ROG Flow X13 mit XG Mobile im Test: Testergebnisse

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Jan-Frederik Timm
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ComputerBase hat das Asus ROG Flow X13 sowohl mit als auch ohne ROG XG Mobile im von den Tests zu GeForce RTX 3080/3070 Laptop GPU und GeForce RTX 3060 Laptop GPU (Test) bekannten Parcours getestet. Das von der GeForce RTX 3080 Laptop GPU in der externen ROG XG Mobile berechnete Bild wurde dabei einmal auf einem externen Bildschirm ausgegeben und einmal auf dem internen Display des Notebooks. Wie schnell der Ryzen 9 5980HS im kompakten Gaming-Notebook von Asus ist, hat die Redaktion bereits im separaten Artikel AMD Ryzen 5000 Mobile im Test: 5980HS, 5900HX & 5800H für Notebooks drehen richtig auf detailliert herausgearbeitet.

Der Ort der Bildausgabe macht einen Unterschied

Bevor es an die Benchmarks geht, bedarf es unter Nutzung der Asus ROG XG Mobile am Asus ROG Flow X13 noch einiger Absätze zu einer gerätespezifischen Eigenart: dem Leistungsunterschied zwischen der Ausgabe des Bildes auf dem Notebook- und auf einem externen Display.

Auch wenn Asus die Bandbreite der PCIe-Verbindung zur ROG XG Mobile gegenüber Thunderbolt 3/4 um fast 60 Prozent angehoben hat, macht es einen Unterschied, ob die externe GPU das berechnete Bild direkt an einen Monitor ausgibt oder über das Kabel zurück an das Notebook sendet, um es auf dessen Display auszugeben. Wie groß der Einfluss ist, hängt vom Spiel ab. Asus selbst beziffert ihn auf 5 bis 10 Prozent. Im Test der Redaktion war die Differenz zum Teil aber signifikant größer.

Schon der Einstieg mit dem 3DMark offenbart, dass der Ort der Bildausgabe nicht ohne Relevanz ist: Im Benchmark Fire Strike legt das System um 8 Prozent, in Port Royal (Raytracing) um 5 Prozent zu, wenn das bespielte Display an der ROG XG Mobile angeschlossen wurde. In den Spielen wird der Unterschied allerdings noch größer.

3DMark
  • Fire Strike (Graphics Score):
    • Asus ROG XG Mobile 3080 extern
      31.628
    • Asus ROG XG Mobile 3080
      29.272
    • RTX 3080 Laptop 105 W, 10870H
      25.896
    • RTX 3070 Laptop 105 W, 10870H
      24.450
    • RTX 3080 Laptop 95 W, 10870H
      24.344
    • RTX 3070 Laptop 95 W, 10870H
      23.557
    • RTX 3070 Laptop 85 W, 11370H
      22.191
    • RTX 3060 Laptop 130 W, 5800H
      21.702
    • RTX 3060 Laptop 105 W, 5800H
      20.361
    • RTX 3060 Laptop 80 W, 5800H
      18.205
    • X13 Flow 1650
      8.492
  • Port Royal:
    • Asus ROG XG Mobile 3080 extern
      7.271
    • Asus ROG XG Mobile 3080
      6.944
Einheit: Punkte

FPS und Frametimes in Full HD

Der Blick auf die Spiele F1 2020 und Shadow of the Tomb Raider bestätigt die Ergebnisse aus dem synthetischen Benchmark mit 7 (SotTR) respektive 12 Prozent (F1 2020) Differenz bei den FPS vorerst. Die Frametime-Differenzen liegen auf demselben Niveau.

Interessante Erkenntnisse liefert an dieser Stelle vorerst ein anderer Blick: der auf das absolute Leitungsniveau. In F1 2020 legt die GeForce RTX 3080 mit 150 Watt knapp 20 Prozent gegenüber der bereits getesteten Variante mit 105 Watt zu, in Shadow of the Tomb Raider hingegen nicht. Im Gegenteil: Die schwächere Variante liegt mit CPU von Intel sogar vor der Kombination mit AMD. Hier wird das System – wie in den umfangreichen Notebook-GPU-Tests im Januar – von anderen Aspekten als die Verlustleistung der GPU gebremst.

Diagramme
F1 2020 – 1.920 × 1.080 (FPS)
  • FPS, Durchschnitt:
    • AMD Radeon RX 6900 XT
      222,3
    • AMD Radeon RX 6800 XT
      210,3
    • Nvidia GeForce RTX 3090
      210,3
    • Nvidia GeForce RTX 3080 FE
      210,2
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti OC
      192,9
    • Nvidia GeForce RTX 3070 FE
      182,8
    • AMD Radeon RX 6800
      176,7
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      176,1
    • Nvidia GeForce RTX 3060 Ti FE
      164,4
    • Nvidia RTX 2080 Super FE
      149,1
    • Asus ROG XG Mobile 3080 extern
      144,1
    • AMD Radeon RX 5700 XT
      137,3
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti FE
      135,6
    • Nvidia RTX 2070 Super FE
      132,4
    • AMD Radeon VII
      129,5
    • Asus ROG XG Mobile 3080
      129,0
    • Nvidia GeForce RTX 3060
      123,0
    • RTX 3080 Laptop 105 W, 10870H
      121,8
    • RTX 3060 Laptop 130 W, 5800H
      120,4
    • RTX 3080 Laptop 95 W, 10870H
      116,1
    • RTX 3070 Laptop 105 W, 10870H
      115,3
    • RTX 3060 Laptop 105 W, 5800H
      114,1
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      106,4
    • RTX 3070 Laptop 95 W, 10870H
      102,7
    • RTX 3060 Laptop 80 W, 5800H
      101,4
    • RTX 3070 Laptop 85 W, 11370H
      93,0
    • RTX 2070 Max-Q 90 W, 10750H
      91,1
    • AMD Radeon RX Vega 64
      81,6
    • GTX 1660 Ti 80 W, 9750H
      81,0
    • GTX 1070 Max-Q 80 W, 8750H
      77,9
    • X13 Flow 1650
      43,2
    • X13 Flow APU
      19,4
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Das Thema externes vs. internes Display rückt dann wieder beim Blick auf Doom Eternal in den Fokus: Mit extern angeschlossenem Bildschirm liegen die FPS in diesem Fall 50 Prozent und die Frametimes sogar 70 Prozent höher, als wenn das Display direkt an der XG Mobile hängt. Aber woran liegt das?

Zuerst liegt die Vermutung nahe, dass der Weg zurück ins Notebook der Engine überhaupt nicht schmeckt. Aber bei genauerer Betrachtung fällt auf: Wird das Display direkt an die ROG XG Mobile angeschlossen, läuft Doom Eternal schlichtweg außerordentlich gut, während sich die Leistung mit interner Ausgabe des Signals in die Riege der bisherigen Mobile-Ampere-Ergebnisse einordnet – tendenziell mit einem leichten Malus durch den Weg über das Kabel.

Doom Eternal
Doom Eternal – 1.920 × 1.080 (FPS)
  • FPS, Durchschnitt:
    • AMD Radeon RX 6900 XT
      347,7
    • Nvidia GeForce RTX 3090
      344,3
    • AMD Radeon RX 6800 XT
      324,7
    • Nvidia GeForce RTX 3080 FE
      316,8
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti OC
      284,0
    • AMD Radeon RX 6800
      280,2
    • Nvidia GeForce RTX 3070 FE
      258,9
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      245,9
    • Asus ROG XG Mobile 3080 extern
      240,0
    • Nvidia GeForce RTX 3060 Ti FE
      230,6
    • Nvidia RTX 2080 Super FE
      219,0
    • Nvidia RTX 2070 Super FE
      191,0
    • AMD Radeon RX 5700 XT
      177,4
    • RTX 3060 Laptop 130 W, 5800H
      175,3
    • Nvidia GeForce RTX 3060
      171,2
    • AMD Radeon VII
      167,9
    • RTX 3060 Laptop 105 W, 5800H
      164,4
    • RTX 3070 Laptop 105 W, 10870H
      162,9
    • RTX 3080 Laptop 105 W, 10870H
      162,0
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti FE
      160,1
    • RTX 3080 Laptop 95 W, 10870H
      159,8
    • Asus ROG XG Mobile 3080
      159,0
    • RTX 3070 Laptop 95 W, 10870H
      156,2
    • RTX 3060 Laptop 80 W, 5800H
      145,2
    • AMD Radeon RX Vega 64
      143,2
    • RTX 3070 Laptop 85 W, 11370H
      127,8
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      126,4
    • RTX 2070 Max-Q 90 W, 10750H
      118,7
    • GTX 1070 Max-Q 80 W, 8750H
      96,0
    • GTX 1660 Ti 80 W, 9750H
      95,7
    • X13 Flow 1650
      51,1
    • X13 Flow APU
      28,5
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Das Verhalten in Doom Eternal war auch nach einem vollständigen Reset des Testmusters und einer Neuinstallation des Spiels reproduzierbar. Bei interner Ausgabe legte das Tempo nicht zu, bei externer schnitt das System außerordentlich gut ab. Ein Blick auf den Verlauf der Frametimes im Tool CapFrameX verdeutlicht, wie weit beide Szenarien auseinanderliegen.

Bildvergleich: Frametimes in Doom Eternal FHD bei externem Display Frametimes in Doom Eternal FHD bei internem Display

Woran es liegt, dass die interne Ausgabe – wie offensichtlich alle bis dato getesteten Notebooks mit interner Ampere-GPU – bei 150 bis 170 FPS wie gegen eine Wand läuft? Eine Antwort darauf liefern kann die Redaktion nicht. Festzustehen scheint jedoch, dass diese Hürde bei direkter externer Ausgabe ausgehebelt wird, was den großen Unterschied zwischen interner und externer Ausgabe in Doom Eternal erklärt.

Die Verlaufsdiagramme in F1 2020 zeigen hingegen deutlich geringere Veränderungen, Shadow of the Tomb Raider sogar fast gar keine – auch das passt zu den ermittelten Messwerten.

Doom Eternal fiel im Test mit noch einem weiteren abnormalen Verhalten auf: Der Titel war der einzige, der von Zeit zu Zeit erst dann starten wollte, wenn die AMD Radeon im Ryzen 9 5980HS über den Gerätemanager deaktiviert wurde. Obwohl der vom Nutzer aktiv vorzunehmende Wechsel auf die externe Grafikkarte in allen anderen Szenarien problemlos über die Bühne ging, verweigerte das Spiel sonst hin und wieder die Zusammenarbeit und verwies auf nicht vorhandene Hardware.

FPS und Frametimes in UHD

In Ultra HD werden die Leistungsunterschiede zwischen den beiden Ausgabetypen auch in F1 2020 und Shadow of the Tomb Raider größer. Kein Wunder, muss die Grafikkarte doch die vierfache Menge an Daten zurück an das Notebook schicken, was den Flaschenhals noch stärker belastet. In F1 2020 trennen beide Anschlussarten jetzt 20 Prozent bei den FPS respektive 50 Prozent bei den Frametimes, in Tomb Raider sind es immerhin bis zu 14 Prozent. Wie im Januar kann die RTX 3080 in Ultra HD auch in Tomb Raider von der höheren Rohleistung in Folge des höheren Verbrauchs profitieren, während es in FHD noch keinen Vorteil gab: 20 Prozent legt die XG Mobile RTX 3080 mit 150 Watt TGP in UHD gegenüber der RTX 3080 mit 105 Watt zu.

Diagramme
F1 2020 – 3.840 × 2.160 (FPS)
  • FPS, Durchschnitt:
    • MSI RTX 3090 Gaming X
      130,8
    • Nvidia GeForce RTX 3090
      124,5
    • AMD Radeon RX 6900 XT
      120,9
    • Nvidia GeForce RTX 3080 FE OC
      120,5
    • AMD Radeon RX 6800 XT OC
      118,3
    • Nvidia GeForce RTX 3080 FE
      113,0
    • AMD Radeon RX 6800 XT
      110,8
    • AMD Radeon RX 6800 OC
      103,4
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti OC
      96,9
    • AMD Radeon RX 6800
      95,9
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      84,6
    • Nvidia GeForce RTX 3070 FE
      84,6
    • Asus ROG XG Mobile 3080 extern
      74,3
    • Nvidia RTX 2080 Super FE
      69,7
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti FE
      66,8
    • AMD Radeon VII
      63,2
    • AMD Radeon RX 5700 XT
      62,5
    • Nvidia RTX 2070 Super FE
      61,0
    • Asus ROG XG Mobile 3080
      60,8
    • RTX 3080 Laptop 105 W, 10870H
      59,2
    • RTX 3080 Laptop 95 W, 10870H
      54,3
    • RTX 3070 Laptop 105 W, 10870H
      54,1
    • Nvidia GeForce RTX 3060
      54,0
    • RTX 3060 Laptop 130 W, 5800H
      52,8
    • RTX 3070 Laptop 95 W, 10870H
      52,7
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      50,3
    • RTX 3060 Laptop 105 W, 5800H
      49,0
    • RTX 3070 Laptop 85 W, 11370H
      45,1
    • AMD Radeon RX Vega 64
      43,9
    • RTX 3060 Laptop 80 W, 5800H
      42,4
    • RTX 2070 Max-Q 90 W, 10750H
      41,1
    • GTX 1660 Ti 80 W, 9750H
      34,8
    • GTX 1070 Max-Q 80 W, 8750H
      33,6
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

In Doom Eternal kann sich die externe GPU bei der Ausgabe auf einem externen Display auch in UHD deutlich stärker von der Konkurrenz absetzen als in den beiden anderen Titeln. Gleichzeitig wird hier der Leistungsverlust bei interner Ausgabe ebenfalls größer. In Kombination ergibt sich eine Differenz bei den FPS von 50 Prozent und bei den Frametimes sogar von 70 Prozent.

Doom Eternal
Doom Eternal – 3.840 × 2.160 (FPS)
  • FPS, Durchschnitt:
    • MSI RTX 3090 Gaming X
      175,6
    • Nvidia GeForce RTX 3090
      168,4
    • Nvidia GeForce RTX 3080 FE OC
      160,3
    • AMD Radeon RX 6900 XT
      153,7
    • Nvidia GeForce RTX 3080 FE
      153,5
    • AMD Radeon RX 6800 XT OC
      148,9
    • AMD Radeon RX 6800 XT
      142,1
    • AMD Radeon RX 6800 OC
      135,9
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti OC
      124,9
    • AMD Radeon RX 6800
      123,0
    • Nvidia GeForce RTX 3070 FE
      109,6
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      109,0
    • Asus ROG XG Mobile 3080 extern
      102,1
    • Nvidia RTX 2080 Super FE
      83,1
    • AMD Radeon VII
      81,9
    • RTX 3080 Laptop 105 W, 10870H
      77,0
    • Nvidia GeForce RTX 3060
      74,4
    • Nvidia RTX 2070 Super FE
      73,1
    • AMD Radeon RX 5700 XT
      72,9
    • RTX 3080 Laptop 95 W, 10870H
      71,9
    • RTX 3070 Laptop 105 W, 10870H
      69,3
    • RTX 3060 Laptop 130 W, 5800H
      69,2
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti FE
      68,7
    • RTX 3070 Laptop 95 W, 10870H
      67,4
    • Asus ROG XG Mobile 3080
      66,2
    • RTX 3060 Laptop 105 W, 5800H
      65,0
    • AMD Radeon RX Vega 64
      57,8
    • RTX 3070 Laptop 85 W, 11370H
      56,5
    • RTX 3060 Laptop 80 W, 5800H
      52,4
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      49,7
    • RTX 2070 Max-Q 90 W, 10750H
      48,2
    • GTX 1660 Ti 80 W, 9750H
      44,3
    • GTX 1070 Max-Q 80 W, 8750H
      36,5
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Asus spricht offiziell von im Schnitt 5 bis 10 Prozent Unterschied. Diese Spanne konnte die Redaktion in FHD im 3DMark, in F1 2020 und in Shadow of the Tomb Raider nachvollziehen. In UHD zeigten dieselben Titel deutlich größere Differenzen, in Doom Eternal war das auch in FHD der Fall.

Gaming-Notebook-Benchmarks: Ein leidiges Thema

Die Messwerte lassen sicher nicht nur die Redaktion etwas unbefriedigt zurück, denn Anzahl und Streuung der Ergebnisse lassen ein abschließendes Bild zur Leistungsfähigkeit vermissen.

Dabei hatte die Redaktion sich das ROG Flow X13 eigentlich auch zur Verfügung stellen lassen, um die GeForce-RTX-3000-Laptop-GPU mit der maximal möglichen Leistung in den Benchmarks zu präsentieren. Doch so einfach ist das nicht. Wie sehr das System von den 150 Watt profitiert, hängt nämlich stark vom Titel und dessen Auflösung ab. Weitere, ganz spezifisch der mobilen Plattform zuzuschreibende Einflussfaktoren lassen leider keine pauschale Deutung der Ergebnisse zu.

Denn am Ende geben die Testergebnisse kein klares Bild ab, dem Notebook von Asus zuzuschreiben ist das aber nicht. Vielmehr wurde die Erkenntnis aus dem Notebook-GPU-Test von Anfang 2021 gefestigt: Spiele-Benchmarks mit Gaming-Notebooks sind ein komplexes Thema und das hat mehrere Gründe.

Während im GPU-Testsystem für Desktop-Grafikkarten alle Faktoren bis auf die Grafikkarte auf einem ganz bestimmten Niveau festgelegt werden können, treffen unterschiedlich stark konfigurierte mobile GPUs einer Klasse (RTX 3080 mit 150, 105 oder 80 Watt) auf verschiedene CPUs mit unterschiedlichen Konfigurationen und abweichenden RAM-Taktraten und -Timings sowie Kühlsystemen. Und auch wenn die Bezeichnungen von GPUs und CPUs anderes vermuten lassen, niedrigere Verlustleistungen schaffen auch neue Flaschenhälse. Im Zweifelsfall hakt das Power-Management noch als Störfeuer dazwischen. Und Spiele-Patches sowie Treiber-Updates verwischen das Bild weiter.

Auf dem Desktop-PC wird im Zweifel das alte Ergebnis neu ermittelt, um Produkt A abermals trennscharf mit Produkt B vergleichen zu können. Auch das ist der Redaktion bei Notebooks allerdings nicht möglich, weil Testmuster quasi zu 100 Prozent nach dem Test zurück zum Hersteller gehen.

Im Ergebnis ist das präsentierte Bild weder so klar, wie es sich die Redaktion wünscht, noch wie es ein isolierter Einzeltest des Notebooks mit Fokus auf synthetische Tests suggerieren würde. Klar ist immerhin die Botschaft: Gaming-Notebooks anhand der Typenbezeichnung in ihrer Leistung einzuordnen, ist mittlerweile schlichtweg nicht mehr möglich. Zu stark schwanken die Ergebnisse von Notebook zu Notebook, von Konfiguration zu Konfiguration und von Spiel zu Spiel.

Eine Ausnahme bilden Compute-Anwendungen, wie sie per GPU beschleunigte professionelle Anwendungen darstellen: Weil in diesem Fall weder CPU, noch RAM, noch eine Zuleitung zur Grafikkarte limitiert, findet sich dort mit hoher Verlässlichkeit das Ergebnis, das es anhand der Eckdaten zu erwarten gab.

Diagramme
Blender 2.90 (Erstellen der Vorschau Blenderman)
    • GeForce RTX 3090 – RTX on
      0:52
    • GeForce RTX 3080 FE – RTX on
      1:05
    • Asus ROG XG Mobile 3080 – RTX on
      1:12
    • GeForce RTX 3070 FE – RTX on
      1:22
    • GeForce RTX 3060 Ti FE – RTX on
      1:30
    • RTX 3080 Max-Q 105 W – RTX on
      1:31
    • RTX 3070 Max-Q 105 W – RTX on
      1:38
    • RTX 3070 Max-Q 85 W – RTX on
      1:39
    • GeForce RTX 2080 Ti FE – RTX on
      1:41
    • RTX 3060 130 W – RTX on
      1:53
    • GeForce RTX 2080 Super FE – RTX on
      1:57
    • GeForce RTX 2070 Super FE – RTX on
      2:00
    • RTX 3060 80 W – RTX on
      2:03
    • GeForce RTX 3090 – RTX off
      2:27
    • Radeon RX 6900 XT – RT on
      2:51
    • GeForce RTX 3080 FE – RTX off
      2:52
    • Radeon RX 6800 XT – RT on
      3:06
    • Asus ROG XG Mobile 3080 – RTX off
      3:11
    • RTX 2070 Max-Q 90 W – RTX on
      3:14
    • GeForce RTX 3070 FE – RTX off
      3:25
    • Radeon RX 6800 – RT on
      3:41
    • GeForce RTX 3060 Ti FE – RTX off
      3:49
    • GeForce RTX 2080 Ti FE – RTX off
      4:00
    • RTX 3080 Max-Q 105 W – RTX off
      4:06
    • RTX 3070 Max-Q 105 W – RTX off
      4:08
    • Radeon RX 6900 XT
      4:16
    • RTX 3070 Max-Q 85 W – RTX off
      4:26
    • RTX 3060 130 W – RTX off
      4:33
    • Radeon RX 6800 XT
      4:36
    • GeForce RTX 2080 Super FE – RTX off
      5:10
    • GeForce RTX 2070 Super FE – RTX off
      5:20
    • RTX 3060 80 W – RTX off
      5:22
    • Radeon RX 6800
      5:23
    • Radeon RX 5700 XT
      6:20
    • RTX 2070 Max-Q 90 W – RTX off
      7:49
    • GTX 1660 Ti 80 W – RTX off
      8:49
    • GeForce GTX 1080 FE – RTX off
      9:08
    • GTX 1070 Max-Q 80 W – RTX off
      9:51
    • Ryzen TR 3990WX
      10:20
    • Radeon VII
      12:16
Einheit: Minuten, Sekunden

CPU-Leistung in Anwendungen

Wie schnell das Asus ROG Flow X13 mit seinem Prozessor vom Typ Ryzen 9 5980HS in Anwendungen agiert, hat ComputerBase bereits ausführlich im Artikel AMD Ryzen 5000 Mobile im Test: 5980HS, 5900HX & 5800H für Notebooks drehen richtig auf erörtert. An dieser Stelle sollen die Benchmarks daher nur der Vollständigkeit halber noch einmal unkommentiert angeführt werden. Auch hier gilt: CPU A ist in Notebook B nicht mit CPU A in Notebook C zu vergleichen, zu unterschiedlich können gewählte Profile durch den OEM sein.

Diagramme
Leistungsrating Alltagslasten
    • Asus ROG Strix G15 (Ryzen 9 5900HX)
      94
    • XMG Core 15 (Ryzen 7 5800H 80 W)
      94
    • Asus ROG Flow X13 (Ryzen 9 5980HS, 80W)
      93
    • Asus ROG Flow X13 (Ryzen 9 5980HS, 42W)
      89
    • Asus ROG Flow X13 (Ryzen 9 5980HS, 35W)
      88
    • Gigabyte Aorus 17G (Core i7-10875H, 62 W)
      84
    • Gigabyte Aero 15 OLED (Core i7-10875H, 62 W)
      82
    • Gigabyte Aero 15 OLED (Core i7-10870H, 45 W)
      79
    • Gigabyte Aero 15 OLED (Core i7-10875H, 45 W)
      78
    • Asus ROG Zephyrus G14 (Ryzen 9 4900HS)
      76
    • XMG Core 15 (Ryzen 7 4800H, 65 W)
      74
    • Asus TUF Gaming A17 (Ryzen 7 4800H, Leistung)
      73
    • Lenovo Yoga Slim 7 (Ryzen 7 4800U, 25W)
      72
    • Intel Whitebook (Intel Core i7-1185G7)
      69
    • XMG Core 15 (Core i7-10750H, 75 W)
      69
    • Razer Blade 15 (Core i7-10750H, Gaming)
      68
    • Asus TUF Dash 15 (Core i7-11370H, 62W)
      67
    • XMG Core 15 (Core i7-10750H, 45 W)
      67
    • Lenovo Yoga Slim 7 (Ryzen 7 4800U, 15W)
      67
    • Schenker Vision 15 (Core i7-1165G7, 40W)
      66
    • XMG Core 15 (Core i7-10750H, 35 W)
      65
    • Schenker Vision 15 (Core i7-1165G7, 28W)
      62
    • Asus ExpertBook B9400CE (Core i7-1165G7, 20,5W)
      61
    • Acer Swift 3 (Vorserie) (Intel Core i7-1165G7)
      61
    • Razer Blade 15 (Core i7-8750H)
      58
    • Razer Blade 15 (Core i7-9750H)
      58
    • Lenovo Yoga Slim 7 (Ryzen 5 4500U, 25W)
      54
    • Lenovo Yoga Slim 7 (Ryzen 5 4500U, 15W)
      53
    • Huawei MateBook X Pro (Core i7-10510U)
      49
    • Acer Swift 3 (Core i7-1065G7)
      47
    • Dell XPS 13 (9300) (Core i5-1035G1, Optimiert)
      46
    • Asus ExpertBook B9450FA (Core i7-10510U, 10 W)
      42
    • LG Gram 17 (Core i5-1035G7)
      41
    • HP Pavilion 15 (Ryzen 7 3750H)
      40
    • Gigabyte Aero 15 OLED (Core i7-10870H, 62 W)
      0
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Lautstärke

Das Asus ROG Flow X13 ist unter Volllast kein Leisetreter. Wird die CPU, deren iGPU oder die GeForce GTX 1650 Max-Q im Profil „Turbo“ maximal gefordert, erreicht das System 40 cm vor dem Display eine Geräuschkulisse von 38 dB – das Kühlsystem läuft in allen drei Fällen am Anschlag. 38 dB liegen in Spielen etwas unter der für viele High-End-Gaming-Notebooks gängigen 40-dB-Marke, die Leistung mit der Turing-GPU ist aber auch vergleichsweise gering.

Viel mehr Leistung gibt es mit der externen ROG XG Mobile, leise ist die Box nicht. Dass unter Volllast dann sogar 43 dB zu messen sind, überrascht in Anbetracht der Dimensionen der Box zu Anfang. Allerdings beherbergt das Gehäuse eben nicht nur die mit 150 Watt hoch taktende GeForce RTX 3080 Laptop GPU, sondern auch den I/O-Hub und ein 280 Watt starkes Netzteil – viel Platz bleibt für das Kühlsystem der GPU also nicht.