Logitech Circle 2: Modulare, wasserfeste und mobile Überwachungskamera

Jan-Frederik Timm et al. 8 Kommentare
Logitech Circle 2: Modulare, wasserfeste und mobile Überwachungskamera
Bild: Logitech

Logitech legt die mit der Cloud kommunizierende Überwachungskamera Circle nach zwei Jahren neu auf: Die Circle 2 bietet ein größeres Sichtfeld, ist wasserdicht und mit ihrem modularen Aufbau potentiell vielseitiger einsetzbar. Sie haftet auch am Fenster und kommt „bis zu drei Monate“ mit einer Batterieladung aus.

Modul- ersetzt „On Size fits All“-Ansatz

Die 1. Generation der Circle gab es in einer Variante: Der runden Kameraeinheit mit integriertem 1.600-mAh-Akku für zwei Stunden autarken Betrieb, die auf einer kreisrunden Ladeeinheit entweder in der Vertikalen oder der Horizontalen ruhte. Circle 2 gibt es im Handel jetzt in zwei vorkonfiguierten Versionen: Einer stationär einsetzbaren Variante ohne Akku und einer Version mit vier Mal so großem Akku wie zuvor; Hinter den Details zum Betriebsmodus, in dem bis zu 90 Tage Laufzeit erreicht werden, bleibt noch ein Fragezeichen.

Mit optionalem Zubehör lässt sich die immer gleiche Kameraeinheit vom Kunden weiter anpassen – und jedes Modell so theoretisch in ein anderes überführen. Dafür sorgt der modulare Aufbau: Die eigentliche Kamera inklusive Elektronik ist in jeder Variante gleich, je nach verwendeter Halterung findet es lediglich in einem anderen Verschlusssystem Platz. Neben der kugelrunden Akkueinheit gibt es einen Standfuß, der auch als Wandhalterung dienen kann, sowie eine Vorrichtung zur Befestigung an Glas.

Full-HD-Aufnahmen mit größerem Sichtfeld und US-Server

Aufnahmen nimmt die Circle 2 weiterhin mit bis zu 1.080p vor, allerdings mit größerem Sichtfeld. Bei der 1. Generation betrugt es 135 °, die 2. Generation bietet eine „180-Grad-Linse“: Der tatsächlich aufgenommene Ausschnitt fällt allerdings 10 bis 20 ° enger aus. Auch die Cloud-Speicherung bleibt weiterhin bei einer kostenlosen 24-Stunden-Speicherung und kostenpflichtigen 14- oder 31-Tage-Abonnements, die ab 4 beziehungsweise 10 Euro im Monat beginnen. Für jede Kamera muss ein neues Abo abgeschlossen werden, einen Rabatt gibt es im Gegensatz zu Nest Indoor und Outdoor (Test) nicht; deren Konditionen liegen aber auch allgemein höher. Wie bei Nest speichert auch Logitech Daten verschlüsselt in den USA.

Diese kostenpflichtigen Modi bieten dann auch zusätzliche Optionen wie konfigurierbare Bewegungszonen, auf die eine Bewegungserkennung eingeschränkt wird, und die Erkennung von Personen. Wie bisher filtert der Algorithmus in der Software automatisch wichtige und unwichtige Aktionen und erkennt wiederkehrende Muster wie sich im Wind bewegende Bäume und blendet diese bei Benachrichtigungen aus. Auch die automatische 30-sekündige Tageszusammenfassung bleibt bei der Logi Circle 2 bestehen. Die Apps sind für Android und iOS verfügbar.

Unterstützt Apple HomeKit und Amazon Alexa

Mit der Circle 2 setzt Logitech auf die Anbindung an andere Smart-Home-Systeme, was mit der ersten Generation bislang vernachlässigt wurde. So wird die Circle 2 mit einem Software-Update auch Apple HomeKit unterstützen und mittel Amazon Alexa können per Sprache die wichtigsten Einstellungen vorgenommen und Aufnahmen gestartet werden. HomeKit setzt allerdings eine aktive Stromversorgung voraus, funktioniert deshalb nicht mit der kabellosen Version. Auch Logitechs eigener Pop Smart Button wird nun unterstützt. Sowohl diese Unterstützung als auch die Sprachsteuerung möchte Logitech mit einem Software-Update auch für die erste Generation der Logi Circle nachreichen.

Ab 199 Euro ab Juli im Handel

Die kabelgebundene Variante übernimmt mit 199 Euro die UVP des Vorgängers, der im freien Handel aktuell aber bereits ab 130 Euro zu haben ist. Die Version mit Akku und damit universeller Einsetzbarkeit der 1. Generation mit integriertem Akku kostet 229 Euro. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, die Auslieferung beginnt im Juli. Alternative Haltevorrichtungen kosten zwischen 30 und 60 Euro. ComputerBase hätte zum Marktstart gerne einen Test der neuen Kamera präsentiert, ein Muster konnte entgegen der Ankündigung aufgrund von Verzögerungen aber nicht zur Verfügung gestellt werden.