Eingestelltes Portal-Prequel: Aperture Camera sollte mit Fotos rätseln lassen

Max Doll 22 Kommentare
Eingestelltes Portal-Prequel: Aperture Camera sollte mit Fotos rätseln lassen
Bild: Valve

Aus dem Nichts heraus zeigt ein Indie-Studio Szenen aus einem Prototypen, der ein Prequel für das Puzzlespiel Portal werden sollte. Der F-Stop oder Aperture Camera genannte Titel drückt dem Spieler statt einer Portalkanone eine Kamera in die Hand, mit der sich Objekte durch Fotografieren aufheben und skalieren lassen.

Die Kamera dient damit als ein erweiterter Arm, mit dem sich Dinge aufheben, aber auch an anderer Stelle beliebig platzieren lassen, ohne dass die Spielfigur in unmittelbarer Nähe stehen muss. Dabei können sie auch in der Größe verändert werden. Wie das funktioniert, stellt das Studio LunchHouse Software in einem Video vor, das mit einer Version des Prototypen von Aperture Camera erstellt wurde.

Aus Kisten gleicher Größe wird im Video eine Treppe gebaut, ein Deckenventilator, der auf den Boden „fotografiert“ wird, gibt dem Spieler einen Schub in die Luft, um eine höher gelegene Plattform zu erreichen. Dass die Grafik nicht besonders glänzt, darf nicht überraschen, sie hat im frühen Entwicklungsstadium keine Bedeutung, zunächst geht es Entwicklern mit frühen Versionen darum, Mechaniken und Konzepte auszufeilen.

Ursprünglich gestartet wurde das Projekt Aperture Camera schon zur Zeit der „Orange Box“ von Half-Life 2 um das Jahr 2007 herum. Verbunden mit Portal ist das Spiel nicht nur durch die Ähnlichkeit der zentralen Rätsel-Mechanik, sondern auch über Aperture. Das fiktive Unternehmen, dessen Labore und Testumgebungen gemäß der Namensgebung auch diesmal Schauplatz hätten werden wollen, ist auch der Erfinder der Portalkanone in Portal und experimentiert dort freudig mit allem, auch den Spielern.

Aus Videos kann Spiel werden

Mehr Informationen über Aperture Camera will LunchHouse mit weiteren Videos in der Zukunft beleuchten. Das Studio gibt an, dazu die offizielle Erlaubnis von Valve sowie den originalen Quellcode zu besitzen. Zunächst soll damit nur eine Video-Serie entstehen, mit der die Entwickler zunächst Interesse ermitteln möchten. Was daraus werden kann, ist aktuell völlig offen.

Schon in der Vergangenheit hatte Valve immer wieder kleineren Entwicklerteams oder Mod-Projekten ausgeholfen und daraus fertige Spiele entstehen lassen beziehungsweise solche übernommen. Counter Strike, Portal selbst oder jüngst Black Mesa zeugen von der Gangbarkeit dieser Strategie.