VirtualLink: Nvidia reicht USB-Typ-C-Unterstützung für Linux nach

Aljoscha Reineking 5 Kommentare
VirtualLink: Nvidia reicht USB-Typ-C-Unterstützung für Linux nach
Bild: Google

Nvidia hat für die neuen Grafikkarten der Turing-Generation die passenden Treiber und Firmware aktualisiert, damit der USB-Typ-C-Anschluss unter Linux genutzt werden kann. Dabei soll es sich um die erste Vorbereitung für die VirtualLink-Unterstützung handeln.

Linux-Kernel 4.20 mit voller USB-Typ-C-Unterstützung

Der neueste Linux-Kernel in Version 4.20 nutzt einen I2C-Bus-Treiber, welcher zur Kommunikation zwischen dem USB-C-Controller und der neu verfügbaren, signierten Firmware von Nvidia genutzt wird, um den Port ordnungsgemäß anzusprechen.

Nvidia hat die erste Vorarbeit für den VirtualLink bei den Turing-Grafikkarten für Linux veröffentlicht. Mit einer signierten Firmware, welche unter Linux verwendet werden kann, wird der Weg für den neuen Standard geebnet. Bei dem VirtualLink handelt es sich um einen USB-Typ-C-Anschluss, welcher mit einem Controller des Zulieferers Cypress zu Werke geht. Eine signierte Firmware ist bei den Grafikkarten von Nvidia Voraussetzung, um diese unter Linux mit freien Treibern verwenden zu können.

Freier Treiber mit UCSI-Unterstützung

Zusätzlich zu der neuesten Kernel-Version und dem I2C-Interface kann der neue Treiber mit UCSI-Unterstützung (USB Typ C Connector System Software Interface) aufwarten. Diese ermöglicht es, den Controller anzusteuern, welche für den USB-Typ-C-Port genutzt wird.

Das Zusammenspiel der freien Treiber mit der Firmware ermöglicht es dem Betriebssystem auszulesen, ob Dateien über den USB-Typ-C-Anschluss einer Turing-Grafikkarte gesendet oder empfangen werden, was eine grundsätzliche Voraussetzung von VirtualLink darstellt.

VirtualLink – Ein Alternate Mode für USB Typ C

Mit VirtualLink bieten Grafikkarten einen eigenen Anschluss für kommende VR-Headsets an. Während bisherige VR-Headsets meist auf Lösungen mit mehreren USB-3.0-Anschlüssen für die Kommunikation mit der Software und einem HDMI-Anschluss für die Ausgabe des Bildes setzen, sollen künftige Varianten mit VirtualLink alle Daten über einen Anschluss erhalten. Darüber hinaus soll der VirtualLink über die USB-Typ-C-Schnittstelle die VR-Headsets auch mit ausreichend Strom versorgen, sodass ein komplettes VR-Headset mit nur einem Kabel an einem kompatiblen PC betrieben werden kann.

VirtualLink wird als Standard bereits von einem breiten Konsortium aus Grafikkarten-, Software- und Headset-Herstellern unterstützt, zu diesen gehören unter anderem AMD, Microsoft, Nvidia, Oculus und Valve.

Für VirtualLink werden vier HBR3-Lanes (High Bit Rate 3) genutzt, was theoretisch ausreicht, um ein 4K-Panel bei 120 Hz anzusprechen.