Linux: KDE berichtet über Akademy-Konferenz mit Plasma-Fokus

Ferdinand Thommes 14 Kommentare
Linux: KDE berichtet über Akademy-Konferenz mit Plasma-Fokus
Bild: KDE

KDE berichtet über seine letzte Woche zu Ende gegangene jährliche Entwicklerkonferenz Akademy, die in Almería, in Spanien stattfand. Der Bericht konzentriert sich auf das Hauptthema der Konferenz – den derzeitigen Zustand und die weitere Entwicklung von Plasma als Desktop des KDE-Projekts.

Vom 22. bis 27. Juli trafen sich die KDE-Entwickler in Almería in Spanien zu ihrer diesjährigen Jahreskonferenz. Jetzt berichtet Plasma-Entwickler Sebastian Kügler über den Anteil, den Plasma an der Konferenz hatte. Dazu gab es am ersten Tag den Vortrag Plasma: State of the Union (PDF), in dem Kügler zusammen mit Marco Martin über den derzeitigen Stand und künftige Entwicklungen sprach.

Plasma 5.8 LTS ein Erfolg

Kügler erklärte, die Idee mit Plasma 5.8 als erstes LTS-Release der fünften Auflage von KDE sei von den Anwendern sehr positiv aufgenommen worden. Die Idee dahinter war, Plasma 5.8 für 18 Monate zu unterstützen, während gleichzeitig KDE-Frameworks 5.26 ebenfalls für 18 Monate und das zugrundeliegende Qt 5.6 für drei Jahre Support erhält. Gleichzeitig läuft aber die Plasma-Entwicklung weiter und ist mittlerweile bei Version 5.10 angekommen, während 5.11 bereits in der Mache ist.

Aussicht auf Plasma 5.11

Plasma 5.11 wird neue und verbesserte Funktionen bieten. So soll die Browser-Integration ebenso aufgewertet werden wie die bessere Unterstützung von Touchscreens. Die Taskbar wird in Plasma 5.11 verbessert auftreten, das Modul der Systemeinstellungen wird überarbeitet und das globale Menü kehrt zurück. Mit Plasma Vault wird Nutzern ein neues Applet zum Verschlüsseln von Daten geboten. Derzeit werden mit EncFS, CryFS und DM-Crypt drei Verschlüsselungs-Backends unter einer Oberfläche angeboten.

Plasma Vault
Plasma Vault (Bild: KDE)

Ein übergeordneter Plan für Plasma ist weiterhin die Integration von Wayland hin zu einem Punkt, an dem es für KDE-Anwender produktiv nutzbar ist. Damit einhergeht ein kleinerer Grafik-Stack, der laufruhigere grafische Darstellung erlaubt und bessere Unterstützung für HiDPI bietet.

Neues Design der Plasma-Sytemsettings
Neues Design der Plasma-Sytemsettings (Bild: KDE)

Vor einem Jahr, auf der Akademy 2016, wurde der KDE-Store neu aufgezogen und hat sich als Publikumsmagnet erwiesen. Eine der neuen Funktionen ist die Möglichkeit, das Anwender den zum Store Beitragenden direkt Spenden zukommen lassen können.

Plasma Vision Statement

Über die letzten Monate wurde zudem für Plasma eine Vision festgeschrieben, die darlegt, was Plasma sein will. Das Plasma Vision Statement ist nun verabschiedet worden und wurde kürzlich von Kügler in dessen Blog näher erläutert.

Auch Plasma-Mobile-Entwickler Bushan Sha gab einen Überblick über den Stand der Entwicklung. In seinem als „Reise zu einer offenen mobilen Plattform“ überschriebener Vortrag hebt er das Projekt Halium hervor, das die verschiedenen Entwicklungsansätze zu freien Mobilplattformen besser koordinieren und eine Basis schaffen und somit doppelte Entwicklungen vermeiden soll.