Acer-Monitore zur CES: Üppige Flaggschiffe, wenig Überraschung

Michael Günsch 39 Kommentare
Acer-Monitore zur CES: Üppige Flaggschiffe, wenig Überraschung
Bild: Acer

3.440 × 1.440 Pixel mit bis zu 200 Hz und G-Sync HDR oder 95 Prozent vom DCI-P3-Farbraum bei minimaler Farbabweichung: Die Spezifikationen der neuen Acer-Monitore für Spieler und Profis lesen sich eindrucksvoll. Die meisten Modelle waren aber schon bekannt, nur der Predator X34P ist neu – oder zumindest eine Neuauflage.

Acer Predator X34P ist krummer als die Vorgänger

Nach X34 und X34A bringt Acer eine neue Variante des Curved-Gaming-Monitors der Predator-Serie für Spieler. Der Neuling nennt sich Predator X34P und hat mit den Vorgängern nicht nur die gekrümmte Bildfläche, die IPS-Panel-Technik und die Display-Diagonale von 34 Zoll gemein. Die Krümmung fällt allerdings nun mit dem engeren Radius von 1,9 Metern statt 3,8 Metern deutlich stärker aus.

Acer Predator X34P

Erneut beträgt die Auflösung 3.440 × 1.440 Pixel im 21:9-Format, was weitläufig als UWQHD bezeichnet wird. Ebenso wird auch wieder Nvidia G-Sync unterstützt. Die native Bildwiederholrate liegt laut Acer bei 100 Hz, die Vorgänger erreichten dies erst durch Übertaktung. Via Overclocking sollen nun bis zu 120 Hz erreicht werden, was aber unter Umständen Bildfehler verursacht, worauf Acer in einer Fußnote hinweist: „Bei der Übertaktung von IPS-Panel kann es zu Bildfehlern kommen.

Kaum Neuerungen zum gewohnten Preis

Mit HDMI 1.4, DisplayPort 1.2, viermal USB 3.0, integrierten Lautsprechern und in der Höhe verstellbarem Standfuß lesen sich auch diese Punkte identisch zu den älteren Modellen. Von Neuerungen wie einer HDR-Zertifizierung ist keine Rede. Auf den ersten Blick wirkt der Acer Predator X34P somit wie ein neuer Aufguss der Vorgänger mit stärkerer Krümmung und leichten Änderungen am Design. Ein ausführliches Datenblatt liegt zur Stunde noch nicht vor, um diese Aussage zu untermauern.

Preislich tritt der Predator X34P ebenfalls in die Fußstapfen des Vorgängers: Ab Mitte Januar soll der Monitor zum Preis von 1.099 Euro (UVP) erhältlich sein.

Acer Predator X35 kommt erst im zweiten Quartal

In der Berichterstattung von ComputerBase ein fast schon alter Bekannter ist der Predator X35. Denn den 35-Zoll-Bildschirm hatte Acer bereits zur IFA 2017 im August im Detail vorgestellt. Die wesentlichen Eckdaten sind das gewölbte VA-Panel, 3.440 × 1.440 Pixel, hohe 200 Hz und „G-Sync HDR“. In diesem Fall bedeutet letzteres eine aufwendige Hintergrundbeleuchtung: Das LED-Backlight ist in 512 Zonen unterteilt, die sich separat regulieren lassen – das sogenannte Local Dimming. In Kombination mit einer Helligkeit von 600 cd/m² bis zu 1.000 cd/m² in der Spitze, sollen Inhalte mit hohem Dynamikumfang (HDR) ausgegeben werden. Mit Hilfe von Quantum Dots sollen 90 Prozent des DCI-P3-Farbraums abgedeckt werden. Mehr Details liefert der Bericht zum Predator X35 aus dem August.

Acer Predator X35

Ursprünglich sollte der X35 schon im ersten Quartal 2018 erscheinen, doch inzwischen nennt Acer das zweite Quartal 2018. Nach wie vor unbekannt ist der Preis. Angesichts der in vielen Punkten deutlich üppigeren Ausstattung wird das Preisniveau aber deutlich höher als beim Predator X34P liegen.

Acer Predator X35
LCD-Panel VA (curved 1800R, matt)
Backlight LED mit Local Dimming in 512 Zonen
(flimmerfrei?, Quantum Dots)
Diagonale 35 Zoll
Auflösung 3.440 × 1.440 (200 Hz)
FreeSync/G-Sync G-Sync
Seitenverhältnis 21:9
Kontrast (statisch) 2.500:1
Helligkeit max. 600 cd/m² (typisch)
1.000 cd/m² (peak)
Farbtiefe k. A.
Farbraum DCI-P3: 90 %
Blickwinkel (horizontal/vertikal) 178°/178°
Reaktionszeit 4 ms (Grau-zu-Grau)
Videoeingänge HDMI 2.0, DisplayPort 1.4
Audio ?
USB ?
Ergonomie Display höhenverstellbar, neigbar, VESA-Aufnahme (100 × 100 mm)
Leistungsaufnahme ?
Sonstiges HDR, ULMB?, Game-Profile
Preis (UVP) ?
Verfügbarkeit Q2 2018

Acer ProDesigner PE320QK und PE270K

Das erste Quartal 2018 als genannten Termin soll der ebenfalls bereits vorgestellte PE320QK hingegen nicht verfehlen. Der an Profis im Bereich der Bildbearbeitung gerichtete 32-Zoll-Monitor soll ab März 2018 zum Preis von rund 1.040 Euro (UVP) verfügbar sein. Ultra-HD-Auflösung, 10 Bit Farbtiefe, USB Typ C und ein großes Farbspektrum (95 % DCI-P3) sind die wesentlichen Schlagworte.

Acer ProDesigner PE320QK

Neu ist dagegen die kleinere Variante ProDesigner PE270K, die die gleiche Auflösung auf 27 Zoll Bilddiagonale bannt. Für beide Modelle nennt Acer eine hohe Farbtreue: Mit einem Delta-E-Wert kleiner als Eins sollen nur minimale Abweichungen vorliegen. Dies setzt eine gründliche Farbkalibrierung ab Werk voraus. Der PE270K soll ebenfalls ab März für 740 Euro (UVP) den Handel erreichen. Beide ProDesigner-Modelle unterstützen AMD FreeSync.

Acer ProDesigner PE320QK
LCD-Panel IPS (flach, matt)
Backlight LED (flimmerfrei)
Diagonale 31,5 Zoll
Auflösung 3.840 × 2.160 (60 Hz)
FreeSync/G-Sync FreeSync
Seitenverhältnis 16:9
Kontrast (statisch) k. A.
Helligkeit max. 550 cd/m²
Farbtiefe 10 Bit (8 Bit + FRC)
Farbraum DCI-P3: 95 %, sRGB: 130 %
Blickwinkel (horizontal/vertikal) 178°/178°
Reaktionszeit 4 ms
Videoeingänge DisplayPort 1.2, 2 × HDMI 2.0, USB Typ C
Audio Ausgang, Lautsprecher (2 × 2 W, optional)
USB USB Typ C (Power Delivery bis 85 W), 4 × „USB 3.1“
Ergonomie neigbar (-5°/+20°), höhenverstellbar (115 mm), schwenkbar (+/-45°)
Leistungsaufnahme ?
Sonstiges HDR, Lichtschutzblende, VESA (100 mm)
Preis (UVP) 1.039,90 Euro
Verfügbarkeit März 2018