Linux: Mint 18.3 mit Cinnamon und MATE verfügbar

Ferdinand Thommes 76 Kommentare
Linux: Mint 18.3 mit Cinnamon und MATE verfügbar
Bild: Seniju | CC BY 2.0

Linux Mint 18.3 mit den beiden Desktop-Umgebungen Cinnamon und MATE bringt viele Neuerungen. Es basiert auf Ubuntu 16.04.3 LTS Xenial Xerus und erhält auch dessen Unterstützung bis 2021. Ein zweites Backup-Tool erstellt Images des Systems, Flatpak ist voll integriert und HybridSleep wird unterstützt.

Noch ist Linux Mint 18.3 Sylvia nicht offiziell auf der Projektseite freigegeben, jedoch stehen bereits seit zwei Tagen Images mit Cinnamon 3.6 oder MATE 1.18 in jeweils 32- oder 64-Bit auf dem Projektserver zum Download bereit. Als Grundlage kommt Kernel 4.10 aus dem Hardware-Enablement-Paket (HWE) für Ubuntu 17.04 Zesty Zapus zum Einsatz. Die Images mit den Desktops KDE Plasma und Xfce erscheinen traditionell einige Wochen später. Für KDE Plasma wird das der letzte Auftritt im Rahmen von Linux Mint sein, die Qt-Basis ist zu verschieden von den ansonsten benutzten Frameworks. Allerdings können Anwender die Pakete weiterhin aus dem Repository installieren, lediglich das Image fällt weg.

Software Manager generalüberholt

Für die Ausgabe 18.3 wurde der Software Manager völlig überarbeitet. Das Design wurde modernisiert, die Struktur logischer aufgebaut. Populäre Anwendungen werden am Kopf des Managers platziert. Auch der Code erhielt eine Überarbeitung; die Software ist nun leichter und schneller in der Anwendung. Das Backend wurde auf AptDaemon portiert, damit kann die Anwendung als User benutzt werden, bis ein Paket installiert werden soll. Dies braucht immer noch Root-Rechte.

Flatpak voll integriert

Das Paketsystem Flatpak wurde nun völlig im Mint integriert. Das Paket ist vorinstalliert und der Software Manager kann Flatpaks direkt von Flathub einbinden. Das erlaubt es, Anwendungen zu installieren, die ansonsten wegen nicht passender Abhängigkeiten in Mint nicht nutzbar wären. So lassen sich etwa aktuelle GNOME-Apps als Flatpak installieren, auch wenn die verwendete GTK-Version mit der in Mint verwendeten nicht übereinstimmt. Der Anwender kann weitere Flatpak-Repositories in den Software Manager einbinden.

Neues Backup-Konzept

Linux Mint hat für die aktuelle Ausgabe das Konzept der Backups überdacht. Das bisherige mintBackup wurde vereinfacht, dafür kam eine zweite Anwendung namens Timeshift hinzu, die wiederherstellbare Images einer Installation erstellt. Für die Sicherung des Home ist weiterhin mintBackup zuständig, beschränkt sich aber auch darauf. Dadurch benötigt das Tool keine Root-Rechte mehr.

Libinput, HiDPI und HybridSleep

Weitere Anpassungen betreffen Eingabegeräte. Hier sorgt nun standardmäßig Libinput für die Einbindung. Sollte es damit Probleme geben, kann der zuständige Treiber xserver-xorg-input-libinput entfernt werden. Nach einem Reboot übernimmt der Synaptics-Treiber wieder seine Aufgabe. HiDPI-Displays werden besser unterstützt, die Konfiguration ist standardmäßig aktiv. Mit HybridSleep wird eine Mischung von Sleep und Hibernate vor allem für Desktops eingeführt. Dabei wird der Inhalt des Arbeitsspeichers auf die Festplatte geschrieben und der Rechner in einen Stromsparmodus versetzt.

Downloads

  • Linux Mint Download

    4,5 Sterne

    Linux Mint ist ein auf Ubuntu basierendes Betriebssystem mit eigener Benutzeroberfläche.

    • Version 19.0 „Tara“ Deutsch