„Get it done!“: Trump will Smartphone-Hersteller ZTE retten

Frank Hüber 71 Kommentare
„Get it done!“: Trump will Smartphone-Hersteller ZTE retten
Bild: ZTE

Nachdem ZTE mitgeteilt hatte, wegen des Export-Banns der USA die eigenen Geschäfte weitgehend einstellen zu müssen, hat sich nun US-Präsident Trump eingeschaltet und ist dem chinesischen Telekommunikationsunternehmen überraschend zur Seite gesprungen, um es zu retten.

Vor weiteren Verhandlungen im Handelsstreit über Zölle und Restriktionen zwischen den USA und China hat Trump via Twitter verkündet, dass er zusammen mit Chinas Präsident Xi Jinping an einer Lösung arbeite, damit der Smartphone-Hersteller ZTE zurück ins Geschäft kommen könne. Als Grund nennt US-Präsident Trump, dass durch die Aufgabe der Geschäfte durch ZTE zu viele Arbeitsplätze in China bedroht seien – ZTE beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiter. Er habe deshalb das US-Handelsministerium angewiesen „das hinzukriegen“.

Auch US-Unternehmen erleiden Schaden durch Export-Verbot

Der zuvor von den USA verhängte Export-Bann für US-Unternehmen an ZTE für die Dauer von sieben Jahren hatte dafür gesorgt, dass ZTE die meisten Produkte nicht mehr herstellen konnte. Denn sowohl die Hardware wie etwa SoCs von Qualcomm und Intel als auch Software wie das Android-Betriebssystem von Google fielen unter das Export-Verbot, das die USA aufgrund von Verstößen gegen das gegenüber ZTE verhängte Exportverbot nach Nordkorea und Iran in Kraft gesetzt hatten. Von dem Export-Bann ist aber nicht nur ZTE selbst betroffen, sondern eben auch die US-Unternehmen, denen der Handel untersagt wurde, was ebenfalls ein Grund für das Einlenken von US-Präsident Trump sein könnte.

Rettung, trotz Warnung vor chinesischen Unternehmen

Der via Twitter verkündete Schritt, ZTE helfen zu wollen, steht im Widerspruch zur bisher proklamierten Haltung der aktuellen US-Regierung gegenüber chinesischen Telekommunikations- und Netzwerkanbietern. So warnt die US-Regierung nicht nur vor dem Einsatz von Smartphones von Huawei und ZTE, sondern überlegt auch, das 5G-Mobilfunknetz zu verstaatlichen, damit keine Hardware von chinesischen Netzausrüstern eingesetzt wird, die so Zugriff auf die Infrastruktur der USA erhalten könnten.