True Tone, Touch Bar, CPUs: Apple wertet MacBook Air und MacBook Pro auf

Nicolas La Rocco 70 Kommentare
True Tone, Touch Bar, CPUs: Apple wertet MacBook Air und MacBook Pro auf
Bild: Apple

Apple bietet ab sofort Neuauflagen des MacBook Air und des günstigsten MacBook Pro an. Beim MacBook Air hat Apple den Preis reduziert und das Retina-Display um die True-Tone-Funktion ergänzt. Fortan ist jedes MacBook Pro mit Touch Bar und Touch ID ausgestattet, außerdem wechselt Apple von Dual-Core- auf Quad-Core-Prozessoren.

Das neue MacBook Air kostet in der Basiskonfiguration jetzt 1.249 Euro anstatt 1.349 Euro. An der Ausstattung hat sich mit Ausnahme der Veränderung am Display, das jetzt True Tone für einen automatischen Weißabgleich unterstützt, nichts verändert.

Das kleinste MacBook Air kommt mit 2.560 × 1.600 Pixeln auf 13,3 Zoll, Intel Core i5-8210Y, 8 GB LPDDR3 und 128 GB großer SSD. Abseits des regulären Basispreises bietet Apple das Notebook für Studenten zu einem reduzierten Preis an.

MacBook Pro immer mit Touch Bar

Umfangreicher fallen die Veränderungen beim MacBook Pro aus, wobei von den Veränderungen ausschließlich die bislang günstigste Variante betroffen ist, die seit der Vorstellung des MacBook Pro mit Touch Bar und Touch ID ohne diese beiden Merkmale auskommen musste und lediglich mit Dual-Core- statt Quad-Core-Prozessoren angeboten wurde. Außerdem wird dieses MacBook Pro trotz gleichen Gehäuses nur mit zwei statt vier Anschlüssen für Thunderbolt 3 angeboten, wobei sich daran auch mit der heutigen Aktualisierung nichts verändert hat.

Zum unveränderten Basispreis von 1.499 Euro bietet jetzt auch das 13,3 Zoll große MacBook Pro mit zweimal Thunderbolt 3 eine Touch Bar mit integriertem Touch-ID-Sensor. Das Modell mit regulärer Tastatur hat Apple aus dem Sortiment genommen.

Bisher unbekannte Quad-Core-Prozessoren von Intel

Die Dual-Core-Prozessoren von Intel tauscht Apple gegen Quad-Core-Modelle, wobei deren genaue Bezeichnungen noch nicht bekannt sind. Mit den von Apple genannten Spezifikationen sind in der Produktdatenbank von Intel keine passenden CPUs zu finden. Im Basismodell kommt ein Core i5 mit 1,4 GHz Basistakt und 3,9 GHz Boost-Takt, 128 MB eDRAM und Iris Plus Graphics 645 zum Einsatz. Darüber rangiert ein bislang unbekannter Core i7 mit 1,7 GHz Basistakt und 4,5 GHz Boost-Takt sowie 128 MB eDRAM. Die Grafikeinheit ist erneut die unbekannte Iris Plus Graphics 645.

Der Basistakt spricht in beiden Fällen für einen Whiskey-Lake-U-Prozessor der 15-Watt-Klasse. Im teureren MacBook Pro mit 13,3 Zoll kommen hingegen 28-Watt-CPUs der Familie Coffee Lake-U zum Einsatz, zum Beispiel der Core i5-8279U. Endgültig klären lässt sich das erst mit Aufnahme der neuen Prozessoren in Intels Produktdatenbank.

MacBook nicht mehr bei Apple erhältlich

Im Zuge der heutigen Aktualisierung des MacBook Air hat Apple das normale MacBook ohne weiteren Namenszusatz aus dem Sortiment genommen. Dem zuletzt im Sommer 2017 aktualisierten Notebook mit 12-Zoll-Display fehlten Features wie Thunderbolt 3, die Touch Bar samt Touch ID, Intels aktuelle Quad-Core-Prozessoren und True Tone für das Display. Auch das alte MacBook Air ohne Retina-Display gibt es jetzt nicht mehr.

Update 12.07.2019 13:26 Uhr

Mittlerweile sind die beiden neuen Prozessoren des Einstiegsmodell des MacBook Pro mit 13 Zoll in Intels Produktdatenbank Ark zu finden. Erneut handelt es sich um speziell für Apple angepasste CPUs, die bisher bei keinem anderen OEM zu finden sind.

Die Variante mit 1,40 GHz Basistakt und 3,90 GHz Boost-Takt heißt Core i5-8257U und bietet als Besonderheit die Iris Plus Graphics 645 mit 128 MB eDRAM. Obwohl der Prozessor mit fixer TDP von 15 Watt auf den ersten Blick der Familie Whiskey Lake-U zugeordnet werden kann, gehört er aufgrund der Grafikeinheit dann aber doch zur Coffee-Lake-Familie.

Das gilt auch für den optional nur in diesem Notebook von Apple angebotenen Core i7, dessen genaue Bezeichnung i7-8557U lautet. Die CPU bietet 1,70 GHz Basis- und 4,50 GHz Boost-Takt sowie ebenfalls eine Iris Plus Graphics 645 mit 128 MB eDRAM, die hier aber 100 MHz höher als im Core i5-8257U takten darf.