Thermaltake WaterRAM: DDR4-RAM mit RGB-LEDs und Wasserkühlung

Thomas Böhm 47 Kommentare
Thermaltake WaterRAM: DDR4-RAM mit RGB-LEDs und Wasserkühlung
Bild: Thermaltake

Thermaltake steigt zur CES 2019 nicht nur in das Speichergeschäft ein, sondern stattet das erste eigene DDR4-Kit gleich mit Wasserkühlung und Beleuchtung aus. Der WaterRAM getaufte Arbeitsspeicher kommt mit einem Kühlblock für Custom-Wasserkühlungen und wird zusätzlich durch RGB-LEDs beleuchtet.

37 Prozent kühler mit Wasser

Der WaterRAM von Thermaltake bietet im Paket, was Wakü-Enthusiasten ansonsten bei mehreren Herstellern kaufen müssen: Die DDR4-Speichermodule beinhalten im Lieferumfang einen Wasserkühler, der nach der Installation des Arbeitsspeichers mit dessen Heatspreader verschraubt wird. So will Thermaltake bei der Verwendung einer Custom-Wasserkühlung die Temperatur des Speichers um 37 Prozent senken: Von 48 °C ohne Heatspreader sinkt die Speichertemperatur nach Messungen des Herstellers im Betrieb auf 30 °C.

Dass DDR4-RAM bei weniger als 50 °C keine besondere Kühlung benötigt, zeigt Thermaltake aber indirekt selbst, indem auf einem Produktfoto nur einer von zwei WaterRAM-Wasserkühlern in die gezeigte Custom-Wakü integriert wird. Neben der Verwendung mit Wasserkühler lässt sich der RAM auch ohne Flüssigkühlung und nur mit den verbauten Aluminium-Heatspreadern betreiben. Der Kühleffekt der Heatspreader ist nach den Messwerten des Herstellers gering: knapp 46 °C anstelle von 48 °C sollen die Speichermodule inklusive Heatspreader, aber ohne Wasserkühler erreichen.

Beleuchtung im (eigenen) Ökosystem

Die LED-Beleuchtung des WaterRAM nutzt adressierbare Dioden mit 5 V Betriebsspannung, die von einem mitgelieferten Controller angesteuert werden. Über eine USB-Verbindung werden per Software neben weiteren Thermaltake-Produkten auch Razer Chroma und Sprachsteuerung via Amazon Alexa Voice unterstützt. Kompatible Mainboards können die LEDs im Wasserkühler auch direkt per RGB-Header (Test) ansteuern.

Im WaterRAM kommt RAM nach dem Standard DDR4-3200 zum Einsatz. Versteckt unter Wasserkühler und Heatspreadern arbeiten Speicherchips von SK Hynix bei 1,35 V mit Latenzen von 16-18-18-38. Der Speicher kann in Kits zu 16 und 32 GB erstanden werden, wobei die Einzelmodulgröße immer 8 GB beträgt. Die Preisempfehlung im Shop des Herstellers liegt bei 300 Euro für das kleinere Kit und 490 Euro für 4x8 GB. „Klassischer“ RAM ist bei gleicher Frequenz bereits ab unter 8 Euro pro GB erhältlich. Die Speicherkosten verdoppeln sich also beim WaterRAM.