News AMD: Stromsparende Prozessoren kommen

Nova1984 schrieb:
Amds Produkte sind durchaus ansehnlich, Preis-Leistung ist bei den meisten Modellen deutlich besser als das jeweilige Intels Pendant.
Zu dumm, daß AMD in vielen Leistungsbereichen (ich meine Rechenleistung, nicht Heizleistung) gar kein ähnliches Produkt anbieten kann.

BTW: Meine Turnschuhe haben ein viel besseres Preis-Leistungsverhältnis als ein Porsche! :D
 
@captain carot - da kann man nur zustimmen.Ich behaupte sogar das ein 4xK8 Intel das Leben schwerer gemacht hätte, bevor man dann bei AMD auf native Cores umgestellt hätte.Wenn ich mir die Performance eines Dual X2(Opteron oder FX Systems) ansehe, durch den HT-Bus wäre da genügend Leistung gewesen ,schon wenn man nur den Speicherdurchsatz ansieht.Auch der Stromverbrauch wäre mit 65 - 90 W machbar wie aktuelle X2@45 W beweisen...bei allen möglichen Nachteilen aber man hätte nicht so viele Marktanteile verloren..
 
mensch183 schrieb:
Zu dumm, daß AMD in vielen Leistungsbereichen (ich meine Rechenleistung, nicht Heizleistung) gar kein ähnliches Produkt anbieten kann.
High-End-Gaming- und vielleicht noch (teilweise) High-End-Workstation, also vielleicht 4-5% des Marktes. Tendenz abnehmend. Im Gegenzug kann ich mich auch hinstellen und sagen, dass Xeons für HPC (noch) nicht zu gebrauchen sind...

@Xedos99
Ich denke, es wäre gut gewesen, es wie mit dem K8 zu machen. Der K8 wurde schon beim Design darauf ausgelegt, später einen weiteren Kern hinzuzufügen. Das sah man dann beim Duell zwischen A64 X2 und Pentium D.
Den K10 hätte man als Dualcore entwickeln können, dem man später weitere Kerne und evtl. mehr Cache hinzufügen kann. Die Entwicklung und Fertigung eines solchen Prozessors wäre wahrscheinlich einfacher und schneller gegangen. Da war AMD zu voreilig.
 
Zuletzt bearbeitet:
@MacroWelle: Dahingehend hat sich von K8 zu K10 nichts geändert, die Architektur des K10 ist genauso wie die des K8 (von dem man genauso gut einen Quadcore zusammenpacken könnte) bereits schon skalierfähig gewesen - da wurde nichts mehr oder weniger ausgelegt. Das ganze dann aber auch in einem Die mit einem entsprechenden Fertigungsprozess zu realisieren war und ist das große Problem, bei gleichzeitiger Umkrempelung der Architektur.

Man hätte es Intel gleich tun und den Quadcore schon vor einem Jahr bequem mittels HT als 2Socket-on-a-Die realisieren können, falls du darauf anspielst. Glaub ich aber nicht, deshalb meine Ausführungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mike Lowrey schrieb:
Rein hypothetisch, würden die amerikanischen Kartellbehörden Intel zerschlagen wenn AMD nicht mehr existiert
Ich weiß nicht, wie Du auf die Idee kommst, dass ein Untergang AMDs zwangsläufig zu einer Zerschlagung Intels führen würde. Dem ist nicht so. Monopole sind erlaubt, nur der nachgewiesener Missbrauch führt zu Strafen.

blackiwid schrieb:
oh man wie arrogant muss man sein, zu glauben das eine größere zahl von leuten nur die amd prozessoren aus mitleid kaufen, kerle begreif es mal wir haben sachliche gründe dafür.
Gegen die sage ich ja auch nichts, ich benutze ja selbst AMD Prozessoren wo sie sich rechnen. Mir geht's um die Leute, die gegen besseres Wissen unterlegene Produkte kaufen, weil sie AMD toll finden, den Underdog lieben, früher eine innige Beziehung zu einem K5 hatten oder AMD in Deutschland produziert. Kannst Du alles in genau diesem Forum nachlesen.

blackiwid schrieb:
Amd hat die bessere plattform die besseren boards
Eine "Plattform" besteht aus mehreren Teilen, in diesem Zusammenhang gemein hin aus CPU, Chipsatz und GPU. Bei 2 1/2 dieser drei Teile hat AMD ein Problem.

iNsuRRecTiON schrieb:
Ich verstehe nicht wie man in 90nm Dualcores mit 35 Watt herstellen kann, dann aber in 65nm mit 45 Watt herausbringt.
Vielleicht konnte man die SFF-Version ja gar nicht oder nur in kleinsten Dosen herstellen? Große Verbreitung erfuhr sie jedenfalls nie. Das würde auch erklären, warum man sie schnell wieder unter den Teppich gekehrt hat.

gruffi schrieb:
VIA hat afaik immer noch keine [x86 Lizenz].
Die haben sie mittlerweile schon seit 2003:
http://www.via.com.tw/en/resources/pressroom/2003_archive/pr030408patentcase.jsp
 
Ich weiß, dass die Architektur skalierfähig ist - meine mich zu erinnern, etwas von wegen "bis zu 12 Kerne" gelesen zu haben.
Mit "ausgelegt" meine ich, dass der K10 als Quadcore auf den Markt gebracht wird und erst irgendwann in einem halben Jahr die Dualcores kommen. AMD hätte mit den Dualcores anfangen müssen und dann später mehr Kerne reinpacken sollen.
So wie es jetzt läuft bringt AMD nach zu langer Entwicklungszeit einen nur halbwegs überzeugenden Quadcore auf den Markt, während "unten" der K8 immer weiter an Konkurrenzfähigkeit verliert. Da hatte man sich gerade bei wirklich vielen Leuten mit dem K8 einen guten Ruf erarbeitet und schon macht man alles wieder kaputt.

Das mit dem Dual-X2 über Hypertransport ging glaube ich deshalb nicht, weil zwei Chips in 90nm nicht mehr in ein Package gepasst hätten. Wäre aber schön gewesen. Tja.
 
Wer redet denn auch von 90nm...

Aber dieses was-wäre-wenn bekommt schön langsam einen Bart, vermutlich sind jetzt einige AMD-Leute gescheiter bzw. gegangen worden, und man muss das beste draus machen.

incurable schrieb:
Eine "Plattform" besteht aus mehreren Teilen, in diesem Zusammenhang gemein hin aus CPU, Chipsatz und GPU. Bei 2 1/2 dieser drei Teile hat AMD ein Problem.
Also das musst du jetzt bitte näher ausführen. :p
 
Zuletzt bearbeitet:
MacroWelle schrieb:
Mit "ausgelegt" meine ich, dass der K10 als Quadcore auf den Markt gebracht wird und erst irgendwann in einem halben Jahr die Dualcores kommen. AMD hätte mit den Dualcores anfangen müssen und dann später mehr Kerne reinpacken sollen.
Denke nicht, dass das eine Option war. Viele Leute vergessen immer wieder, dass K10, genauso wie K8, in erster Linie Server Prozessoren sind. Und dort macht ein 2 GHz Quadcore immer noch mehr Sinn als ein 3 GHz Dualcore. Dass es im Desktop Bereich genau andersrum ausschaut, kann AMD nun mal nicht beeinflussen. Der Entwicklungsprozess war daher logisch, auch wenn Desktop User dies sicherlich gerne anders gehabt hätten. Ich warte auch schon seit Anfang des Jahres auf Dualcores, weil Quadcore für mich momentan total sinnlos ist. :)
 
gruffi schrieb:
Denke nicht, dass das eine Option war. Viele Leute vergessen immer wieder, dass K10, genauso wie K8, in erster Linie Server Prozessoren sind. Und dort macht ein 2 GHz Quadcore immer noch mehr Sinn als ein 3 GHz Dualcore.
Ich denke nicht, dass ein K10-Quadcore später auf den Markt gekommen wäre, wenn man mit Dualcores gestartet wäre (Quads entweder nativ oder erstmal zwei in einem Package).
Beim K8-Opteron lag AMD genau richtig. Beim K10 hat man sich übernommen, da man mit dem nativen Quadcore einfach der Zeit voraus war. Resultat war, dass die Produktentwicklung länger dauerte und wohl teurer wurde.
Aber nun gut, vielleicht hatte AMD gute Gründe - trotzdem ist offensichtlich irgendwas schief gelaufen.
 
MacroWelle schrieb:
Ich denke nicht, dass ein K10-Quadcore später auf den Markt gekommen wäre, wenn man mit Dualcores gestartet wäre
Naja, das umgekehrte Modell sieht aber etwas anders aus. Der K10 Dualcore kommt voraussichtlich erst ein dreiviertel Jahr nach dem K10 Quadcore. Entweder ist es eben doch nicht so ganz trivial. Oder die Prioritäten haben sich nicht geändert, was das Konzept wiederum nicht in Frage stellt.

MacroWelle schrieb:
Beim K8-Opteron lag AMD genau richtig. Beim K10 hat man sich übernommen, da man mit dem nativen Quadcore einfach der Zeit voraus war. Resultat war, dass die Produktentwicklung länger dauerte und wohl teurer wurde.
Lieber früher als später. Unter diesem Zugzwang steht AMD nun mal. Dass die Produkteinführung länger gedauert hat, hat imo auch weniger etwas mit einem "nativen" Design zu tun. Der K10 war ursprünglich wohl ein anderes Konzept, welches teilweise verworfen wurde. Hinzu kamen Speedpath Probleme, die einen Launch um ein bis zwei Quartale verzögerten.
 
@guffi
Du verstehst mich falsch, ich meine, dass der K10 insgesamt früher hätte starten können, wenn man mit Dualcores angefangen hätte. Also Dualcore Mitte 2007, Quadcore etwa ein Jahr später (non-nativ evtl. früher).

gruffi schrieb:
Lieber früher als später. Unter diesem Zugzwang steht AMD nun mal. Dass die Produkteinführung länger gedauert hat, hat imo auch weniger etwas mit einem "nativen" Design zu tun.
Ich sehe da einen Zusammenhang. Wenn man den Sprung zu früh (oder in die falsche Richtung) macht, fällt man auf die Nase. Bei K8 war die Innovation genau richtig, neben der guten Architektur hatte man einen IMC und HT-Links. Beim K10 hat das nicht geklappt, die prägenden neuen Merkmale der Architektur (nativer Quadcore, verbesserter IMC, HT3) bringen nicht wirklich viel, weil der aktuelle Markt insgesamt nicht so weit ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
MacroWelle schrieb:
Beim K10 hat das nicht geklappt, die prägenden neuen Merkmale der Architektur (nativer Quadcore, verbesserter IMC, HT3) bringen nicht wirklich viel, weil der aktuelle Markt insgesamt nicht so weit ist.
Für Desktop mag das zutreffen, bei Servern sieht das aber ein klein wenig anders aus.
 
@HereticNovalis
"und die pr-maschinerie läuft weiter. sowas wird als "stromsparend" verkauft ... und andere haben das standardmäßig schon seit langem"

genau so ist es :)


"vielleicht kommt ja auch intel irgendwann mal drauf, dass man einfach altbekanntes als innovation verkaufen muss, um den umsatz zu steigern"
Das machen die doch am laufenden Band. Stichwort 'Hyperthreading' ... Da können Sun/Sparc und IBM/PowerPC nur müde grinsen.
'Intelligent Power Capability' - damit haben sie AMDs Technik nachgezogen.

"wäre nur fair wenn man sich die "neuheiten" von amd mal anschaut (ausschussware als x3-neuheit"
Ist doch niemals von AMD als Neuheit geprisen worden. Teildefekte Produkte wurden schon immer unter anderem Label verkauft
(Intel 486SX, ATI Radeon 9500...).
 
Zurück
Oben