Ryzen Threadripper: Drei Modelle mit 16, 12 und 8 Kernen offiziell vorgestellt

Wolfgang Andermahr 379 Kommentare
Ryzen Threadripper: Drei Modelle mit 16, 12 und 8 Kernen offiziell vorgestellt

AMD hat auf der Siggraph soeben Ryzen Threadripper und damit die Konkurrenz zu Skylake-X von Intel offiziell vorgestellt. Das Portfolio besteht aus drei Modellen: Dem Ryzen Threadripper 1950X mit 16 Kernen sowie 32 Threads, dem 1920X mit zwölf Kernen sowie 24 Threads und dem 1900X mit acht Kernen und 16 Threads.

Als sonstige Eckdaten wird der Ryzen Threadripper 1950X (Test) einen Basis-Takt von 3,4 GHz und einen Boost-Takt von 4,0 GHz bieten. Der Preis beträgt 999 US-Dollar (Euro-Preise fehlen noch). AMD-eigenen Benchmarks zufolge soll die Performance in Multi-Thread-Anwendungen mit hoher Last um 14 bis 55 Prozent besser ausfallen als beim gleich teuren Intel Core i9-7900X.

Mit dem 1900X gibt es auch einen Threadripper mit nur acht Kernen

Der Ryzen Threadripper 1920X weist einen Basis-Takt von 3,5 GHz und einen Turbo-Takt von 4,0 GHz auf. Bei einem Preis von 799 US-Dollar soll dieser bis zu 19 Prozent schneller als der Core i9-7900X sein, je nach Anwendung aber auch minimal langsamer. Der Ryzen Threadripper 1900X (Test) hat einen Basis-Takt von 3,8 GHz und einen Boost-Takt von 4,0 GHz. Der Kostenpunkt liegt bei 549 US-Dollar. Angaben zur Leistung fehlen.

Kerne/Threads Basis-Takt Turbo-Takt XFR TDP UVP
Ryzen Threadripper im Überblick
Ryzen Threadripper 1950X 16/32 3,4 GHz 4,0 GHz 4,2 GHz 180 Watt 999 USD
Ryzen Threadripper 1920X 12/24 3,5 GHz 4,0 GHz 4,2 GHz 180 Watt 799 USD
Ryzen Threadripper 1900X 8/16 3,8 GHz 4,0 GHz 4,2 GHz 180 Watt 549 USD

Alle Modelle der Ryzen Threadripper bieten dieselben Eigenschaften. Insgesamt stehen 64 PCIe-Lanes zur Verfügung und ein Quad-Channel-Speicherinterface – davon abgesehen gibt es keine Unterschiede zwischen den Versionen. Laut AMD hat der Ryzen Threadripper 1950X eine quasi identische Leistungsaufnahme wie der Core i9-7900X, wenngleich eine offizielle Angabe nicht gemacht wurde. Das Performance-pro-Watt-Verhältnis fällt laut AMD damit besser aus, da die Leistung in Anwendungen mit Multi-Core-Unterstützung höher ist. Die TDP gibt AMD für alle drei Modelle mit 180 Watt an.

Den Ryzen Threadripper 1950X sowie den 1920X wird es ab dem 10. August im Handel zu kaufen geben. Zudem wird es ab dem heutigen Tag die Möglichkeit geben, die CPU vorzubestellen. Der Ryzen Threadripper 1900X braucht dagegen ein wenig mehr Zeit. Am 31. August soll dieser dann verfügbar sein.

Verschiedene Mainboard- und Kühlerhersteller sind zum Start dabei

Mehrere Hersteller werden von Beginn an passende X399-Mainboard für Threadripper anbieten. Mit dabei sind ASRock, Asus, Gigabyte und MSI. Von Arctic sowie Cooler Master wird es je einen Luftkühler geben, Noctua hat gleich drei Modelle im Portfolio. Deutlich umfangreicher sind die Optionen für All-In-One-Wasserkühlungen: Gleich 20 Modelle soll es geben.

Präsentation des AMD Ryzen Threadrippers