s-tui 1.0: Monitoring-Tool und CPU-Stresstest für Linux

Sven Bauduin 31 Kommentare
s-tui 1.0: Monitoring-Tool und CPU-Stresstest für Linux
Bild: Alex Manuskin

Nach drei Jahren Entwicklungszeit hat das Monitoring-Tool s-tui 1.0 für Prozessoren unter Linux sein erstes stabiles Release erreicht. Neben den Optionen, CPU-Parameter wie die Taktfrequenz, Auslastung, Temperatur, Lüfterdrehzahl und Leistung mit Hilfe farbiger Diagramme darzustellen, bietet das Tool auch einen CPU-Stresstest.

Monitoring und Stresstest im Terminal

Mit „The Stress Terminal UI“ – so der vollständige Name des Tools – will der Entwickler Alex Manuskin („amanusk“) auch Anwendern mit einem unixähnlichen Betriebssystem wie Linux ohne großen Aufwand ein grafisch ansprechendes und darüber hinaus sehr ressourcensparendes Monitoring-Tool für Prozessoren anbieten.

Wie der Name der Anwendung unschwer verrät, läuft s-tui 1.0 im Terminal und benötigt daher auch kein X Window System. Das Tool ermöglicht mittels SSH einen Blick auf entfernte Systeme und kann auch virtuelle Server überwachen. Zudem lassen sich automatisierte Shell-Skripte auszuführen, sobald bestimmte Schwellenwerte überschritten werden.

Über die zusätzlichen Softwarepakete stress und stress-ng ist es zudem möglich, mit s-tui 1.0 einen sehr umfangreichen und anspruchsvollen Stresstest durchzuführen. Die zwei genannten Pakete sind bereits in den Repositories der meisten aktuellen Distributionen vertreten. Zudem lässt sich der Stresstest Firestarter per Sub-Modul einbinden.

s-tui-1.0 („The Stress Terminal UI“) in Aktion
s-tui-1.0 („The Stress Terminal UI“) in Aktion (Bild: Alex Manuskin)

Installation über Python-Installer

Das Tool selbst ist bereits in den offiziellen Repositories einiger Linux-Distributionen zu finden, einschließlich Debian 10 („Buster“) und neuer, Ubuntu 19.04 („Disco Dingo“) und neuer, Arch Linux, Manjaro und openSUSE.

Die Installation erfolgt anschließend auf Basis eines Python-Installer, der Python 3 voraussetzt. Sowohl die Pakete von s-tui als auch der Programmiersprache sollten auf den aktuellsten Stand gebracht werden, bevor die Installationsroutine gestartet wird.

Der Autor erläutert die Installation unter Ubuntu, Arch, Manjaro und openSUSE sowie mittels PiP-Installer für x86- und ARM-Systeme auf GitHub.