Logitech G560: Das 2.1-Soundsystem, das auch die Wand beleuchtet

Jan-Frederik Timm 147 Kommentare
Logitech G560: Das 2.1-Soundsystem, das auch die Wand beleuchtet
Bild: Logitech

Was unterscheidet ein 2.1-Soundsystem aus Logitechs G-Serie von einem der bekannten Modelle des Herstellers? Mit dem G560, dem ersten seiner Art, liefert der Hersteller die Antwort: Es sind die RGB-LEDs, die Schreibtisch und Wand passend zum jeweiligen Bildschirminhalt beleuchten.

Lightsync lässt Satelliten wie Spiele leuchten

Mit Logitech G richtet sich der Hersteller an Spieler. Bisher gab es im Bereich Audio aber nur Headsets unter dieser Marke. Mit dem neuen Logitech G560 bestehend aus zwei Satelliten und einem Subwoofer nach Downfire-Prinzip ändert sich das jetzt.

Zwei Aspekte hebt Logitech beim G560 besonders hervor: Die hohe Leistung (120 Watt RMS) und die Integration von RGB-LEDs. Und parallel mit dem Boxensystem kündigt Logitech auch die Softwareplattform Lightsync an. Mit ihr lassen sich kompatible Logitech-G-Endgeräte nicht nur miteinander sondern auch mit dem Bildschirminhalt synchronisieren. Eine API für Entwickler gibt es auch. Der Einsatz der konfigurierbaren Lichteffekte im G560 geht auf dieser Basis weit über die Konfiguration des Logitech-G-Logos wie beispielsweise bei Mäusen hinaus.

Die RGB-LED-Beleuchtung findet sich in den beiden Satelliten. Zum einen in Form kleiner versteckter und eher punktuell leuchtender Dioden, die den Standfuß anstrahlen. Zum anderen in Form je einer im weiten Winkel abstrahlenden LED auf der Rückseite. Diese beiden Lampen dienen dazu, Tisch und Wand passend zu beleuchten. Was passt, kann dabei entweder der Anwender selber festlegen, oder vom aktuellen Bildschirminhalt beeinflusst werden. Hier gibt es abermals zwei Möglichkeiten: Entweder lässt der Anwender Logitechs Software den Bildschirminhalt in vier manuell festgelegten Bereichen überwachen, oder die Anwendung spricht per API direkt mit dem System. Erste Spiele nutzen diese Technik bereits.

Die ersten Spiele mit Lightsync-Unterstützung
Die ersten Spiele mit Lightsync-Unterstützung (Bild: Logitech)

Angesprochen werden kann das System über USB, 3,5 mm Klinke und Bluetooth. Der Wechsel zwischen allen drei Quellen ist verzögerungsfrei möglich. Auch bei der Wiedergabe über Klinke und Bluetooth lassen sich Soundausgabe und RGB-Beleuchtung synchronisieren, dann allerdings nach einem vorgegebenen Muster: Leise Töne lassen das Licht pulsieren, laute flackern.

Ersteindruck: Sehr interessant

Auf einer Veranstaltung in Hamburg konnte ComputerBase vorab einen Eindruck zu dem System gewinnen. Und die Beleuchtung weckte in der Tat großes Interesse, auch wenn oder gerade weil sie vor Ort auf den grauen Wänden nicht an die auf den PR-Fotos vermittelte Brillanz heranreichte. Anhand eines Testmusters, das sich bereits im Zulauf befindet, wird ComputerBase aber noch vor dem Marktstart zu einem eindeutigen Fazit kommen. Der mit dem G560 verzerrungsfrei erreichbare Geräuschpegel war hingegen ohne Zweifel sehr hoch. Ein Vergleich steht aber auch hier noch aus.

Das Logitech G560 soll im April 2018 auf den Markt kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 249 Euro.

Razer setzt auf Philips Hue

Neu ist die Idee, die Beleuchtung am Rechner vom Bildschirminhalt abhängig zu machen, auch am PC indes nicht. Razer setzt seit Anfang 2018 dafür auf eine Kooperation mit Philips (YouTube) – die in der Farbe einstellbaren Lampen der Serie Hue lassen sich dafür über Razers Chroma-Software ansprechen.