16-Milliarden-Investition: TSMC plant neue Gigafab für 5- und 3-nm-Chips

Volker Rißka 30 Kommentare
16-Milliarden-Investition: TSMC plant neue Gigafab für 5- und 3-nm-Chips
Bild: TSMC

TSMC plant eine weitere Gigafab. Mit einer Investitionssumme von insgesamt 500 Milliarden New Taiwan Dollar (rund 15,7 Mrd. US-Dollar) soll damit die Vorherrschaft auch in Zukunft gesichert werden, denn der neue Komplex wird direkt auf die 5- und 3-nm-Chips zugeschnitten sein.

Laut dem Nikkei Asian Review ist die weltgrößte Foundry derzeit aber noch auf der Suche nach einem geeigneten Standort in Taiwan. Taiwans Minister für Forschung und Technologie, Yang Hung-duen, erklärte bereits am Tag zuvor, dass sich der Konzern nach einem Standort in der Nähe von Kaohsiung im Süden Taiwans in der Größe von 50 bis 80 Hektar umsehe, um dort einen Fabrikkomplex aufzubauen, in dem frühestens ab 2022 die Serienproduktion beginnen könne. Genauere Zeitangaben zum etwaigen Baubeginn und Produktionsstart gibt es bisher aber noch nicht.

5- und 3-nm-Chips aktuell noch Forschungsprojekte

Im Rahmen der letzten Quartalszahlen hatte TSMC ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Nach dem vollem Fokus auf die 7-nm-Fertigung, die bereits in einem Jahr die jetzt startende 10-nm-Fertigung ablösen soll, rückt 5 nm ins Rampenlicht. Die 5-nm-Fertigung ist dabei aber nach wie vor in der Entwicklungsphase. Einige Dinge sind noch ungeklärt, wenngleich auch dort stetig Fortschritte erzielt werden. TSMC blickt dabei wie viele andere Hersteller mit einem Auge immer zur neuen EUV-Lithografie, die helfen soll, die Ziele zu erreichen. Auch dort wurden weitere Fortschritte erzielt, aber es ist „still a way to go“, erklärte TSMC gegenüber den Analysten im Oktober. Das Ziel sei es, im ersten Halbjahr 2019 die Fertigung serienreif zu haben.

Der darauf folgende große Schritt ist die 3-nm-Fertigung. Echte Details gab es dazu keine, TSMC erwartet, dass jeder der großen Hersteller daran arbeitet und forscht. Derzeit stünden aber alle erst am Anfang und nichts sei „obvious“. Dafür müsse umfangreich investiert werden, sowohl in Ausrüstung als auch Personal, erklärte TSMC. Nikkei Asian Review berichtet dazu passend heute, dass TSMC dafür bis zu 400 Mitarbeiter abgestellt hat, die sich neben der Erforschung und Entwicklung von 3-nm-Chips auch gleich dem nächsten schritt zuwenden: 2-nm-Chips.