Abo-Dienst: Xbox Game Pass hat 10 Millionen vernetzte Nutzer

Max Doll
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Abo-Dienst: Xbox Game Pass hat 10 Millionen vernetzte Nutzer
Bild: Microsoft

Microsofts Spieleabo Xbox Game Pass kann mittlerweile mehr als zehn Millionen Nutzer verbuchen. Parallel verändert sich auch das Spieleverhalten: Game-Pass-Besitzer haben in den beiden vergangenen Monaten deutlich mehr Zeit in Multiplayer-Modi verbracht. Abo-Dienste sind damit Profiteure der aktuellen Krise.

Seit März würden Nutzer des Game Pass doppelt so viel spielen wie zuvor und noch einmal deutlich öfter auf Multiplayer-Angebote zurückgreifen. Der Zugriff auf den Online-Teil von Spielen aus dem Angebot sei im Schnitt weltweit um 130 Prozent gestiegen, in Westeuropa um 126 Prozent.

Abo-Angebote bieten das richtige Umfeld

Während der Auslöser für dieses Verhalten in den gegenwärtigen Ausgangsbeschränkungen zu suchen ist, bietet der Game Pass wie alle anderen Abo-Angebote, etwa Origin Access Premier oder Uplay+, die passenden Bedingungen für ein solches Wachstum. Der Zugriff auf ein großes (gemeinsames) Spieleangebot fördere das Ausprobieren und Entdecken neuer Spiele, begründet Microsoft die Entwicklung.

Ganz allgemein würden Game-Pass-Nutzer 40 Prozent mehr Spiele spielen, während 90 Prozent aller Mitglieder ein Spiel gespielt hätten, dass sie ohne Game Pass niemals ausprobiert hätten. Darüber hinaus steht Freunden ein gemeinsames Angebot zur Verfügung, es muss sich nicht aufwändig auf einen gemeinsamen Kauf geeinigt werden. Stattdessen kann jedes Mitglied einer Gruppe selbst Spiele ausprobieren und seine Freunde darauf hinweisen – dies kostet allenfalls Zeit, aber kein zusätzliches Geld.

Keine Momentaufnahme

Dementsprechend steigt die Popularität solcher Angebote, sie profitieren wenig überraschend von der aktuellen Situation. Auch wenn es in der Krise analog zum Videothek-Modell verlockend ist, für einen relativ geringen Betrag für ein paar Monate vorübergehend Zugriff auf dutzende neuer Spiele zu erhalten, ist das Wachstum in diesem Segment kein vorübergehendes Phänomen. In Deutschland stiegen die Umsätze mit Gebühren für Online-Dienste schon 2019 kräftig.

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