Antec Dark League DF600 Flux: Kühlkonzept lässt einen Lüfter auf die GPU blasen

Max Doll 54 Kommentare
Antec Dark League DF600 Flux: Kühlkonzept lässt einen Lüfter auf die GPU blasen
Bild: Antec

2020 ist das Jahr der belüftungsfreundlichen Mesh-Gehäuse. Für das Dark League DF600 Flux verspricht Antec gleich „ultimative Kühlleistung“ auf dem „nächsten Level“. Das ist jedoch weitaus weniger innovativ, als es klingt. Ungewöhnlich wird es, weil Antec die Effekte geschlossener Frontpanels zu kompensieren versucht.

An der Vorderseite befindet sich beim DF600 Flux kein Gitter. Die transparente Kunststoff-Abdeckung vor dem Lüftern blockiert Luft, sie muss durch seitliche Einlässe anströmen, was stets zumindest etwas Kühlleistung kostet. Die drei dort montierten RGB-Lüfter werden durch ein weiteres, unbeleuchtetes Modell im Heck ergänzt, drei 120- oder zwei 140-mm-Lüfter passen zusätzlich unter den Deckel.

Das Flux-Konzept unter der Lupe

Dieses Kühlkonzept unterscheidet das Antec-Gehäuse nicht von Konkurrenten. Was die neue, „Flux“ genannte Kühlplattform ausmacht, sind zwei ebenfalls nicht völlig untypische Montagepositionen für Lüfter auf der Netzteil-Blende in Kombination mit einer Mesh-Fläche im rechten Seitenteil. Durch diese soll der fünfte Lüfter des Gehäuses Frischluft ansaugen und direkt auf die Grafikkarte blasen können.

Antec erklärt das FLux-Konzept
Antec erklärt das FLux-Konzept (Bild: Antec)

Noch nie dagewesen ist diese Idee allerdings mitnichten, andere Midi-Tower versorgen Lüfter auf ihren Netzteil-Blenden schon seit längerem mit Luft über Öffnungen am Gehäuseboden, ohne dass sich dieses Konzept als ultimative Kühllösung in der Breite etabliert hat. Dies kann verlässlich als Fingerzeig auf die Leistungsfähigkeit gewertet werden – gute Ideen verbreiten sich zügig.

Sonst bleibt alles Standard

Ansonsten bleibt beim DF600 Flux alles beim Üblichen. CPU, Grafikkarte und Netzteil können in praktisch unbeschränkter Größe verbaut werden, Festplatten verteilen sich im Gehäuse auf einen HDD-Käfig vor dem Netzteil sowie hinter das Mainboard. Für die Farbwahl steht ein RGB-Controller zur Verfügung. Im Bemühen, besondere Merkmale zu finden, schreckt Antec nicht davor zurück, völlig normale Features mit Umweltschutz in Verbindung zu bringen: Auf der Produktseite preist der Hersteller unter dem Motto „make a green build“ in – mangels erkennbarer Markierung als Satire – vollem Ernst sieben „wiederverwendbare PCIe-Slots“ als Produktmerkmal an.

Im Handel wird das Dark League DF600 Flux bereits von einem ersten Händler für rund 95 Euro gelistet, ein Liefertermin aber nicht genannt.

Antec Dark League DF600 Flux
Mainboard-Format: ATX, Micro-ATX
Chassis (L × B × H): 467 × 220 × 486 mm (49,93 Liter)
Seitenfenster
Material: Kunststoff, Stahl, Glas
Nettogewicht: 7,38 kg
I/O-Ports: 2 × USB 3.0 (USB 3.2 Gen 1), HD-Audio, RGB-Beleuchtung
Einschübe: 2 × 3,5"/2,5" (intern)
1 × 3,5" (intern)
3 × 2,5" (intern)
Erweiterungsslots: 7
Lüfter: Front: 3 × 140/120 mm (3 × 120 mm inklusive)
Heck: 1 × 120 mm (1 × 120 mm inklusive)
Deckel: 2 × 140 mm oder 3 × 120 mm (optional)
Innenraum: 2 × 120 mm (1 × 120 mm inklusive)
Staubfilter: Deckel, Front, Netzteil, Seitenteil
Kompatibilität: CPU-Kühler: 175 mm
GPU: 405 mm
Netzteil: 205 mm
Preis: ab 78 €