Next-Gen Intel Xeon-SP: Sapphire Rapids läuft mit AMX, Ice Lake-SP im Plan

Volker Rißka 29 Kommentare
Next-Gen Intel Xeon-SP: Sapphire Rapids läuft mit AMX, Ice Lake-SP im Plan
Bild: Intel

Den Start der neuen Xeon-SP mit dem Codenamen Cooper Lake-SP begleitet Intel mit weiteren News aus dem Segment. Ice Lake-SP steht demnach weiterhin auf dem Fahrplan für das Jahresende und wird den Schritt in die 10-nm-Fertigung im Server gehen. Sapphire Rapids als „Next-Next-Gen“ funktioniert derweil bereits im Labor.

Auf Sapphire Rapids setzt Intel große Stücke. Seit vielen Jahren in der Entwicklung soll diese Generation mit neuer Plattform sowie neuen Instruktionen einen sauberen Schnitt zu den bisherigen Lösungen machen. Die aktuelle Stückelung, die mit Ice Lake-SP und einer weiteren Plattform gegen Ende dieses Jahres sogar noch schlimmer wird, soll dann auch direkt wieder ein Ende haben. Sapphire Rapids und die Eagle-Stream-Plattform ist für alle Bereiche gedacht, von kleinen Ein-Sockel-Lösungen bis hin zum HPC-Segment und Supercomputer.

Kürzlich hat Intel den Meilenstein gefeiert, dass das finale Silizium im Labor eingeschaltet wurde und funktionierte. Etwas über ein Jahr vor dem geplanten Marktstart liegt die Lösung damit im Zeitplan. In den kommenden Monaten werden Fehler beseitigt, sicher noch das ein oder andere neue Stepping respektive Revision aufgelegt, bis es im zweiten Halbjahr 2021 als finales Produkt an den Start geht. Der Supercomputer Aurora soll unter anderem einer der ersten Abnehmer sein.

Node des Aurora-Supercomputer
Node des Aurora-Supercomputer (Bild: Intel)

Nach Vektoren kommen nun Matrizen

Primär auf den Bereich ausgelegt dürfte auch eine der neuen Instruktionen sein. Nach Bfloat16 mit Cooper Lake-SP ist für Sapphire Rapids Advanced Matrix Extensions (AMX) als neue Technologie am Start, wobei AMX in die Fußstapfen von AVX, AVX2 und AVX-512 treten dürfte, respektive den bisherigen Fokus von Vektoren auf Matrizen legt. Noch in diesem Monat will Intel die Spezifikationen und erste Guides für die neuen Advanced Matrix Extensions zur Verfügung stellen, sodass Programmierer einen gewissen Vorlauf haben, damit es Ende 2021 erste Softwarelösungen mit entsprechender Unterstützung geben kann.