DVB-T2 HD : freenet TV kostet ab 1. Juli 2017 monatlich 5,75 Euro

, 196 Kommentare
DVB-T2 HD: freenet TV kostet ab 1. Juli 2017 monatlich 5,75 Euro
Bild: zoetnet (CC BY 2.0)

Media Broadcast hat weitere Einzelheiten zur Umstellung auf DVB-T2 HD bekanntgegeben. Der zur freenet Group gehörende Serviceprovider wird den Regelbetrieb von freenet TV am 29. März 2017 aufnehmen. Nach einer kostenlosen, dreimonatigen Testphase kostet der Empfang der Privatsender ab 1. Juli 69 Euro im Jahr.

Bereits seit dem 31. Mai läuft in mehreren Ballungsgebieten der Testbetrieb von freenet TV, in dessen Rahmen die öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie die Privatsender ProSieben, RTL, SAT.1 und VOX in Full HD empfangen werden können.

Bis zu 20 öffentlich-rechtliche und rund 20 private Sender in Full HD

Mit dem nun auf den 29. März gelegten Beginn des Übergangs in den Regelbetrieb werden bis zu 20 öffentlich-rechtliche und rund 20 private Sender in Full HD ausgestrahlt. Bekannt ist mittlerweile, dass dazu unter anderem die 14 öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste HD, ZDF HD, Arte HD, Phoenix HD, Einsfestival HD, Tagesschau24 HD, BR HD, NDR HD, MDR HD, WDR HD, KIKA HD, 3sat HD, ZDFinfo HD, ZDFneo HD sowie die zwölf privaten Sender RTL HD, Vox HD, ProSieben HD, Sat.1 HD, RTL2 HD, Kabel eins HD, RTL Nitro HD, Super RTL HD, ProSieben Maxx HD, Sixx HD, N-TV HD sowie Sat.1 Gold HD gehören.

69 Euro pro Jahr und Gerät für Privatsender

Bekannt ist nun auch der Preis, der für den Empfang der verschlüsselten privaten Sender zu entrichten ist: Er beträgt 69 Euro pro Jahr und Empfangsgerät (CI+-Modul respektive Receiver), das freigeschaltet wird, beziehungsweise 5,75 Euro pro Monat. Die Bezahlung erfolgt dabei nach dem Prepaid-Prinzip und kann jederzeit gestoppt werden, ein Abonnement muss nicht abgeschlossen werden. Die unverschlüsselt ausgestrahlten öffentlich-rechtlichen Sender können dagegen auch in Zukunft kostenlos empfangen werden.

Zusatzhardware für freenet TV ab 69,00 Euro

Auf der Internetpräsenz von freenet TV finden sich neben einem CI+-Modul für 79,99 Euro mittlerweile auch mehrere Receiver, die für den Empfang von freenet TV vorbereitet sind. Die Preise beginnen bei 69,00 Euro für das günstigste Modell von Xoro und reichen bis zu 169,99 Euro für das aktuell teuerste Modell von TechniSat. Im Kaufpreis jedes Empfangsgerätes enthalten sind drei Monate freenet TV.

Signalstärke und Senderliste online überprüfen

Vorhandene DVB-T-Antennen können im Gegensatz zu den Emfpangsgeräten in der Regel weiter genutzt werden. Ob und mit welcher Signalstärke DVB-T2 am eigenen Wohnort bereits empfangen werden kann und welche Sender übertragen werden, lässt sich mit Hilfe der Postleitzahl auf einer eigens eingerichteten Seite überprüfen. Sie gibt somit auch Auskunft darüber, ob die Signalstärke für eine Zimmerantenne ausreicht, oder ob eine Außen- beziehungsweise Dachantenne notwendig ist.

Empfangsgebiet von freenet TV
Empfangsgebiet von freenet TV (Bild: Media Broadcast)

Im ganzen Bundesgebiet wird DVB-T2 aber auch nach Ende des Ausbaus im November 2018 nicht empfangbar sein. Die Pläne von Media Broadcast sehen vor, nach Abschluss des Netzausbaus mit freenet TV mehr als 63 Millionen Menschen zu erreichen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass rund 19 Millionen Bürger nicht erreicht werden.

Portable Empfänger kommen 2017

Während die Hardware für den stationären Empfang von freenet TV erhältlich ist, wird es bei mobilen DVB-T2-Geräten noch bis zum kommenden Jahr dauern. USB-Empfänger und andere Geräte, mit denen der Fernsehempfang zum Beispiel am Laptop möglich ist, sollen erst 2017 erscheinen.