Rainbow Six: Siege: Ubisoft lässt bei Teamkills automatisch bannen

Fabian Vecellio del Monego 116 Kommentare
Rainbow Six: Siege: Ubisoft lässt bei Teamkills automatisch bannen
Bild: Ubisoft

Mit dem Update Y3S3.1 verschärft der französische Publisher Ubisoft die Handhabung von Teamplay-Vergehen im Ego-Shooter drastisch. Ziel der Änderung sei es, der häufig toxischen Atmosphäre in der Spielergemeinschaft des Titels entgegenzuwirken. Die neuen Maßnahmen stoßen allerdings auch auf Ablehnung aus der Community.

Konsequentere und einheitlichere Strafen

Im Taktik-Shooter Rainbow Six: Siege spielen zwei Teams gegeneinander, um Terroranschläge entweder zu verhindern oder durchzuführen. Jeder Spieler hat dabei nur ein Leben, was es umso frustrierender macht, falls sich ein Teammitglied aus Versehen oder gewollt gegen die eigenen Mitstreiter richtet. Bisher fielen die automatischen Strafen für Teamkills je nach Modus unterschiedlich aus: In regulären Runden wurden Spieler nach zwei vollstreckten Teamtötungen zurück ins Hauptmenü versetzt, eine halbstündige Zeitstrafe gab es nur bei gewerteten Spielen.

Fortan will Ubisoft härter durchgreifen: Beim ersten Verstoß eines Spielers, der nach wie vor bei zwei Teamkills gegeben ist, verliert dieser – unabhängig von der Art des gespielten Modus – die Partie, wird aus dem Match geworfen und für eine halbe Stunde vom Matchmaking sämtlicher Modi ausgeschlossen. Wiederholungstätern drohen gestaffelt weitere temporäre Banns, beim fünften Verstoß werden Teamkiller automatisch für eine Woche ausgeschlossen. Ubisoft weist allerdings darauf hin, dass die Statistik zurückgesetzt wird, falls Spieler nicht mehr negativ auffallen; wann dies geschieht, wurde jedoch nicht verraten. Durch die neuen Regelungen will der Publisher auch der Verwirrung durch die bisher unterschiedlichen Strafmaße vorbeugen und für mehr Kohärenz sorgen.

Reaktionen der Spieler fallen gemischt aus

Während der Großteil der Spielergemeinde die Reddit-Ankündigung der Neuerungen begrüßt, gibt es auch negative Stimmen: Das automatisch auslösende System könne nicht zwischen tatsächlich intendierten Teamkills und etwaigen Versehen, die auf Grund häufiger Kämpfe auf engem Raum des Öfteren vorkämen, unterscheiden. Zudem sei es in bestimmten Situationen mitunter taktisch klug, ein bereits schwer verletztes Teammitglied zu töten, um dem Gegner Boni zu verwehren. Viele Spieler wünschen sich daher die Möglichkeit, Teamkiller per Abstimmung vom Ausschluss bewahren zu können.

Das Update Y3S3.1 erschien am 18. September 2018 für die PC-Version des Spiels, die Aktualisierung für die Konsolenadaptionen folgte am Tag darauf. Die vollständigen Patch Notes finden sich auf der Website des Titels.