Intel Coffee Lake: Sechs-Kern-CPUs kommen im Oktober

Volker Rißka 204 Kommentare
Intel Coffee Lake: Sechs-Kern-CPUs kommen im Oktober
Bild: Intel

„Follow up shortly“ nach Kaby Lake Refresh war zwar die offizielle Aussage zum Start der neuen Desktop-Prozessoren mit dem Codenamen Coffee Lake, doch subtiler konnte Intel die Hinweise kaum in die Übertragung einbauen: Ein Kaffeebecher, der mit der Aufschrift 10/2017 verziert wurde – zur Coffee Break.

Nach der ersten Preislistung am Wochenende, die viele der vorangegangen Gerüchte untermauerte und die Preise auf Kaby-Lake-Niveau einordnete, war es Intel am heutigen Morgen selbst, mit einer ersten öffentlichen Bestätigung: Sechs Kerne wird es sowohl für den Core i5 in Zukunft geben, der Core i7 bekommt sogar sechs Kerne plus Hyper-Threading, woraus bekanntlich dann zwölf Threads werden. Hinzu kommt die Grafikeinheit, die jetzt nicht mehr HD 630 sondern UHD 630 heißt – neue Features bietet diese allerdings nicht.

Doch viel wichtiger war durch die Veröffentlichung die Bestätigung, dass Coffee Lake in der Tat neue Mainboards benötigt; nicht optional sondern zwingend vorausgesetzt. Dies hatten Mainboardhersteller bereits vor einigen Wochen verkündet, bekamen direkt aber einen Maulkorb verpasst, sodass die Aussagen nicht mehr zur Verfügung standen. Doch der Z370-Chipsatz ist real, er wird ein angepasster Z270-Chip sein, jedoch mit identischem Feature-Set. Im Rahmen des kompletten Starts der 300er-Chipsatzserie zur CES 2018 soll dann jedoch auch ein echter Nachfolger an der Spitze stehen: Z390 wird nach neuesten Gerüchten das Portfolio an der Spitze komplettieren. Dies ist auch nötig, da ansonsten die H- und Q-Chipsätze der 300er Serie mehr Features bieten würden als das eigentliche Flaggschiff.

Coffee Lake kommt auch für Notebooks

Coffee Lake wird Kaby Lake Refresh in diversen Bereichen ergänzen, denn die CPUs sind auch für das Notebook gedacht. Deshalb werden nicht nur GT2-Grafiklösungen mit sechs Kernen gepaart, es wird auch Quad-Core-Varianten mit GT3e-Grafik geben – alles unter der Flagge der achten Core-Generation. Zu eben dieser gehören auch noch die ersten 10-nm-Prozessoren mit dem Codenamen Cannon Lake. Deren Startfenster scheint sich jedoch mehr und mehr Richtung Mitte 2018 zu bewegen (Computex 2018?). Dort wird es zu Beginn auch lediglich das 2+2-Design, also zwei Kerne und GT2-Grafikeinheit geben, prädestiniert dafür wären Core M mit ihrer TDP von 4,5 und daraus resultierend lüfterlose Notebooks.