Aktuelle SSD-Benchmarks: Die Community testet ihre SSDs unter Praxisbedingungen

Daniel Albers (+1)
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Aktuelle SSD-Benchmarks: Die Community testet ihre SSDs unter Praxisbedingungen

Herstellerangaben von „bis zu 7.000 MB/s“ für SSDs und deren Bestätigung im Neuzustand sind das eine, die Leistung in der Praxis bei hohem Füllstand und als Systemlaufwerk schnell etwas anderes. Wie weit beide Welten auseinanderliegen und welche Faktoren dafür verantwortlich sind? ComputerBase bittet die Community zum Test.

Der Praxiseinsatz im Fokus

Das Testsystem, mit dem ComputerBase die SSD-Tests durchführt, wird durchgehend kritisch gemustert, damit die publizierten Ergebnisse in den SSD-Tests vergleichbar und reproduzierbar sind. Die SSDs werden nicht als Systemlaufwerke getestet, damit keine unerwarteten Zugriffe auf den Datenträgern das Ergebnis des Tests beeinflussen. Ferner wird sichergestellt, dass keine Updates oder ähnliche Prozesse im Hintergrund laufen, die das System zusätzlich belasten. Diese besonderen Rahmenbedingungen liegen im Alltag hingegen nicht vor.

In der Praxis lassen sich SSD-Controller auf als Systemlaufwerk genutzten Datenträgern vom Betriebssystem aus der Rolle bringen, verhaspeln sich – wie jüngst die Samsung 980 Pro – nach einiger Zeit beim SLC-Modus oder lassen diesen schnellen Zwischenspeicher im randvollen Zustand gänzlich missen. Aber auch die CPU oder eventuelles „Lane Sharing“ am Steckplatz beeinflusst die Leistung stark.

Der Testparcours der Redaktion enthält neben einigen synthetischen Tests auch umfangreiche Praxis-Benchmarks und konnte ebenfalls bereits Probleme herausarbeiten. Den „Schwarm“ ersetzen kann er nicht.

Der Schwarm hat Vorteile

Genau aus diesem Grund ruft ComputerBase erstmals zum Community-Benchmark mit SSDs auf. Bei diesem Community-Test sind keine idealen Ergebnisse von einem System gewünscht, das nur für diese eine Aufgabe verwendet wird, sondern Ergebnisse, die in den Moment vorliegen, wenn der Test unter typischen Alltagsbedingungen startet.

Genügend eingesendete Ergebnisse vorausgesetzt, könnte der Artikel die Auswirkung von Einflussfaktoren wie Prozessor, Füllstand oder Nutzung als Systemlaufwerk und vielleicht sogar Probleme bestimmter Serien herausarbeiten. Er könnte Teilnehmern aber auch einfach aufzeigen, dass ihr Laufwerk nicht so läuft, wie es sollte. Und mit älteren SSDs im Test ließe sich sogar die Entwicklung der Leistung über die vergangenen Jahre aufzeigen.

Ein Testballon, weitere nicht ausgeschlossen

Community-Tests hat es in den vergangenen Jahren schon so einige auf ComputerBase gegeben, jetzt feiert das Format im SSD-Segment Premiere. Um die Teilnahme daran erst einmal so einfach wie möglich zu machen, beschränkt sich der Parcours vorerst auf einen einzigen synthetischen Benchmark, der – sofern vorhanden – im SLC-Modus läuft: CrystalDiskMark 8. Weitere, auch komplexere Tests sind für die Zukunft nicht ausgeschlossen.

So werden Ergebnisse ermittelt

Vorerst werden Tests mit CrystalDiskMark 8 durchgeführt – der Download ist am Artikelende noch einmal verlinkt. Durchgeführt wird der Benchmark mit der Standardeinstellung: Fünf Durchläufe mit einer Testdatei von 1 GiB.

CrystalDiskMark 8
CrystalDiskMark 8

So werden Ergebnisse eingereicht

Die im CrystalDiskMark 8 erzielten acht Ergebnisse werden über das nachfolgende Formular an ComputerBase gemeldet. Mit dem Absenden wird ein Foren-Posting erstellt, das um weitere Angaben ergänzt werden kann. Der vom Formular vorgegebene Text darf dabei aber nicht angepasst werden.

Damit identische SSDs die identische Bezeichnung erhalten, sollte selbige so gewählt werden, wie sie CrystalDiskInfo vorgibt. Nach dem Starten wird die Bezeichnung des – richtigen! – Laufwerks in das Formularfeld „Mein System“ kopiert.

Wenn das Programm gerade offen ist, lässt sich dort ebenfalls der aktuelle Übertragungsmodus kopieren und in das Formular eintragen. Somit werden SSDs im Diagramm erkennbar, die an einem Interface betrieben werden, das nicht dem Maximum der SSD entspricht und somit die Leistung möglicherweise limitiert.

Für die Kategorisierung des Füllgrads, der je nach SSD eine Auswirkung auf das erzielte Ergebnis haben kann, wird folgende Nomenklatur verwendet:

  • bei einem Füllgrad von ≤ 50 %: ≤ 50 %
  • bei einem Füllgrad von ≤ 75 % aber > 50 %: ≤ 75 %
  • bei einem Füllgrad von ≤ 90 % aber > 75 %: ≤ 90 %
  • bei einem Füllgrad von > 90 %: > 90 %

Auch der Verwendungszweck der SSD sollte angegeben werden, konkret besteht die Wahl zwischen Systemlaufwerk (SL, auf der SSD ist das geladene Betriebssystem) uns Datenlaufwerk (DL, das geladene Betriebssystem liegt nicht auf der SSD):

  • Systemlaufwerk (SL)
  • Datenlaufwerk (DL)

Abschließend ebenfalls angegeben werden sollte, ob die CPU von Intel oder AMD stammt – die Ergebnisse werden in den Diagrammen farblich in eines der beiden Lager einsortiert. Welches CPU auf welchem Mainboard genau zum Einsatz kommt, kann im Foren-Posting separat preisgegeben werden. Das Posting wird über das jeweilige Elemente im Diagramm verlinkt.

Mögliche Einträge für das Formularfeld „Mein System“ sehen zum Beispiel wie folgt aus (die Reihenfolge in der Kennzeichnung sollte beibehalten bleiben):

  • Samsung SSD 970 EVO 1TB 1000,2 GB, ≤ 75 %, SL, PCIe 3.0 x4, Intel
  • SanDisk SDSSDH3 2T00 2000,3 GB, ≤ 50 %, DL, SATA/600, AMD
Benchmark-Ergebnisse einreichen
Hinweis: Um Benchmark-Ergebnisse einzureichen, bitte einloggen!

Wie funktioniert das hier? Du veröffentlichst deine Ergebnisse als Forumbeitrag. Um uns die Arbeit zu erleichtern, müssen darin die für das Diagramm gedachten Daten ein bestimmtes Format haben. Dazu entwirft dieses Formular einen Forumbeitrag, den du um Screenshots und Details ergänzt abschickst (den generierten Part aber bitte nicht ändern!).

Nutze dieselbe Formatierung wie bereits vorhandene Diagramm-Einträge (und beachte ggf. die Hinweise im Text). Details kannst du in Freiform in deinen Forumbeitrag schreiben.

2. Deine Messwerte (ohne Einheit)

Die Community-Ergebnisse im Überblick

Die nachfolgenden Diagramme werden fortlaufend mit den eingereichten Ergebnissen der Community gefüllt. Weil die SSDs, wie von der Redaktion gewünscht, nicht unter idealen Bedingungen getestet werden, werden die zu erwartenden Ergebnisse unter diesen Umständen nicht bei jedem Test die maximale Leistung der getesteten SSD wiedergeben.

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Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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