ist wohl zum einen den unterschiedlichen Zielgruppen geschuldet – Apple setzt auf Unterhaltung, während RIM mit dem BlackBerry eher Geschäftsleute anspricht und Nokia Kompromisse finden will. Zum anderen beinhalten die meisten iPhone-Tarife großzügige Freikontingente oder gar Flatrates – wenn auch zu einem stolzen Preis.

Schlussendlich kann man sich bei Google über die eigene Statistik freuen: Das Tochterunternehmen AdMob gehört bei der Werbung in iPhone-Apps zu den Marktführern.