Hack: Mehr Spiele auf dem Nintendo Classic Mini

Max Doll 81 Kommentare
Hack: Mehr Spiele auf dem Nintendo Classic Mini

Eigentlich hat Nintendo keine Möglichkeit vorgesehen, auf der Retro-Konsole Nintendo Classic Mini neue Spiele zu installieren. Modder haben trotzdem einen Weg gefunden und die erste, noch umständliche Variante des Hacks schnell nutzerfreundlicher gestaltet.

Beide Varianten des Hacks setzen einen PC voraus, an den die Konsole per USB-Kabel im FEL-Modus, einem Entwickler- und Recovery-Modus, gestartet wird. Dazu müssen Power- und Reset-Button gleichzeitig für mehrere Sekunden gedrückt werden. Der FEL-Modus erlaubt es, das Betriebssystem sowie Daten auszulesen, zu modifizieren und anschließend wieder aufzuspielen – inklusive neuer ROMs.

In der ersten Version des Hacks muss vor dem gesamten Prozess allerdings ein Spielstand im ersten Speicherslot von Super Mario Bros existieren, der das Laden der modifizierten Dateien erst ermöglicht. Diese Bedingung sowie das manuelle Vorbereiten der ROMs entfällt in einer zweiten Version (YouTube) mit dem Hilfsprogramm „hackchi2“, das den Prozess unter anderem mit einem grafischen Interface einfacher gestaltet und automatisiert; der Hack wird damit fast zu einer Plug'n'Play-Lösung.

Ein Fragezeichen über Speicher und Viren

Wie viele Spiele auf der Konsole installiert werden können, ist nicht bekannt, da sich die Speicherkapazität des Classic Mini nicht auslesen lässt. Die Anzahl der Titel hängt unter anderem von der Größe der ROMs und der Anzahl der gewünschten Spielstände ab; konservative Schätzungen gehen von 32 bis 65 Titeln aus. Unterstellt wird der Konsole allerdings, mehrere hundert Megabyte Speicherkapazität zu besitzen. In diesem Fall läge die Limitierung möglicherweise in einem unausgereiften Hack oder dem genutzten Dateisystem.

Das Modifizieren der Konsole erfolgt allerdings in doppeltem Sinne auf eigene Gefahr. Nutzer berichten zwar übereinstimmend, dass der Vorgang an sich in beiden Varianten funktioniert, aber vereinzelt auch von Viren oder Meldungen ihrer Virenscanner begleitet wird. Ob es sich hier um Zufälle oder Fehlalarme der eingesetzten Heuristiken handelt, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geklärt.