TCL: Das Ende von BlackBerry Mobile steht bevor

Mahir Kulalic 69 Kommentare
TCL: Das Ende von BlackBerry Mobile steht bevor

Seit Ende 2016 lizenzierte TCL die Marke BlackBerry für Smartphones, nachdem das kanadische Unternehmen im September desselben Jahres ankündigte, selber keine Smartphones mehr zu fertigen. Doch im August diesen Jahres endet der Exkurs für den chinesischen Hersteller endgültig.

Ende nach rund vier Jahren

Via Twitter kündigte BlackBerry Mobile – so der Markenname für Smartphones seit Abschluss des Lizenzabkommens – an, dass die Verkäufe im August 2020 gestoppt werden. TCL hat danach keinerlei Rechte mehr, Smartphones unter dem Namen BlackBerry zu entwickeln oder zu vertreiben. Kundenservice und Garantieabwicklung will TCL noch bis Ende August 2022 beziehungsweise im Rahmen der gesetzlichen Fristen der jeweiligen Märkte bieten.

TCL war BlackBerrys größter Lizenznehmer

TCL ist beziehungsweise war der größte Lizenznehmer des Namens BlackBerry und der einzige, der seine Produkte in westlichen Märkten angeboten hat. Das aktuelle Portfolio umfasst die Modelle Key2 (Test) und Key2 LE, die allerdings beide im Jahr 2018 auf den Markt kamen. In Anbetracht mangelnder Neuvorstellungen und TCLs verstärktem Fokus, Smartphones unter eigenem Namen anzubieten, ist das Ende nicht gänzlich überraschend, wenngleich die Ankündigung plötzlich kommt.

Zukunft der Smartphones ist trist

Aktuell hat die BlackBerry Limited keinen neuen Lizenznehmer angekündigt, entsprechend unklar ist die Zukunft von Smartphones mit dem Markennamen. TCL vertraute weitgehend auf die Tastatur sowie das Thema Sicherheit im Android-Segment und entschied sich trotz der umfangreichen eigenen Ressourcen gegen weitere Lizenzierungen.

Erneute Hardware-Bestrebungen der Kanadier erscheinen äußerst unwahrscheinlich, seit Jahren konzentriert sich die Firma unter der Leitung von John Chen auf Sicherheits- und Unternehmenssoftware, wenngleich ein nominelles Interesse Chens denkbar erscheint.