BuchschrankFinder: App listet Schränke für Büchertausch auf

Michael Schäfer 9 Kommentare
BuchschrankFinder: App listet Schränke für Büchertausch auf
Bild: Tobias Zeising

In Deutschland findet der Austausch von Lesestoff über so genannte Bücherschränke immer mehr Anklang. Sie bieten die Möglichkeit, die überquellenden eigenen Regale zu leeren, oder kostenlos an neue Bücher zu gelangen. Eine App soll nun das Auffinden solcher Tauschstationen vereinfachen.

Psssst ... willst Du ein Buch?

Das Prinzip der mittlerweile über 1.400 in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreiteten Bücherschränke ist einfach: An öffentlichen Plätzen aufgestellt, kann sich jeder anonym daraus bedienen oder genauso unerkannt Bücher einlegen, eine Verpflichtung gibt es nicht. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass das Angebot zwar immer häufiger genutzt, aber nur selten ausgenutzt wird. Selbst Hotels bieten immer öfters solche Schränke an, da nicht selten mitgebrachter Lesestoff im Hotel belassen wird, damit die Koffer auf der Rückreise das zugelassene Gewicht nicht überschreiten.

Ein Auffinden für Ortsfremde widerspricht jedoch oftmals dem Einfachheitsgedanken der Institution. Dies will Buchblogger Tobias Zeising nun mit der App BuchschrankFinder und der Kombination aus Google Maps und GPS ändern. Zwar gäbe es verschiedene Verzeichnisse der Bücherschränke, doch diese würden seiner Meinung nach mehr schlecht als recht gepflegt und veralten zudem schnell.

BuchschrankFinder – Einfaches Finden von Bücherschränken
BuchschrankFinder – Einfaches Finden von Bücherschränken (Bild: Play Store)

Aktuelles und vollständiges Verzeichnis als Ziel

Ziel der App ist ein stetig aktuelles und vollständiges Verzeichnis von Tauschstellen, um damit die „hervorragende Idee der öffentlichen Büchertauschschränke“ weiter zu fördern. Als Grundlage habe Zeising „bestehenden Seiten angezapft, die bereits öffentliche Bücherschränke listen“ – dazu zählen Wikipedia, OpenBookCase.org oder den seiner Meinung nach eher schlecht gepflegten Listen von Tauschgnom. Das Kartenmaterial liefert Google, die gewonnen Daten werden von Zeising anschließend in der Datenbank des BuchschrankFinders zusammengefasst. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, auf einfache Art und Weise noch nicht verzeichnete Schränke dem Entwickler zu melden und somit neue Standorte einzureichen.

App bisher nur für Android verfügbar

Das nicht kommerzielle Projekt ist bisher lediglich als werbefreie Android-App verfügbar. iOS-Nutzern bleibt bisher nur die Web-Karte als Möglichkeit. Entwicklern bietet Zeising jedoch an, für eine eigene App auf die REST-API zugreifen zu können, um diese in eigene Projekte einzubinden.