Serviceprogramm: Apple gesteht Fehler bei MacBook‑Tastaturen ein

Jan Lehmann 191 Kommentare
Serviceprogramm: Apple gesteht Fehler bei MacBook‑Tastaturen ein
Bild: Apple

Apple gesteht Fehler hinsichtlich der Butterfly-Tastaturen des MacBook und MacBook Pro ein und richtet zugleich ein Serviceprogramm für betroffene Modelle ein. Bereits seit 2015 berichten Nutzer über Probleme mit der Tastatur, die in den USA sogar in einer Sammelklage mündeten.

Der Butterfly-Mechanismus erlaubt zwar eine geringere Bauhöhe, wird jedoch bereits durch kleinste Partikel, die sich unter die Tasten setzen, blockiert. Die Probleme äußern sich durch das wiederholte Ausgeben von Zeichen oder einem Druckwiderstand. Außerdem können sich Tasten festhängen oder reagieren gar nicht auf Eingaben.

Kostenloser Service für 9 Modelle

Wird ein Problem mit der Butterfly-Tastatur festgestellt, kann der Nutzer sich fortan kostenlos an einen Apple Store oder einen autorisierten Apple-Service-Partner wenden. Die Leistung umfasst die Untersuchung sowie den Austausch einzelner oder mehrerer Tasten oder der gesamten Tastatureinheit. Das Serviceprogramm umfasst insgesamt neun MacBook-Modelle:

  • MacBook (Anfang 2015)
  • MacBook (Anfang 2016)
  • MacBook (2017)
  • MacBook Pro (13", 2016, zwei Thunderbolt 3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13'', 2017, zwei Thunderbolt 3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13", 2016, vier Thunderbolt 3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13", 2017, vier Thunderbolt 3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (15'', 2016)
  • MacBook Pro (15'', 2017)
Butterfly-Tasten des MacBook
Butterfly-Tasten des MacBook (Bild: Apple)

Apple verweist indes darauf, dass übrige, bestehende Schäden des MacBooks, die der Reparatur der Tastatur im Wege stünden, zuerst repariert werden müssten. Dies kann in manchen Fällen mit Kosten verbunden sein. Ungeklärt bleibt die Frage, wie Apple dem Problem für die Zukunft entgegenwirken will und ob es sich bei den ausgetauschten Tasten um überarbeitete Versionen handelt, damit das Problem nicht erneut auftritt.

Eingeständnis nach gut drei Jahren

Bislang fiel das aufgeführte Problem nicht unter die Gerätegarantie, sodass betroffene Nutzer eine Reparatur in Gänze selbst tragen mussten. Für eine Reparatur wurden einigen Petenten teils Kostenvoranschläge in Höhe von rund 700 Euro in Aussicht gestellt. Da eine Reparatur im Apple Store jedoch keine Garantie für eine dauerhafte Besserung ist, sehen sich einige Käufer bereits wenige Wochen nach der kostspieligen Reparatur wieder mit denselben Problemen konfrontiert. Der Unmut mündete in Schadensersatz- und Sammelklagen. Zudem wurde eine Petition zum Rückruf aller MacBooks ab 2015 ins Leben gerufen.