1&1 DSL 100 - Störungen und niedrige Sync - Raten

CIO

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Moin liebe Community,

ich habe seit 07/24 bei 1&1 einen 100 DSL - Tarif, welcher seit diesem Zeitpunkt auch immer erfolgreich mit 109 Mbit/s Download / 37 Mbit/s Upload synchronisiert hat.

Ende Feb. habe ich DSL - Störungen gehabt, die sich bis Mitte März hinzogen.
Nun funktioniert es erst mal wider.

Die Kommunikation von 1&1 ist aktuell mangelhaft, sprich, mir teilt niemand den Grund der Störung mit.
Die Sync - Raten liegen aktuell bei einem geschalteten DSL 100 Profil bei >> bei 68,4 Mbit/s Download 22,7 Mbit/s Upload.
Meldung in der FRITZ!Box 7690
'Internetverbindung IPv6: AFTR konnte nicht bezogen werden: Grund 7 (got no aftr)'
liegen immer noch an.

Zwischenzeitlich hatte ich mir ein neues TAE - RJ45 - Kabel besorgt und mir über 1&1 eine neue FRITZ!Box 7690 zusenden lassen.

FB und Kabel waren nicht das Problem, es lag am Anschluss.

Was kann ich nun tun, um eine 109 Mbit/s Download / 37 Mbit/s Upload wieder zu erlangen ?
Was darf ich von 1&1 fordern ?
Welche Grundlage liegt in meinem Fall ggf. vor, um ein Sonderkündigungs - Grund zu erlagen ?

Vielen Dank im voraus und liebe Grüße.
CIO.
 
CIO schrieb:
Welche Grundlage liegt in meinem Fall ggf. vor, um ein Sonderkündigungs - Grund zu erlagen ?
wie viel ist in deinem vertrag zugesichert?

nutzt du DLAN?
 
Schick mal bitte dein Spektrum aus der FritzBox rein sowie die Leitungsinformationen.

Die Meldung: „'Internetverbindung IPv6: AFTR konnte nicht bezogen werden: Grund 7 (got no aftr)'“ -> Ist keine Störung und bedeutet nur das du DualStack und kein DS-Lite hast, aber deine Fritzbox auf DS-Lite konfiguriert ist.

Wie vor mir genannt tippe ich auch darauf das jemand in deinem Haus oder deine Nachbarn DLAN nutzen und damit auch dein Netz Störung, da kann 1und1 nichts für und das hättest du auch bei anderen Anbietern.
 
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CIO schrieb:
Welche Grundlage liegt in meinem Fall ggf. vor, um ein Sonderkündigungs - Grund zu erlagen ?
Erstmal Störung melden ...
Danach ne Frist von 7 Werktagen nach Zugang zur Beseitigung de Mangels setzen.
Fein mitarbeiten und die Leute ihr Zeug machen lassen.

Ist bei Fristablauf die Störung nicht beseitigt, nochmal eine weitere Frist von 7 Werktagen nach Zugang setzen.
Auch hier fein an der Entstörung mit der Störungsstelle und Techniker mitarbeitern.

Läuft der Anschluss dann immer noch nicht störungsfrei - eine letzte Frist von 14 Werktagen ab Zugang setzen. Gleichzeitig die außerordentliche Kündigung aussprechen, wenn die Störung dann nicht beseitigt ist.

Weiterhin erfolglos, packst du bei Fristablauf etwaige Mietgeräte ein und schickst sie zurück. Nutzt die Leistungen von 1&1 nicht mehr und betrachtest den Anschluss als gekündigt. Selbst wenn da noch was automatisches kommt, am Ende stehst mit besseren Karten da.

Nur dran denken .. du darfst die Entstörung nicht schuldhaft verzögern. Und dir steht nach dem TKG eine Entschädigung pro Störungstag zu, wenn du von 1&1 nicht eine Ausfalllösung hingestellt bekommen hast.
CIO schrieb:
Was kann ich nun tun, um eine 109 Mbit/s Download / 37 Mbit/s Upload wieder zu erlangen ?
Was darf ich von 1&1 fordern ?

Naja hängt von ab was ihr vereinbart habt.
In den aktuellen Produktinformationsblatt vereinbart 1&1 zum VDSL 100
1773622738004.png


Heißt Vertrag erfüllt.
ABER unabhängig davon hat das TKG Regelungen geliefert, die deine Rechte stärken.
Die BNetzA hat das alles hier schön zusammen gefasst:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Internetgeschwindigkeit/start.html

Das kannst du NEBEN dem Entstörungsablauf noch machen - wenn 1&1 meint der Anschluss wäre nicht gestört. Folge von diesen Ablauf beschreibt die BNetzA wie folgt:
Wenn Ihr Messprotokoll eine zur Minderung berechtigende Abweichung ausweist, können Sie sich bezüglich Ihres Minderungsanspruchs oder einer außerordentlichen Kündigung an Ihren Anbieter wenden.

Heißt unabhängig vom reinen Vertragsrecht (s. oben) kannst du dich auch aufs TKG stützen und damit die Daumenschrauben andrehen. Musst aber halt erstmal die Messkampange durchziehen und dann das Protokoll zu 1&1 schicken.

1&1 hat das Recht nachzubessern .. und scheitert das, liegt die Wahl bei dir.
Minderung oder außerordentlich kündigen.
 
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Das Ding ist ja, dass selbst mit einer Sonderkündigung der DSL Anschluss nicht bei nem anderen Anbieter besser wird. Also entweder hoffen dass jemand DLAN oder ähnliche Störer entfernt. Oder zu Kabel / Glasfaser wechseln.

Am besten mal fragen wie es bei Nachbarn läuft.
 
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Die Frage ist am Ende halt wirklich: Was bringt einem die außerordentliche Kündigung, wenn beim nächsten Anbieter, da im Grunde die selbe Leitung, dasselbe Problem existiert.
 
kachiri schrieb:
Was bringt einem die außerordentliche Kündigung, wenn beim nächsten Anbieter, da im Grunde die selbe Leitung, dasselbe Problem existiert.
Bei der Telekom sind die entscheidenenden Schritte bei der Entstörung bis hin zum vor Ort analysierenden Ingenieur um einiges unkomplizierter durchzusetzen.

Blutomen schrieb:
Heißt Vertrag erfüllt.
Werden sich auf ne Störung beim Vorleister berufen oder auf DLM, welches er einfach 4-6 Wochen aussitzen muss.

In deinem Ablauf halte ich die beiden ersten Fristen für zu kurz, um wirksam zu sein, die dritte Frist ist allerdings unnötig. Diese kann man setzen, muss aber nicht. Da gehts primär darum, wie schnell man seine Alternative realisiert bekommt.
Ergänzung ()

CIO schrieb:
Die Sync - Raten liegen aktuell bei einem geschalteten DSL 100 Profil bei >> bei 68,4 Mbit/s Download 22,7 Mbit/s Upload.

Prüfe, ob die Sync Zahlen glatte 00er Werte oder 99er Werte sind. Falls ja, dann ist das eine Entstörmaßnahme die du aussitzen solltest, keine Router Reboots oder sonstiges.

Falls es krumme Zahlen sind, lass die Box mal nachts zwischen 3 und 5 Uhr neu synchronisieren, mit Zeitschaltuhr oder steuerbarer Steckdose.
Dann schau am morgen auf den Sync, das Log und auf das DSL-Spektrum mit(!) aktiviertem Min und Max Wert-Haken.
Generell würde es helfen, wenn du DSL Werte und DSL-Spektrum mit aktiviertem Min und Max Haken einstellen würdest, mit der Info wie viel Zeit zwischen letztem Sync und den Screenshots lag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin liebe Community,

erstmal vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen.
Ich arbeite es mal durch und melde mich später wieder.

Liebe Grüße.
CIO.
 
madmax2010 schrieb:
wie viel ist in deinem vertrag zugesichert?
Gemäß TKG die üblichen 90% vom Maximum, also 90 von 100 MBit/s. Hast du dauerhaft weniger kannst du Minderung verlangen.
 
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h00bi schrieb:
In deinem Ablauf halte ich die beiden ersten Fristen für zu kurz, um wirksam zu sein, die dritte Frist ist allerdings unnötig. Diese kann man setzen, muss aber nicht.
Du bist bei vielen Gerichten mit 3 Fristsetzungen immer noch am besten dran.
Auch wenn man es nicht müsste. Und die anderen sind nicht zu kurz, wenn man die Bedeutung der fehlenden Grundversorgung einbezieht.

rezzler schrieb:
Hast du dauerhaft weniger kannst du Minderung verlangen.
Nicht nur Minderung .. der Verbraucher darf wählen .. ob Minderung ODER außerordentliche Kündigung.
 
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CIO schrieb:
Ende Feb. habe ich DSL - Störungen gehabt, die sich bis Mitte März hinzogen.
Nun funktioniert es erst mal wider.

Die Kommunikation von 1&1 ist aktuell mangelhaft, sprich, mir teilt niemand den Grund der Störung mit.
Die Sync - Raten liegen aktuell bei einem geschalteten DSL 100 Profil bei >> bei 68,4 Mbit/s Download 22,7 Mbit/s Upload.
Meldung in der FRITZ!Box 7690
'Internetverbindung IPv6: AFTR konnte nicht bezogen werden: Grund 7 (got no aftr)'
liegen immer noch an.

Zwischenzeitlich hatte ich mir ein neues TAE - RJ45 - Kabel besorgt und mir über 1&1 eine neue FRITZ!Box 7690 zusenden lassen.

FB und Kabel waren nicht das Problem, es lag am Anschluss.

Was kann ich nun tun, um eine 109 Mbit/s Download / 37 Mbit/s Upload wieder zu erlangen ?
Was darf ich von 1&1 fordern ?

1. bei dir hat ASSIA / DLM zugeschlagen aufgrund der Syncprobleme - warte ein paar Wochen, dann sollte es wieder nach oben gehen - in der Zwischenzeit bitte nicht die BOX vom Strom nehmen oder die Verbindung der Box zur TAE Dose trennen, um weitere Resyncs zu vermeiden.

2. das IPv6 Problem hat nichts mit der DSL Störung zu tun - hier ist der Anbieter schuld -> Störung melden wenn du unbedingt IPv6 Nutzen willst.

3. du liegst ca. 30 % unter dem Standard, aber noch innerhalb der zulässigen Grenze des Vertrages. Das einzige was du von denen von fordern kannst, ist das die sich um einen Portreset / Reset von ASSIA /DLM bei der Telekom kümmern sollen. Wird aber wahrscheinlich nur ein ? zurückkommen, da die meisten sich damit nicht auskennen.
 
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Sebbi schrieb:
1. bei dir hat ASSIA / DLM zugeschlagen aufgrund der Syncprobleme
Das kannst du unmöglich mit Sicherheit ableiten. Eigentlich ist die genannte Nachkommastelle bei up und down bereits ein Zeichen gegen DLM. Daher auch erstmal meine Rückfrage, ob es zumindest dahinter glatte 00er Zahlen sind. Üblicherweise fixiert DLM auf 1000er Schritte, nicht auf 100er Schritte.

Sebbi schrieb:
3. du liegst ca. 30 % unter dem Standard, aber noch innerhalb der zulässigen Grenze des Vertrages.
Nein, du begehst einen Fehler bei der Interpretation der Genzwerte.
Die relevante Grenze liegt in diesem Fall bei 90% des Maximums und da ist er deutlich drunter.

Aber nochmal: Das gilt nicht für (temporäre, behebbare) Störungen.
 
Sebbi schrieb:
2. das IPv6 Problem hat nichts mit der DSL Störung zu tun - hier ist der Anbieter schuld -> Störung melden wenn du unbedingt IPv6 Nutzen willst.
Das stimmt nicht, es kann nur über den IPv6 Zugang kein AFTR gefunden werden, weil der Anschluss auf DualStack läuft, der Router aber explizit auf DS-Lite steht und einen AFTR erwartet.
 
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h00bi schrieb:
Das kannst du unmöglich mit Sicherheit ableiten. Eigentlich ist die genannte Nachkommastelle bei up und down bereits ein Zeichen gegen DLM.

wenn der TE die Werte von der Hauptseite der Fritzbox nimmt (Nettosync) und nicht von der DSL Infomationsseite (Bruttosync), kommt das hin, Vectoring knappst ja immer was weg von Bruttosync.

Das Syncprofil wird 70 Mbit/25Mbit sein.

@millen

also kein Fehler und müsste am Router entsprechend eingestellt werden - Dennoch bleibt es die Aussage, das das nichts mit den DSL Störungen zu tun hat, korrekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin liebe Community,

weiterhin vielen Dank für Eure zahlreichen Rückmeldungen und Euren Support.

Der Anschluss ist ein Dual-Stack-Anschluss.

Zur Meldung << 'Internetverbindung IPv6: AFTR konnte nicht bezogen werden: Grund 7 (got no aftr)' >>,
die IPv6 Einstellungen sind vielleicht durch die autom. Einrichtung des Internetanbieters gesetzt worden. Lt. 1&1 Support soll ich die Meldung ignorieren.
Soll im IPv6 Reiter die Auswahl ** Native IPv4-Anbindung verwenden ** gesetzt werden ?
S. Bild IPv6.

Im Haushalt ist kein DLAN vorhanden.
Lt. 1&1 Support war es wohl eine Störung an einem Kabelverzweiger (KVz).
Die Störungen sind erstmal weg; Sync – Raten Thema vorhanden.

Anbei nochmal das Spektrum und die Leitungsinformationen als Bilder.
Die aktuellen Sync - Zahlen sind glatte 00er Werte.
__
Vielen Dank liebe Grüße.
CIO.
 

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CIO schrieb:
Lt. 1&1 Support war es wohl eine Störung an einem Kabelverzweiger (KVz).
Die Störungen sind erstmal weg; Sync – Raten Thema vorhanden.

Anbei nochmal das Spektrum und die Leitungsinformationen als Bilder.
Die aktuellen Sync - Zahlen sind glatte 00er Werte.
Da hat DLM eingegriffen im Sinne der Stabilität. Aber halt auf Kosten der Geschwindigkeit. Lass das mal so 3-4 Wochen laufen, wenn da keine Fehler mehr auftreten sollte die Geschwindigkeit dann nach oben gehen.
 
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CIO schrieb:
Laut 1&1 Support soll ich die Meldung ignorieren. Soll im IPv6 Reiter die Auswahl ** Native IPv4-Anbindung verwenden ** gesetzt werden?
Dann wäre die Meldung weg. Aber Ignorieren halte auch ich für die bessere Strategie, weil Du so mit beiden Anschlussarten kompatibel bist.
 
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