Fabrikausrüstung: ASML verbucht 14 EUV-Systeme im dritten Quartal

Volker Rißka
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Fabrikausrüstung: ASML verbucht 14 EUV-Systeme im dritten Quartal
Bild: ASML

ASML sieht keinen Einfluss durch das Coronavirus auf das Geschäft und konnte im dritten Quartal 14 EUV-Systeme verbuchen. Gleichzeitig gingen Aufträge für vier neue EUV-Belichtungssysteme zu einem Stückpreis von 149 Millionen Euro ein.

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Im Quartalsbericht ist ASML einmal mehr sehr genau, was die Preise für die Systeme angeht. Wenngleich nicht vollständig bekannt ist, um welche Ausbaustufe es sich handelt, – angenommen wird die höchste – führt ASML als Preis für vier Systeme 595 Millionen Euro auf. Ein Preis pro System an der 150-Millionen-Euro-Marke war zuvor bereits des Öfteren genannt worden und hat demnach auch jetzt noch Bestand.

Das Geschäft mit den EUV-Scannern boomt. Zehn neue Systeme konnte ASML im dritten Quartal ausliefern. Durch die Schwierigkeiten bei der Auslieferung im zweiten Quartal ausgelöst durch eingeschränkte Handelsrouten aufgrund der Coronakrise wurden zusätzlich vier Systeme aus dem Zeitraum davor erst jetzt verbucht. Die 14 Systeme bedeuteten einen Umsatzanteil von 66 Prozent im dritten Quartal, also rund 2 Milliarden Euro. Der Großteil der Systeme dürfte nach Taiwan zu TSMC gegangen sein. Samsung an zweiter Stelle bleibt dem Thema ebenfalls treu, hochrangige Führungskräfte waren kürzlich bei ASML in Eindhoven zu Besuch.

Auslieferungen nach Produkt und Region
Auslieferungen nach Produkt und Region (Bild: ASML)

Mehr und neue Scanner sorgen für Umsatz

23 Systeme hat ASML in diesem Jahr ausgeliefert, bis Jahresende will das Unternehmen knapp unter der Marke von 35 EUV-Systemen landen. Verbesserungen im internen Produktionsprozess werden es in Zukunft erlauben, 45 bis 50 Systeme pro Jahr zu fertigen. Die meisten NXE:3400B wurden mittlerweile auf den höheren Standard „C“ aufgerüstet, ab Mitte 2021 wird der NXE:3600D gefertigt, der noch einmal 18 Prozent in der Produktivität zulegen soll.

ASML hilft das beim Umsatz: 4 Milliarden Euro Umsatz und 1 Milliarde Euro Gewinn stehen im Bericht zum dritten Quartal, im Vorjahr waren es knapp 3 Milliarden Umsatz und 630 Millionen Euro Gewinn. Für das letzte Quartal des Jahres erwartet ASML ein gutes Geschäft, im Jahr 2021 soll trotz der aktuellen Unsicherheiten ein zweistelliges Umsatzwachstum stehen.