Ryzen-Mainboards: AM4-Nachschub inklusive Mini-ITX von Gigabyte

Michael Günsch 59 Kommentare
Ryzen-Mainboards: AM4-Nachschub inklusive Mini-ITX von Gigabyte
Bild: gdm.or.jp

In Japan hat Gigabyte weitere AM4-Mainboards für AMD Ryzen angekündigt. Darunter ist auch das erste Mini-ITX-Modell des Herstellers namens AB350N-Gaming WiFi. Hinzu kommt mit dem Aorus AX370-Gaming K5 ein weiteres Premium-Modell im ATX-Format. Zwei weitere Micro-ATX-Platinen waren ebenfalls zu sehen.

Bisheriges Angebot zählt 5 Modelle

Hierzulande hatte Gigabyte Anfang März den Marktstart von Ryzen mit fünf AM4-Mainboards begleitet, die zum Teil bereits im Handel verfügbar sind. Für die nächsten Wochen und Monate sind auch bei Gigabyte weitere Modelle mit dem Sockel AM4 für Ryzen und Bristol Ridge (später Raven Ridge) zu erwarten. Japanische Medien liefern Informationen und Bildmaterial.

Erstmals Mini-ITX und AM4 von Gigabyte

Gezeigt hat es Gigabyte noch nicht, aber der Name und die grundlegenden Spezifikationen des ersten Mini-ITX-Ablegers stehen fest: Das AB350N-Gaming WiFi wird neben dem Sockel AM4 und dem B350-Chipsatz zwei DDR4-DIMM-Steckplätze bieten. Der Name weist bereits auf das integrierte Funkmodul mit WLAN 802.11ac und Bluetooth 4.2 hin. Außerdem werden USB 3.1 (Typ C), Gigabit-LAN (Realtek) und RGB-LED-Beleuchtung genannt.

Gigabyte AB350N-Gaming WiFi
Gigabyte AB350N-Gaming WiFi (Bild: PC Watch)

Nach Biostar ist Gigabyte der zweite Hersteller, der ein Mini-ITX-Mainboard für AMDs neue Plattform angekündigt hat. AMD hatte zur Markteinführung von Ryzen ITX-Platinen für April in Aussicht gestellt.

AX370-Gaming K5

Worin sich im Detail das kommende AX370-Gaming K5 der Tochtermarke Aorus vom K7-Modell und dem AX370-Gaming 5 (ohne „K“) unterscheidet, gilt es noch herauszufinden. Erkennbar ist, dass die analogen Audio-Buchsen im Gegensatz zum K7 nicht vergoldet sind. Gegenüber dem Gaming 5 fehlt der Netzwerkchip Killer E2500. Der Name lässt dennoch eine Platzierung im gehobenen Preissegment, aber ein gutes Stück unterhalb des rund 250 Euro teuren AX370-Gaming K7 vermuten. Farblich ist das K5 dem K7 mit schwarzer Blende im I/O-Bereich ähnlich. Eine umfangreiche LED-Beleuchtung können beide vorweisen.

Zweimal Micro-ATX in schlicht

Optisch unauffälliger sind die beiden neuen Micro-ATX-Modelle der Ultra-Durable-Reihe. Das Gigabyte AB350M-HD3 besitzt unter anderem zwei DDR4-Slots, USB 3.1, HDMI, DVI und VGA und zumindest einen M.2-Slot mit PCIe 3.0 x4. Das Gigabyte AB350M-D3H bietet dagegen viermal DDR4, M.2 für bis zu 11 cm lange SSDs und neben den genannten Anschlüssen des HD3 zusätzlich einen DisplayPort.

Die Bestückung mit Videoausgängen spielt für den Einsatz einer Ryzen-CPU aber keine Rolle, bieten diese doch keine integrierte Grafikeinheit. Die Video-Ports sind vielmehr für den Betrieb der APUs Bristol Ridge und später Raven Ridge auf Zen-Basis bestimmt.

Keine Infos zum Marktstart

Noch liegen keine Informationen zu Marktstart und Preisen der oben aufgeführten Mainboards vor. Über die bisher vorgestellten Mainboards von Gigabyte für AM4 hat ComputerBase bereits im Februar berichtet.