Chrome-Browser: Google will Manipulation des Zurück-Buttons verhindern

Aljoscha Reineking 61 Kommentare
Chrome-Browser: Google will Manipulation des Zurück-Buttons verhindern

Schadhafte Webseiten könnten den Zurück-Button in Chrome so manipulieren, dass dieser nicht ordnungsgemäß funktioniert. Die Entwickler des Chrome-Browsers wollen dem Button seine eigentliche Funktion wiedergeben und eine Manipulation verhindern.

History-Manipulation mit Chrome-Browser bald nicht mehr möglich

Laut den Entwicklern des Chrome-Browsers wird bei einigen Webseiten vermehrt auf eine sogenannte „History-Manipulation“ zurückgegriffen, um die eigentliche Funktion des Zurück-Buttons zu verhindern und den Besuch der vorherigen Webseite zu erschweren.

Mittels einer doppelten Weiterleitung auf die Ziel-URL lässt sich die History-Manipulation technisch sehr leicht umsetzen. Die Betreiber erhoffen sich durch die Manipulation, dass der Besucher auf der Webseite verbleibt und erhalten zusätzlich sogar noch einen weiteren Abruf der Webseite, sodass eventuelle Werbeeinblendung zusätzliche Einnahmen genieren können.

Doppel-Klick auf den Zurück-Button löst das Problem

Die zweifache Weiterleitung kann relativ einfach umgangen werden, indem der Zurück-Button zweimal hintereinander schnell gedrückt wird. Auf diesem Wege gelangt der Anwender trotz der Manipulation auf die vorherige Webseite. Da direkt nicht ersichtlich ist, ob eine History-Manipulation vorliegt, wird diese Methode dennoch von vielen Nutzern als äußerst nervig empfunden. Darüber hinaus muss der Anwender oftmals sehr schnell reagieren, um die Webseite mit der Weiterleitung zu überspringen. Alternativ kann die vorherige Webseite auch immer aus der Chronik heraus besucht werden.

Chrome arbeitet an eigener Lösung

Die Entwickler des Chrome-Browsers arbeiten nun an einer eigenen Lösung für das Problem der History-Manipulation. Dabei sollen Webseiten markiert werden, welche eine Manipulation des Zurück-Buttons vornehmen.

Unklar ist dabei, wie der Chrome-Browser die Webseiten erkennen will, welche auf die Methode zurückgreifen. Die Schwierigkeit liegt darin, bestimmte Webseiten zu überspringen und dabei zu ermitteln, welche Webseiten tatsächlich auf die History-Manipulation zurückgreifen. Viele Webseiten nutzen eine ähnliche Weiterleitung beispielsweise, um auf eine für Smartphones optimierte Webseite weiterzuleiten.

Erwartet wird, dass die neue Funktion in dem nächsten Nightly-Release von Chrome Canary integriert wird.