App Store : Apple beginnt großes Reinemachen

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App Store: Apple beginnt großes Reinemachen

Das von Apple angekündigte Ausmisten des App Store hat letzten Monat erstmals deutliche Auswirkungen gehabt. Während der iPhone-Konzern dieses Jahr bis einschließlich September durchschnittlich 14.000 Apps pro Monat löschte, waren es im Oktober mehr als 47.300 Anwendungen.

Wie die vom Datenanalyse-Unternehmen Sensor Tower erhobenen Statistiken zeigen, ist die App-Löschrate im letzten Monat damit etwa um den Faktor 3,4 höher als zuvor.

Hauptsächlich Spiele betroffen

Den größten Anteil der aus dem Store genommenen Apps sind Spiele. Die Games-Kategorie kommt auf 28 Prozent aller entfernten Anwendungen. Dahinter folgen Unterhaltung und Bücher mit je fast 9 Prozent auf Platz 2 und 3. Die Top 5 komplettieren Bildung (7 Prozent) und Lifestyle (6 Prozent).

Von den insgesamt 2,1 Millionen Anwendungen im App Store wurden laut den Datenanalysten von Adjust fast die Hälfte seit Mai 2015 nicht mehr aktualisiert. Ein Viertel aller Apps warten gar seit November 2013 auf ein Update.

Apple spricht von ungefähr 100.000 neuen und aktualisierten Apps, die jede Woche eingereicht werden. Sensor Tower geht für das Jahr 2020 von 5 Millionen verfügbaren Anwendungen in Apples App Store aus.

Apples Qualitätsoffensive im App Store

Um den wachsenden Berg an App-Leichen loszuwerden und es Nutzern zu erleichtern, „großartige Apps“ zu finden, hat Apple im September eine Qualitätsoffensive für den App Store angekündigt. Für die Umsetzung greift der Konzern zu mehreren Maßnahmen.

Ältere Apps, die bei einer Überprüfung unter iOS 9 nicht mehr starten, fliegen umgehend aus dem Store. Wenn die App zwar rudimentär funktioniert, aber Fehler produziert, haben Entwickler 30 Tage Zeit, um die Probleme zu beseitigen.

Auch hinsichtlich des Namens einer App müssen sich Entwickler auf strengere Vorgaben einstellen. Die App-Bezeichnung darf fortan nur noch aus maximal 50 Zeichen bestehen. Apple will damit überlangen App-Namen vorbeugen, die Drittanbieter als Keyword-Beschaffer missbrauchen und zudem teilweise irreführend sind.