GeForce GTX 1080 Ti: Nvidia nennt das nächste Topmodell beim Namen

Jan-Frederik Timm 202 Kommentare
GeForce GTX 1080 Ti: Nvidia nennt das nächste Topmodell beim Namen

In einer Stellenausschreibung auf dem US-amerikanischen Karrierenetzwerk LinkedIn hat Nvidia die erwartete High-End-Grafikkarte GeForce GTX 1080 Ti erstmals selbst erwähnt. In welchem Zusammenhang das geschehen ist, wirft weitere Fragen auf.

Erwähnung in der Stellenausschreibung

Die Stellenausschreibung für einen Senior Marketing Manager enthält neben dem üblichen Anforderungsprofil auch eine ganze Reihe an Beispielen dafür, an welchen Projekten der Stellensuchende in Zukunft mitarbeiten würde. Denn eine seiner Hauptaufgaben wird es sein, „neue Kundenbindungsprogramme zu entwickeln, planen und einzuführen, die Fans über die wesentlichen Botschaften der Marke erreichen“. Neben kostenlosen Keys für Spiele zu gewissen Anlässen könnte auch dazu gehören, dass „Besitzer einer GTX 980 Ti bei der Vorbestellung der 1080 Ti bevorzugt werden und ein „Step Up“-Angebot“.

980 Ti users get first spot in line for 1080 Ti pre-orders, or “Step Up” offer

Privilegien für Besitzer der GeForce GTX 980 Ti?

Die Nennung der GeForce GTX 1080 Ti in Verbindung mit dem Vorgänger GeForce GTX 980 Ti lässt keinen Zweifel daran bestehen, dass es sich bei der Erwähnung um keinen Fehler handelt. Zugleich nährt der Eintrag Spekulationen darüber, mit welchem Aktionsangebot Nvidia das nächste Topmodell auf den Markt bringen könnte. Denkbar ist, dass Nvidia die GeForce GTX 1080 Ti in der Founders Edition dauerhaft – oder zumindest anfänglich – exklusiv vertreibt und es Besitzern einer GeForce GTX 980 Ti ermöglicht, über die Eingabe der Seriennummer früher oder günstiger an den Nachfolger zu kommen. Dass Nvidia die GeForce GTX 1080 Ti als deutlich begehrenswerteres Modell für eine weitere Stufe im Marketing-Programm nutzt, erscheint schlüssig.

Die Bezeichnung Founders Edition hat Nvidia mit Pascal eingeführt. Seitdem kostet die vormals schlicht als Referenzdesign bezeichnete Variante mehr. Bei GeForce GTX 1080 und GTX 1070 gab es sie früher als Partnerkarten, bei der GeForce GTX 1060 vertreibt sie Nvidia erstmals exklusiv.

Veröffentlichung im 1. Quartal

Gerüchten zufolge basiert die GeForce GTX 1080 Ti auf der GPU GP102 und setzt auf 10 GB GDDR5X, die über ein 384 Bit breites Interface an die GPU angebunden sind. Damit würde sich das Modell zwischen GeForce GTX 1080 und Titan X positionieren. Die GeForce GTX 1080 Ti dürfte im 1. Quartal noch vor AMDs Vega erscheinen, wenn Nvidia an der zuletzt praktizierten Vorgehensweise, dem Konkurrenten zuvor zu kommen, festhält.