Soziales Netzwerk: Google+ schließt nach neuer Lücke jetzt noch schneller

Aljoscha Reineking 21 Kommentare
Soziales Netzwerk: Google+ schließt nach neuer Lücke jetzt noch schneller
Bild: mohamed_hassan | CC0 1.0

Die Einstellung des sozialen Netzwerks Google+ zu August 2019 wurde bereits im Oktober offen kommuniziert. Nach einer weiteren Sicherheitslücke in der API-Schnittstelle soll das soziale Netzwerk jetzt allerdings noch schneller vom Netz genommen werden, als es bislang angekündigt worden war.

Datenleck führt zur Abschaffung von Google+

Im gegenüber Facebook wenig erfolgreichen sozialen Netzwerk Google+ war im März 2018 eine erhebliche Sicherheitslücke in der API entdeckt worden, die E-Mail-Adressen, Namen und weitere Informationen der Anwender gegenüber Apps von Drittanbietern offenlegte, ohne dass eine Zustimmung der Anwender erfolgt war. Ausgenutzt wurde das Datenleck nach Angaben des Unternehmens zwar bis dahin nicht und die Lücke geschlossen, das Unternehmen informierte Anwender allerdings erst im Oktober 2018 darüber. Von der Veröffentlichung hatte die Rechtsabteilung des Konzerns abgeraten. Das nur von wenigen Anwendern aktiv genutzte Netzwerk sollte daraufhin im August 2019 endgültig abgeschafft werden.

Weiterer Fehler sorgt für frühere Schließung des Dienstes

Ein weiterer Fehler in der API von Google+ sorgt nun jedoch für ein noch viel frühzeitigeres Aus des Dienstes. Alphabet plant, das soziale Netzwerk bereits im April 2019 komplett einzustellen. Die APIs sollen sogar schon innerhalb der nächsten 90 Tage vom Netz genommen werden.

Auch der neue Fehler erlaubte den API-Zugriff auf als nicht öffentlich markierte Informationen des Anwenders. Das Leck betraf rund 52,5 Millionen Nutzer des sozialen Netzwerks.

Der Fehler wurde mit den Neuerungen des November-Updates bei internen Tests entdeckt und inzwischen behoben. Auch diese Lücke sei noch nicht ausgenutzt worden. Für den Konzern ist die neue Lücke in derselben Schnittstelle nach dem PR-Gau im Oktober dennoch ein Problem.

Bis zu der endgültigen Einstellung des Dienstes haben Anwender die Möglichkeit, die selbst auf der Plattform hinterlegten Informationen zu sichern und herunterzuladen.