16. Greenpeace-Studie zur „Grünen Elektronik“ veröffentlicht

Jan-Frederik Timm 26 Kommentare

Greenpeace hat die 16. Auflage des „Guide to Greener Electronics“ veröffentlicht, der namhafte Schwergewichte der IT-Industrie nach der Umweltverträglichkeit ihrer Produkte in Bezug auf den Einsatz von Giftstoffen, die Rücknahme und Wieder- bzw. Weiterverwertung sowie die Klimaverträglichkeit der Geschäftsprozesse bewertet.

Gegenüber der 15. Studie, die im Mai 2010 veröffentlicht worden war, hat es an der Spitze keine Bewegung gegeben. Die Top3 werden weiterhin von Nokia, Sony Ericsson und Philips gebildet, wobei Philips gegenüber der letzten Auflage leicht an Punkten zulegen konnte. Hinter dem Spitzentrio konnten HP und Samsung aufgrund deutlicher Fortschritte bei der Veröffentlichung BFR- und PVC-freier Produkte (beide) und der Unterstützung der EU-Initiative zur Neuauflage der RoHS-Richtlinie (HP) an Boden gut machen. Als Resultat verloren Motorola, Panasonic und Sony trotz unverändertem Punktestand zwei Plätze und liegen nun gemeinsam auf Platz 6.

Ebenfalls unverändert in der Bewertung gegenüber der 15. Studie blieben Apple, Acer und Nintendo, zulegen konnten hingegen Lenovo, Fujitsu, Sharp und Dell. Eine schlechtere Bewertung erfuhren Microsoft, Toshiba und LG Electronics. Die aus Sicht von Greenpeace umweltschädlichsten IT-Unternehmen sind damit aktuell Nintendo, Microsoft und Toshiba, nur unwesentlich besser schneiden Lenovo und LG Electronics ab. Laut Greenpeace unterstreicht die neueste Auflage die schon länger zu beobachtende Entwicklung, wonach die Schere zwischen verantwortlich mit der Umwelt umgehenden Unternehmen und den größten Verschmutzern immer breiter wird.

Die gesamte Studie steht bei Greenpeace in englischer Sprache als PDF-Dokument zum Download bereit. Darüber hinaus bietet die Umweltschutzorganisation eine getrennte Übersicht über den Status bei der Verbannung von BFR und PVC mit Stand Oktober 2010 an.

„Guide to Greener Electronics“ – Oktober 2010
„Guide to Greener Electronics“ – Oktober 2010

Parallel zur drei Mal im Jahr veröffentlichten Greener-Electronics-Studie hatte Greenpeace IT-Unternehmen im Juli dieses Jahres dazu aufgerufen, jeweils bis zu drei aktuelle Produkte aus den Kategorien Netbooks, PCs, TVs, Bildschirme und/oder Mobiltelefone für die Teilnahme an einem Wettstreit um das grünste Produkt einzusenden. Einsendeschluss war der 20. August 2010, die Ergebnisse stehen bisher noch aus.

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    … ist Diplom-Ingenieur und schreibt auf ComputerBase seit dem Jahr 2001 über die neueste Hardware, macOS und Windows.
Quelle: Greenpeace

Ergänzungen aus der Community

  • Anonymous 02.11.2010 17:29
    Also ich hab mir gerade mal die Ergebnisse in der PDF-Datei angesehen. Das was im Text steht über die Verbesserung mancher Firmen stimmt schon. Nur die Grafik zeigt etwas völlig anderes, was man ohne Erklärung überhaupt nicht versteht.

    Die Pfeile nach Links, sind sogenannte "Penalty Points" die die Unternehmen für nicht eingehaltene Versprechen abgezogen bekommen . (z.B. die Verbannung von PVC aus allen Produkten).
    Sie haben also nichts mit den Punkten aus dem Vorherigen Jahr zu tun.