Xbox Series X: Speichererweiterung von Seagate nutzt PCIe 4.0 x2

Michael Günsch 75 Kommentare
Xbox Series X: Speichererweiterung von Seagate nutzt PCIe 4.0 x2
Bild: Microsoft

Seagate hat eine Produktseite für die angekündigte Speichererweiterung der kommenden Xbox Series X von Microsoft geschaltet, die etwas mehr Details verrät. Demnach wird die Expansion Card mit 1 TB Speicherplatz PCI Express 4.0 mit zwei Lanes (x2) nutzen. Die Verfügbarkeit wird für den Winter 2020 angegeben.

Seagate Expansion Card für Xbox Series X

Bis auf Schnittstelle und Kapazität fehlen aber weitere technische Daten zur Seagate Expansion Card für die Xbox Series X. Bei der Vorstellung der neuen Spielkonsole wurde zumindest in Aussicht gestellt, dass der externe Speicher genau so schnell wie die interne SSD der Xbox Series X ausfallen und damit 2,4 GB/s erreichen soll. Für eine solche Datentransferrate wäre PCIe 4.0 x2 mit rund 3,9 GB/s abzüglich Overhead mehr als schnell genug. Die Bruttodatenrate von PCIe 4.0 x2 entspricht jener von PCIe 3.0 x4.

Microsoft Xbox Series X
Microsoft Xbox Series X (Bild: Microsoft)
Microsoft Xbox Series X
Microsoft Xbox Series X (Bild: Microsoft)

Die obigen Abbildungen zeigen die Erweiterungskarte, die optisch an einen flachen aber breiten USB-Stick erinnert. Allerdings wird statt universellem USB ein proprietärer Anschluss genutzt, was die Kompatibilität zu anderen Systemen verhindert. Seagate spricht stets von einer Speichererweiterungskarte respektive einem Speichermodul und nicht von einer externen SSD. Ob die Karte wie eine SSD über einen eigenen Controller für den NAND-Flash-Speicher verfügt, bleibt also abzuwarten. Ebenso unklar ist, ob es auch andere Speicherkapazitäten geben wird.

PlayStation 5 soll zertifizierte M.2-SSDs unterstützen

Bei der kommenden PlayStation 5 soll Sony hingegen auf einen Standardanschluss zur Speichererweiterung setzen: Ein Einschub soll NVMe-SSDs im M.2-Formfaktor aufnehmen. Doch auch hier wird es wohl Einschränkungen geben, denn es sollen nur von Sony für die PS5 zertifizierte M.S-SSDs mit PCIe 4.0 kompatibel sein. Diese müssten zudem eigentlich eine höhere Leistung als bei der Xbox Series X aufweisen, denn die interne SSD der PlayStation 5 soll bis zu 5,5 GB/s erreichen.