Payday 2 : Neue Waffen-Skins provozieren erneut Kritik

, 44 Kommentare
Payday 2: Neue Waffen-Skins provozieren erneut Kritik
Bild: Overkill

Nachdem sich der Proteststurm um die plötzliche Einführung von Mikrotransaktionen in Payday 2 einigermaßen gelegt hat, legt Overkill Software nach: Neue Waffenskins beeinflussen die Belohnungen, die ein Team nach einem erfolgreichen Raubzug erhält. Die Reaktion der Nutzer fällt wenig überraschend aus.

Die neueste Kritikwelle entzündet sich an den mit Update 90 eingeführten Mechaniken. Die neuen „Team Skins“ erhöhen Erfahrungspunkte und die ausgezahlte Beutesumme der gesamten Gruppe. Als problematisch wird wahrgenommen, dass die Effekte kumulativ sind, ein Team aus vier Spielern mit vier Team-Skins also die höchsten Boni erhält und deshalb zur bevorzugten Zusammenstellung bei der Gruppensuche werden könnte. Dass dies ein erwünschtes Verhalten ist, legen die Entwickler selbst nahe. Im Changelog empfiehlt das Studio Spielern, im Reiter „Crew Setup“ einer Lobby zu prüfen, ob die Mitspieler einen entsprechenden Skin ausgerüstet haben.

Make sure to check in crew setup for players with team boost applied to their skin!

Overkill

Der zweite Stein des Anstoßes ist die Belohnung für den Kauf des „Completely Overkill Packs“. Der DLC sollte vor acht Monaten das damalige „Hypetrain-Event“ finanzieren und versprach eine geheime, kosmetische Belohnung. Diese stellt sich nun als ein spezieller Safe mitsamt passendem Bohrer heraus, der 25 exklusive Waffen-Skins mindestens „seltener“ Einstufung enthält. Die Spieler erhalten nach dem Öffnen lediglich eine einzelne, zufällig ausgewählte Verschönerung. Einige der Skins beeinflussen jedoch zusätzlich zum optischen Akzent auch die Statuswerte der Waffe.

Spieler stören sich nicht nur daran, dass die Skins mehr sind als nur visuelle Veränderungen, sondern auch an der schwankenden Qualität der Ergebnisse. Bemängelt wird von einigen Spielern unter anderem, nichts wirklich Besonderes als Belohnung erhalten zu haben. Kritisiert wird zudem, dass ein Skin mit einem Bonus auf Genauigkeit für eine bereits maximal genaue Waffe lächerlich sei, während wieder andere Nutzer bemängeln, nicht einmal einen Skin mit Bonus aus dem Safe erhalten zu haben. Zeitgleich mit dem Safe erhalten Käufer des Pakets zudem sieben DLCs kostenfrei als Belohnung für ihre Unterstützung. Auch dieser Umstand ruft Kritik hervor. Diese entzündet sich am Alter der Inhalte: Diese seien ohnehin zu weiten Teilen in der „Game of the Year“-Fassung enthalten, zudem hätten Käufer des teuren Unterstützungspakets als Fans des Spiels ohnehin in der Mehrheit die nun verschenkten DLCs erworben – und damit nichts von den Boni.

It's like this is some kind of reverse-reward, where the more loyal in buying DLC you were the less reward you get.

Seilgrank auf Reddit

Aus dem „Hypetrain“ des Events ist daher binnen weniger Stunden ein „Ragetrain“ entstanden und der ursprünglich erwünschte Effekt ins Gegenteil verkehrt. Aus Protest hat bereits ein Teil der Community-Moderatoren in den Steam-Foren die Arbeit niedergelegt. In der Begründung heißt es, dass die Skins zwar Potential hätten, in der derzeitigen Form aber ein Ärgernis darstellen würden. Overkill wird dabei vorgeworfen, trotz gegenteiliger Ankündigungen nicht im Mindesten auf die Wünsche der Nutzer eingegangen zu sein.