Der Punkt ist, dass 1 GB RAM nicht kleiner ist als 4 GB, von der Größe her. Und eine 160-GB-SSD ist nicht doppelt so groß, wie eine 80-GB-SSD.
Du darfst Speicherchips nicht mit Plattern der Festplatten vergleichen. Bei Speicher-Chips, CPUs und GPUs werden aus einem großen Waffer geschnitten (?). Je kleiner also die Fertigungsstruktur des Waffers ist, desto mehr Chips kann man aus einem Waffer herausbekommen. Den Shrink z.B. bei Grafikkarten von 65 auf 40nm oder bei SSDs auf 34nm macht man nicht, damit das Produkt schneller wird, sondern damit die Ausbeute aus einem Waffer höher ist und somit die Produktionskosten sinken. Also je kleiner, desto billiger.
Auf der anderen Seite hat eine geringere Größe auch eine geringere Abwärme (siehe GPUs, CPUs, 2,5"-HDDs). Und das ist wiederum für Server-System besonders wichtig - gepaart mit der niedrigeren Spannung (=Stromverbrauch). Und eigentlich werden die SSDs auch immer noch für Server- und Highend-Workstations produziert, wo es auch um Platz geht. Wenn ich also in einem kleineren Produkt genausoviel Speicherplatz unterbringen kann, wie auf einem doppelt so großem, dann ist das ein Verkaufsgrund.
Und mittlerweile kommt dieser Trend auch auf den Desktop-PCs zu Hause an. Es macht also keinen Sinn, noch 3,5"-SSDs zu verkaufen, wenn eigentlich nur das Gehäuse größer ist. Ich persönlich würde auch keine 3,5"-HDD mehr kaufen. Einzig mehr Speicherchips könnte man bei 3,5" unterbringen. Aber das kann wiederum keiner bezahlen, wie du an den OCZ Colossus aus Schmitz' Link sehen kannst. Bei Chips trifft es eben nicht zu, dass je größer sie sind, desto billiger werden sie. Im Gegenteil.
Schade nur, dass die Gehäuse-Hersteller bei 2,5"-Schächten so hinterher hinken. Aber dafür gibt es einfache Einbauwinkel, so dass man die 2,5"-Laufwerke problemlos in 3,5"-Schächte einbauen kann.