Arbeiten in den USA

Und wie sieht es arbeitsrechtlich aus? Kannst du rausfliegen? Ist deine Rückkehr garantiert sowohl in den Job als auch das Flugticket? Wer bezahlt den Umzug? Wie sieht es mit Krankenversicherung aus? Bist du in D weiter Arbeitslosenversichert? Eine wichtige Frage weil ich habe nach meiner Rückkehr erfahren das ich es nicht war. Also mach dich da wirklich schlau und kalkuliere bestimmte Unwägbarkeiten so gut wie möglich ein. Kannst du mit deinem Lohn , wenn es der gleiche ist, dort leben?
 
Wenn dir die USA gefallen und du vom deutschen (!) Arbeitgeber aus krankenversichert bist (das muss wirklich eine ordentliche Versicherung sein), dann ist das ganze sicherlich keine schlechte Sache. Bei gleichem Lohn kannst du dir dort mehr leisten.

Ich habe letztes Jahr 6 Monate in Georgia verbracht (Praxissemester) und das war durchaus eine coole Zeit, aber für mich steht jetzt danach auch fest, dass ich keinesfalls länger rüber möchte. Ein anderer Student hat dagen für 2 Jahre unterschrieben, du siehst also das das auch sehr auf dich selbst ankommt. Für deinen Lebenslauf ist das aber sicherlich nicht schlecht.
 
KoreaEnte schrieb:
Auch wenn es vorher schon sicher ist, dass er nach den 3 Jahren zurück kommt, wird er seinen Wohnsitz hier abmelden. Oder meinst du er behält 3 Jahre lang eine leere Wohnung in Deutschland, das ist bei der Länge wohl nicht realistisch. Er zahlt auf seinen Lohn in den USA Steuern, selbst wenn er noch einen Wohnsitz in Deutschland hätte, da nach DBA dem Staat das Besteuerungsrecht zugewiesen wird, in dem der Angestellte seine Tätigkeit ausführt, der andere Staat stellt frei, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden.
Ich war selbst für drei Jahre im Ausland über meinen Arbeitgeber. Bei Entsendeverträgen muss man unterscheiden zwischen Home-Bound und Host-Bound. Im Falle eines Home-Bound-Vertrages bezieht man sein Arbeitsgehalt weiterhin in Deutschland und behält seinen deutschen Arbeitsvertrag und man behält üblicherweise auch seinen Wohnsitz in Deutschland. Bei Host-Bound-Verträgen bezieht man sein reguläres Gehalt im Zielland von der Host-Firma. Der deutsche Arbeitsvertrag ruht in dieser Zeit. Der deutsche Arbeitgeber bezahlt lediglich die Versicherungen, so dass man im System bleibt.
Bei längeren Auslandsentsendungen ab 3+ Jahre sind es üblicherweise Host-Bound-Verträge und die Firma erwartet üblicherweise von einem, dass man seine Wohnung in Deutschland aufgibt, daher werden auch alle Umzugskosten erstattet. Man kann die Wohnung natürlich auch untervermieten. In meinem Falle hat man mir die Wohnung im Ziellland gestellt und ich habe meine Wohnung in Deutschland behalten, da ich sowieso alle drei Wochen zu Geschäftsreise für ein paar Tage wieder hier war.
Ist also alles möglich. ;)

Gucky10 schrieb:
Ist deine Rückkehr garantiert sowohl in den Job als auch das Flugticket? Wer bezahlt den Umzug? Wie sieht es mit Krankenversicherung aus? Bist du in D weiter Arbeitslosenversichert? Eine wichtige Frage weil ich habe nach meiner Rückkehr erfahren das ich es nicht war. Also mach dich da wirklich schlau und kalkuliere bestimmte Unwägbarkeiten so gut wie möglich ein. Kannst du mit deinem Lohn , wenn es der gleiche ist, dort leben?
Jeder Entsendevertrag beinhaltet eine Rückkehrklausel. Das Gehalt wird nach dem Better-Off-Principle berechnet. Sprich, man bekommt das Gehalt, das üblich für die Position in dem Land ist. Sollte dieses Gehalt geringer ausfallen als das Gehalt, das man dafür in Deutschland bekommen würde, dann bekommt man das in Deutschland übliche Gehalt. Hinzu kommt noch Buschzulage etc.

@TE
Mach es! Ein Auslandsaufenthalt bringt einen beruflich und auch persönlich unheimlich weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit dem Gehalt stimmt so nicht allgemein. Es kommt darauf an. Bei mir war es so das ich das deutsche Gehalt mitgenommen habe und es dann einen Ausgleich der Lebenskosten bekam. Am Ende hatte ich deutlich mehr Netto als Bruttogehalt + alle wichtigen Nebenkosten wie Wohnung, Auto, Versicherungen und Schulkosten. Aber das hängt halt wirklich vom Vertrag ab. Allerdings bin ich bei Rückkehr direkt aus betrieblichen Gründen gekündigt wurden. Dabei kam dann auch raus das die Firma keine Arbeitslosenversicherung gezahlt hatte und da ich 3 Jahre weg war damit keinen Anspruch auf auf Arbeitslosengeld hatte. Das ganze wurde am Ende dann zwar ziemlich teuer für die Firma aber ich musste mir trotzdem einen neuen Job suchen. Also man muss wirklich aufpassen was im Vertrag steht und auch mal ein Worstcase durchspielen ob alles abgedeckt ist.
 
So weit ja alles so gut, aber 10 Urlaubstage fuer einen Deutschen in einer deutschen Firma kommt mir doch recht "knapp" vor. Mich wuerde das stoeren.
 
Zurück
Oben