News : Firefox 28 kommt ohne Version für Modern UI

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Am Dienstag wird Mozilla Firefox 28 veröffentlichen. Dies geschieht allerdings ohne eine Version für die ehemals als Metro bekannte Kacheloberfläche von Windows 8. Die erwartete Version 1.0 wurde jetzt von Jonathan Nightingale, Vize-Präsident bei Firefox, abgekündigt. Mangels Nachfrage wird die Arbeit an dem Projekt eingestellt.

Mozilla hatte im Herbst 2012 mit den Arbeiten am intern als MetroFx bezeichneten Browser für die Modern UI begonnen, nachdem anfänglich gar nicht klar war, ob Microsoft externe Browser für die Metro-Oberfläche zulassen würde. Rund ein Jahr später konnten Tester MetroFx mit Touch-Funktionalität in den Nightly Builds testen. Seitdem verstrichen bereits mehrere anvisierte Termine, ohne dass der Browser Einzug in den normalen Releasezyklus hielt. Zuletzt sollte dies mit Firefox 27 vor rund sechs Wochen geschehen, nur um wieder auf Firefox 28 verschoben zu werden. Wenige Tage vor dessen Erscheinen wird nun der Stecker gezogen und das Projekt stillgelegt.

Nightingale teilte dies im Wochenverlauf den Entwicklern mit. Im Mozilla-Blog versucht er zu erklären, warum das Projekt nach 18 Monaten eingestellt wird. Ein Hauptgrund ist, dass die Masse der Tester nie über rund 1.000 pro Tag anstieg. Im Vergleich dazu werden die anderen Vorab-Versionen von Firefox täglich von Millionen Anwendern getestet. Das liege daran, so Nightingale, dass die Modern UI eine sehr flach ansteigende Adaptionskurve aufweise, da nicht ausreichend Geräte mit Touchscreens für Windows 8 verkauft würden.

Eine so kleine Testbasis führt zu einem Produkt, in dem viele potenzielle Fehler stecken. Dies wiederum frustriert die Anwender und bindet andererseits auf Seiten Mozillas viele Entwickler, die für eine Plattform arbeiten, die relativ wenige Anwender hat. Immerhin belief sich das Team auf insgesamt 29 Personen, darunter zwei Projektleiter und neun Vollzeit-Entwickler. Es sei daher vernünftig, das Produkt jetzt einzustellen, bevor es offiziell Teil der Firefox-Releases wird. Nightingale versichert für den Fall, dass Modern UI alias Metro zukünftig eine größere Nutzerbasis erreichen sollte, werde der Code weiterhin öffentlich zugänglich bleiben, die Entwicklung könne jederzeit wieder aufgenommen werden.