Destiny 2: Prestige-Inhalte nur noch mit DLC spielbar

Max Doll 118 Kommentare
Destiny 2: Prestige-Inhalte nur noch mit DLC spielbar

Destiny 2 erhält mit Curse of Osiris einen ersten DLC, der das Maximallevel anhebt. Im gleichen Zuge wird die Level-Voraussetzung für den Prestige-Raid und Nightfall-Strike erhöht. Besitzer des Hauptspiels wird damit Zugang zu diesen Inhalten praktisch verwehrt, weil die neue Forderung oberhalb des alten Maximallevels liegt.

Nicht mehr zugängliche Inhalte

Prestige-Aktivitäten sind Inhalte für das Endgame in Destiny 2 und richten sich an Spieler mit guter Ausrüstung und höchstem Level. Das Erreichen des angegebenen Mindestlevels ist zu ihrer erfolgreichen Bewältigung daher verpflichtend, zumal Gegner ansonsten deutlich weniger Schaden nehmen und erheblich höheren Schaden austeilen. Spieler mit zu geringem Level sind im Nachteil.

Damit wird auch der Erwerb der Schrotflinte Legend of Acrius Trials, die die Belohnung einer langen Questreihe ist, quasi unmöglich gemacht – was das Vorgehen von der ähnlichen Praxis in Destiny 1 unterscheidet, wo keine Gegenstände gestrichen wurden und zumindest eine Auswahl von Aktivitäten noch zugänglich war. Nun besteht lediglich die Möglichkeit, von zwei Käufern des DLCs durch den Raid getragen zu werden. Die Heroic Strikes und die Herausforderungen Trials of the Nine, die nun neue Karten enthalten können, lassen sich ebenfalls nicht länger spielen.

Nutzer unzufrieden mit Änderung und DLC

Weil schon wenige Monate, auf dem PC sogar nur sechs Wochen nach der Veröffentlicht Inhalte aus dem Hauptspiel gestrichen werden, äußern sich Käufer auf Reddit aktuell ungehalten. Die gereizte Stimmung wird zusätzlich verstärkt durch die erst vor wenigen Wochen aufgefallenen und mittlerweile entfernten versteckten Cooldowns beim Grinden von Engrammen und dem DLC selbst, der in den Augen vieler Spieler nicht genug Gegenwert für den Kaufpreis von 20 Euro bietet.

Curse of Osiris wird zudem mit wenig Begeisterung aufgenommen, die aktuelle Metacritic-Wertung von Nutzern liegt bei 1,6 von 10 Punkten. Kritisiert wird, dass die Spielzeit nur rund zwei Stunden betrage, Inhalte des ersten Destiny recycelt sowie neue Ideen und eine interessante Geschichte fehlen würden. Dies trägt ebenfalls zur aktuellen Unzufriedenheit mit dem Spiel bei.

Update 12.12.2017 09:51 Uhr

Bungie reagiert auf die Beschwerden der Spieler. Das Studio, das „einige Fehler“ einräumt, erklärt, man habe den Prestige-Schwierigkeitsgrad als Herausforderung für höchstrangige Spieler verstanden. Alte Inhalte hätten bei Erscheinen von Erweiterungen bedeutsam bleiben sollen, weshalb die Schwierigkeit angehoben worden sei.

Schon mit dem heutigen Update des Spiels auf Version 1.1.1.1 wird der Prestige-Raid wieder das alte Power-Level voraussetzen, die Belohnungen werden dementsprechend angepasst. Trials of the Nine wird ebenfalls wieder zugänglich. In Wochen, in denen keine DLC-Karte Bestandteil der Herausforderungen ist, steht der Modus allen Spielern offen. Spezielle Belohnungen, die den Besitz eines DLCs voraussetzen, erhalten Besitzer des Basisspiels nicht. Für den Nightfall-Strike gilt im Wesentlichen das Gleiche; die Prestige-Version steht allerdings nur Besitzern des DLCs zur Verfügung, weil sie sich am neuen Lichtlevel ausrichtet. Zeitlich limitierte Veranstaltungen sollen ebenfalls wieder für alle Spieler zur Verfügung stehen, Errungenschaften und Quests können auch ohne den DLC vollständig absolviert werden.

In den kommenden Wochen will Bungie zudem die Einführung eines dritten Schwierigkeitsgrads prüfen. Dadurch besteht die Möglichkeit, alte Inhalte an neue Level-Grenzen anzupassen ohne sie für andere Spieler zu streichen.