Crowdfunding: Everspace 2 fragt für Freelancer-Spiel nach Geld

Max Doll 69 Kommentare
Crowdfunding: Everspace 2 fragt für Freelancer-Spiel nach Geld
Bild: Rockfish Games

Der zweite Teil des Arcade-Space-Shooters Everspace wird wie sein Vorgänger über Kickstarter schwarmfinanziert. Mit der Fortsetzung ändern die Entwickler das Konzept und streichen Roguelike-Bausteine aus dem Konzept. Entwickelt wird nun ein traditioneller Einzelspieler-Shooter mit offener, aber persistenter Spielwelt.

Darüber hinaus wird Everpsace 2 mit Rollenspiel-Bestandteilen, Loot-Mechaniken und Erkundungs-Möglichkeiten angereichert. Geplant sind Elemente von Hack-n-Slash-Rollenspielen à la Diablo wie Klassen, zufällige Beute, Fähigkeiten oder Talente, mit denen sich das Schiff des Spielers ausstatten lässt. Die von Freelance inspirierte Story und die flotten Raumkämpfe werden dabei nicht angetastet; der Weltraum-Klassiker wird indirekt auch als Inspiration zitiert und verspricht konzeptionell in Everspace 2 einen Nachfolger zu erhalten.

Durch die Welt führt eine 20 Stunden lange Geschichte, für die etablierte Writer verantwortlich sein sollen. Die Jagd nach besserer Ausrüstung soll aber auch danach wie in gängigen Loot-Shootern für Spielspaß sorgen. Was es neben zufällig generierten Umgebungen ebenfalls nicht geben wird, ist ein Mehrspieler-Modus. Diesen bezeichnen die Entwickler als ein Risiko für das Konzept, zudem würden Erfahrungen mit Online-Modi fehlen; Stärken des Teams seien die Arbeiten an Einzelspieler-Titeln, für alles andere gebe es genug Alternativen. HOTAS-Unterstützung ist für die Vollversion geplant, eine VR-Version des Spiels folgt möglicherweise später, wird aber nicht zugesichert.

Dieses erheblich ambitioniertere Konzept soll von einem doppelt so großen Team umgesetzt werden. Es handle sich um eine Art Spiel, das man immer habe entwickeln wollen, verkündet das Hamburger Studio Rockfish Games und für das nun die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Selbst ohne jegliche weitere Einnahmen aus dem Verkauf des Vorgängers könne mit Hilfe der Kickstarter-Kampagne eine Entwicklung bis zum Early Access sichergestellt werden.

Die Schwarmfinanzierung solle außerdem Fans eine Möglichkeit zur Beteiligung an der Entwicklung bieten und diese darin einbinden. Dies habe sich schon bei Everspace bewährt. Zugleich bewahre sich das Studio so die volle kreative und monetäre Kontrolle über das Projekt. Klargestellt wird, dass gewisse Säulen des Konzepts aber nicht zur Debatte stehen: Das letzte Wort behält sich das Studio selbst vor.

Spielbar im nächsten Jahr

Das fertige Spiel erhalten Unterstützer der Kampagne ab einem Beitrag von 30 Euro, für 40 Euro darf im Dezember 2019 eine Demoversion gespielt werden. Ein Beitrag ab 80 Euro ermöglicht darüber hinaus Zugriff auf Alpha- und Beta-Tests sowie Soundtrack und Artbook. Von den angefragten 450.000 Euro haben die Entwickler bei 30 Tagen Restlaufzeit schon knapp über 100.000 Euro einsammeln können.

Verfügbar sein soll der Titel voraussichtlich im September 2020, allerdings nur in Form einer Early-Access-Version. Die endgültige Fertigstellung wird für die zweite Hälfte des Jahres 2021 angepeilt. Xbox und PlayStation folgen sechs Monate später. Auf dem Windows-PC erfolgt die Veröffentlichung zunächst auf Steam, die fertige Version soll zudem über GOG und den Epic Games Store vertrieben werden. Everspace 2 exklusiv im Epic Games Store zu verkaufen schließen die Entwickler explizit aus. Linux- und Mac-Versionen stehen als erstes Strech-Goal auf der To-Do-Liste.