The New Soundboks im Test: Einspeisungen und Applikation

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Michael Schäfer 109 Kommentare

Drahtlos und per Kabel

Drahtlose Quellen nimmt der Lautsprecher per Bluetooth 5.0 entgegen. Darüber, ob die Übertragung auch verlustfrei erfolgt, gibt der Hersteller keine Auskunft. Für die kabelgebundene Einspeisung befindet sich auf der Rückseite des Lautsprechers der als „Pro Panel“ bezeichnete Anschlussbereich für verschiedene Steckerarten: Neben zwei 3,5-mm-Klinkensteckern, die einmal als Eingang und einmal als Ausgang fungieren und über die zwei Lautsprecher per Kabel miteinander verbunden werden können, verfügt die Soundboks über zwei XLR-Anschlüsse, über die sich somit auch professionelle Komponenten anschließen lassen. Weitere Standards wie Apples AirPlay werden nicht unterstützt.

Auch für kabelgebundene Anschlüsse ist gesorgt
Auch für kabelgebundene Anschlüsse ist gesorgt

„Well, it‛s one louder, isn‛t it?“

Auf der linken Seite des Lautsprechers befindet sich das eigentliche „Kontrollzentrum“, bestehend aus Power-Knopf, Lautstärkeregler und Wahl des Betriebsmodus über den sogenannten TeamUP-Button. Was sofort auffällt: Die Abstufungen der Lautstärke enden nicht wie gewohnt bei 10, sondern bei 11. Spinal-Tap-Fans werden dies zu deuten wissen.

Das Kontrollzentrum der neuen Soundboks – Spinal-Tab-Fans werden ihre Freude haben
Das Kontrollzentrum der neuen Soundboks – Spinal-Tab-Fans werden ihre Freude haben

Der Betrieb wird seitens des Herstellers in drei Modi unterteilt: Unter „Solo“ spielt jeder Lautsprecher separat für sich, gespeist jeweils über ein eigenes Quellgerät. Wird „Host“ gewählt, fungiert die jeweilige Soundboks in Kopplung mit anderen Einheiten als Master, bei „Join“ dagegen als Slave.

Bis zu zehn Lautsprecher miteinander verbinden

Zur Kopplung mehrerer Lautsprecher greift der Hersteller dagegen nicht auf das Bluetooth-Protokoll, sondern auf das SKAA-Netzwerk zurück. Dieses soll neben der Reduzierung von Störungen auch für geringere Latenzen sorgen, was besonders bei der drahtlosen Kopplung von bis zu fünf Einheiten gerade in einem größeren Raum nicht unerheblich ist. Werden darüber hinaus zwei Lautsprecher mit einem Klinkenkabel miteinander verbunden, kann jede Einheit als Cluster jeweils insgesamt fünf Lautsprecher versorgen, womit sich die Gesamtzahl der Klanggeber verdoppelt.

Aktuell sind alle Lautsprecher generell nur als Mono-Einheit nutzbar. Zwei Lautsprecher zu einem Stereo-Set zu koppeln, ist daher nicht möglich. Laut Hersteller soll aber die Funktion mit dem nächsten Firm- beziehungsweise Software-Update nachgereicht werden. Ein genaues Datum dafür ist bisher jedoch nicht bekannt.

Jeder Lautsprecher besitzt seine eigene ID
Jeder Lautsprecher besitzt seine eigene ID

Über die mögliche Reichweite macht Soundboks dagegen keine Angaben, im Test konnten beide Lautsprecher jedoch in verschiedenen Räumen stehend über eine Distanz von 10 bis 15 Metern gut miteinander kommunizieren. Der Nutzung der Soundboks als Multiroomsystem steht demnach nichts im Wege.

Nicht für den heimischen Betrieb gedacht

Die Regelung der Lautstärke muss auch bei einer Kopplung über das Quellgerät erfolgen, da sich gekoppelte Lautsprecher in der Hinsicht nicht einheitlich steuern lassen. Somit muss für jeden Lautsprecher die Lautstärke bei einer Änderung separat eingestellt werden, womit sich das System erneut für den Gebrauch als heimische Stereo-Anlage als ungeeignet erweist. Für die Nutzung auf Feierlichkeiten oder in verschiedenen Räumen besitzt die Möglichkeit der individuellen Lautstärke jedoch durchaus ihre Vorteile.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bluetooth-Lautsprecherlösungen besitzt die Soundboks keine Bedienelemente, mit denen bei Bedarf die Wiedergabe pausiert oder ein Stück vorgesprungen werden kann. Die Steuerung muss somit immer am Quellgerät erfolgen.

App mit geringem Funktionsumfang

Die kabellose Verbindung zwischen zwei Soundboks-Einheiten ist schnell hergestellt: Dafür muss einer der Lautsprecher als Host fungieren, alle anderen als Slave ausgewählten Lautsprecher verbinden sich automatisch mit ihm, wenn sie in Reichweite stehen.

Die dafür nötigen Einstellungen lassen sich entweder direkt am Klanggeber selbst oder über die für Android und iOS erhältliche App vornehmen. Bei deren Nutzung sollte darauf geachtet werden, dass zuvor eine manuelle Bluetooth-Verbindung zu einem Lautsprecher aufgebaut wird. Wurde die Verbindung zuerst über die App vorgenommen, ist es im Test des Öfteren vorgekommen, dass keine Ausgabe der Inhalte erfolgte.

In der App werden die Lautsprecher zur besseren Unterscheidung mittels der Team-ID angezeigt, bei der es sich um die jeweilige individuelle Seriennummer eines jeden Lautsprechers handelt und die auf der Rückseite jedes Gerätes angebracht ist. Diese lässt sich nicht verändern, was gerade für die Organisation mehrerer Lautsprecher äußerst hilfreich wäre, vor allem wenn die Klanggeber in verschiedenen Räumen stehen.

Darüber hinaus lassen sich über die App die Pegel der XLR-Eingänge des Solo- oder Host-Lautsprechers einstellen, was besonders bei der Nutzung von Mikrofonen hilfreich sein kann.

Ansonsten hält die App keine weiteren Funktionen bereit, dabei wäre vor allem ein Equalizer zur Klangeinstellung oder das komfortable Einpegeln der Lautstärke für jeden Lautsprecher und das spätere gleichzeitige Steuern der Gesamtlautstärke über diese sehr hilfreich.

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