AMD Ryzen: Aufwand und Risiko beim Köpfen lohnen nicht Notiz

Michael Günsch 97 Kommentare
AMD Ryzen: Aufwand und Risiko beim Köpfen lohnen nicht

Das Entfernen des Heatspreaders von AMDs Ryzen-CPUs, das sogenannte „Köpfen“, ist nicht nur schwer und riskant, Aufwand und Risiko lohnen sich offenbar auch gar nicht. Der Übertakter der8auer hat es ausprobiert und konnte nur marginal geringere Temperaturen messen.

Durch das Entfernen des Heatspreaders lässt sich das CPU-Die direkt und damit potentiell besser kühlen. Bei den Ryzen-CPUs ist der Heatspreader mit dem Die verlötet. Dies bietet bereits Vorteile bei der Wärmeabfuhr, macht allerdings das „Köpfen“ schwierig. Nachdem der8auer eine Methode zum Entfernen des Heatspreaders gezeigt hatte, lässt er in einem Video Temperaturmessungen mit und ohne Heatspreader folgen.

Das Resultat ist ernüchternd: Ohne den Heatspreader sank die CPU-Temperatur im Durchschnitt gerade um 3,7 °C. Das Temperaturmaximum verringerte sich sogar lediglich um 1 °C. Beim Test wurde ein potenter Luftkühler in Verbindung mit Flüssigmetall-Wärmeleitpaste verwendet. Der AMD Ryzen 7 1800X (Test) wurde auf 3,9 GHz bei rund 1,4 Volt betrieben.

Temperaturen mit Heat-Spreader (ungeköpft)
Temperaturen mit Heat-Spreader (ungeköpft) (Bild: der8auer/YouTube)
Temperaturen ohne Heat-Spreader (geköpft)
Temperaturen ohne Heat-Spreader (geköpft) (Bild: der8auer/YouTube)