IDF 2012

Intel über Ultrabooks: „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt"

Patrick Bellmer
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Etwa 15 Monate ist es nun her, dass Intel der Öffentlichkeit erstmals den Begriff Ultrabook präsentierte. Zwischenzeitlich ist mittlerweile die zweite Generation der kompakten Notebooks verfügbar, bis zum Jahresende sollen es sogar schon über 140 verschiedene Modelle sein.

Auf dem Intel Developer Forum hatten wir nun die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Karen Regis, ihres Zeichens Director Ultrabook Marketing beim US-amerikanischen Halbleiterhersteller. Im Mittelpunkt standen dabei zwei Fragen: Ist Intel mit dem bisherigen Erfolg zufrieden – vor allem angesichts des angestrebten Marktanteils von 40 Prozent? Und wie sehen die Reaktionen der Kunden aus?

Karen Regis, Director Ultrabook Marketing
Karen Regis, Director Ultrabook Marketing

Überraschend offen fiel die Beantwortung ersterer aus. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt.“, so Regis. Man werde die ursprünglich und lange Zeit kommunizierten Werte nicht erreichen, unzufrieden sei man dennoch nicht. Denn: Der Zuspruch der Verbraucher und Hardware-Partner sei groß, was nicht zuletzt die immer weiter steigende Zahl an verfügbaren Ultrabooks zeigen würde. Einen großen Schub erwartet man den Worten der Marketingexpertin zufolge durch den Start von Windows 8.

Die neue Version des Betriebssystems werde einige wichtige neue Funktionen bieten, vor allem die verbesserte Bedienung per Touchscreen sei dabei hervorzuheben. Verbraucher würden nach dieser im PC-Bereich eher ungewohnten Eingabemethode fragen, gerade in Familien sehe man hier ein großes Potential: „Kinder wollen gerne alles anfassen und mit den Händen bedienen.“.

Ob bis dahin der Preis für Ultrabooks signifikant sinken werde, wollte Regis jedoch nicht verraten. Man strebe an, nach und nach immer mehr Funktionen bei einem gleichbleibenden Preis zu integrieren. Was heute ein empfohlenes Merkmal sei, solle in Zukunft eine Voraussetzung sein. Angesprochen auf mögliche Verbesserungen wie hochauflösende Displays oder bessere Akkulaufzeiten verwies sie auf die aktuellen Modelle. Nach und nach würde die Messlatte hier durch einzelne Modelle höher gelegt, so dass über einen bestimmten Zeitraum hinweg der Standard ebenfalls immer höher wird.

Wie genau jedoch die kommenden Anforderungen Intels an Ultrabooks aussehen werden, blieb ein Geheimnis. Klar hingegen scheint zu sein: Tablets stellen nach Ansicht der Chipschmiede keine wirkliche Gefahr für die schlanken Mobilrechner dar – auch wenn gerade Windows-8- oder Windows-RT-Geräte hier zahlreiche Parallelen aufweisen würden. Für den Produktiveinsatz sei das Ultrabook auch weiterhin die erste Wahl, so die Einschätzung. Für diese Kategorie spreche zudem die Vielfalt der verschiedenen Modelle. Neben klassischen Notebooks gebe es auch Varianten mit Touchscreen oder Convertibles – für jeden Anspruch sei so das passende Ultrabook verfügbar.

Die von vielen gestellte Frage, ob Apples MacBook Air bei der Entwicklung des Ultrabook-Konzepts Pate gestanden habe, antwortete Regis ausweichend, aber erfrischend: „Ein großartiges Produkt!“. Und mit einem gewissen Augenzwinkern: „Mit einem tollen Prozessor.“. Erst danach erklärte sie, dass Apples Bestseller einige gute Ansätze bieten, man mit Ultrabooks mittlerweile aber in vielen Bereichen mehr Funktionen liefern würde, die Kunden nachfragen und die im Alltag entscheidend sein würden. Exemplarisch verwies Regis hier auf die zahlreichen Sicherheitsmerkmale, die bei aktuellen Geräten Standard seien.

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