Atomkraft?

Was haltet ihr von Atomkraft und der Austeigepolitik?

  • Atomkraft? Nein, danke!

    Stimmen: 60 8,8%
  • Atomkraft finde ich richtig, zumal sie die Umwelt mehr schohnt als irgendwelche Kohlekraftwerke

    Stimmen: 394 57,9%
  • Deutschland sollte die Reaktoren abschalten, dafür aber auf erneuerbare Energieen setzten

    Stimmen: 226 33,2%

  • Umfrageteilnehmer
    680
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
fjmi

Du stilisierst das Endlagerunsthema total hoch.

Die Frage wird gelöst werden weil sie gelöst werden muss weil wir schon Atommüll produziert haben.
Wenn dann ein Endlager gefunden ist, dann machts ja wohl keinen Unterschied ob da dann 20, 50, oder 100 Fässer drinstehen.

Zeig mir ein tragfähiges Energie Konzept ohne Atomstrom, bei konstanten Energiepreisen und gleichbleibenden Emissionen, und ich bin sofort für die Abschaltung der AKWs.

----------------

Das Thema Atomstrom, Erneuerbare Energien ist in der Wissenschaft höchst strittig.
Einige sind für den geplanten Ausstieg und meinen man könnte den Ausfall stemmen, andere sind gegen den verfrühten Ausstieg.

Beide Seiten bringen wichtige Argumente (Energiepolitisch, Umweltschutz, usw...) vor.
Du hast dich jetzt hier einzig auf das Thema Endlagerung eingeschossen. Dieses Schwarz - Weiß Denken entspricht offensichtlich nicht der Realität.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anaxagoras schrieb:
Braunkohle ist ganz und gar nicht ein Verlustgeschäft. Zumindest in der Gegend nicht, wo ich herkomme, im Niederrheinischen Braunkohlerevier.
Hast du eigentlich mitbekommen, daß es hier in DE schon lange keinen Kohleabbau mehr geben würde, wenn das nicht massiv subventioniert worden wäre? Da wurden jährlich mehrere Milliarden dran verschwendet, nur um die Arbeitsplatze (und Wählerstimmen) zu erhalten. Wirtschaftlich totaler Schwachsinn, da die Kohle aus dem Ausland nur etwa ein Viertel soviel kostet wie der Abbau hier.
http://www.energieportal24.de/fachberichte_artikel_41.htm
http://www.spiegel.de/sptv/magazin/0,1518,256015,00.html

florian. schrieb:
(und sei es nur das wegschießen auf einen Anderen Planeten)
...
Wie viel Energie es Kostet spielt keine rolle, Ist das gleiche wie ein Kredit, man bekommt jetzt Geld weil man es braucht und zahlt dafür Später mehr zurück
Ich glaube, du weißt nicht wirklich wovon du redest. Informier dich mal darüber, wie teuer und aufwändig das wäre, tonnenweise Atommüll im Weltall zu entsorgen.
Und dann denk mal drüber nach, ob das nicht vielleicht auch ein bisschen fahrlässig ist, wenn dann mal wieder eine Rakete auf halber Strecke abfackelt und der ganze Atommüll dann schön verteilt auf die Erde runter rieselt.

fjmi schrieb:
schaust du dir eigentlich nachrichten an? wenn nicht dann lege ich dir das nahe. nichtmal als österreich entging mir dieses desaster. auf ZDF wurde zb erst gestern in den nachrichten darüber berichtet. inkl. auslaufenden fäsern usw.
Einen Fernseher habe ich nicht. Ich lese die Zeitung. Da stand nichts davon drin (oder ich hab's überblättert). Wenn das wirklich so ein "Big-Deal" wär, würde man davon wohl mehr hören.
Hab auch bei Google mal nach auslaufenden Fässern gesucht und nichts gefunden. Auf eine Quelle dafür warte ich also immernoch.

Ich hab mir aber grad deine Links angeschaut und da hieß es, daß keine akute Gefahr bestehe.
Da hat jemand stark fahrlässig gehandelt, aber man hat es ja dann doch noch rechtzeitig rausgefunden und wird das Thema jetzt (und in Zukunft) daher auch sicher mit mehr Sensibilität und strengerem Auge auf die Sicherheit angehen.

fjmi schrieb:
schlimmes szenario, aber wenn ich mir ansehe wie unbekümmert hier welche über DAS fiasko in der deutschen endlagerung schreiben so fehlen mir nicht nur die worte ich frage mich wie man derart verblendet und naiv sein kann.
Also allzuschlimm ist dann DAS Fiasko ja im Endeffekt noch nicht. Klar fasst man sich da als jemand mit gesundem Menschenverstand an den Kopf und fragt sich, wie denn bitte soviel Unprofessionalität und Fahrlässigkeit auf einem Haufen und dann noch in so einem brenzligen Bereich zusammen kommen können ... aber genauso fasse ich mir an den Kopf, wenn manche Leute immer nur auf "Ausstieg, Ausstieg, Ausstieg" und "Atomkraft, nein Danke!" pochen, sich aber keine Gedanken darüber zu machen scheinen, was das für die Wirtschaft und im Endeffekt auch jeden einzelnen Bürger selbst bedeuten würde.

Es geht einfach nicht so schnell. Punkt.
Statt sich also über potenzielle Probleme mit Endlagerung und Supergau aufzuregen, sollte man sich doch lieber Gedanken machen, wie man diese Probleme umgeht/beseitigt.
 
So, jetz muss ich auch mal einige Frage loswerden.

- Hat das Erdöl die Steinkohle / Braunkohle nun im Sektor der fossilen Energieträger weitestgehend abgelöst ??

- Weshalb wurden die Zechen im Ruhrgebiet stillgelegt??? Durch den Strukturwandel gibt es dort heute andere "Attraktionen" wie "Technologieparks"....Etwa auch weil schon dann das Erdöl die Kohle abgelöst hat ?


Danke für die Antworten :)

mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Energiepreise anziehen, dann wird auch der Abbau im eigenen(teueren) Land wieder hoch aktuell.

Die OMV z.B. bohrt jetzt wieder, nach Jahrzehnten, wie deppert im Wienerbecken(500Mill. Euro) herum um die Eigenversorgung von Öl von 10 auf 20% zu steigern.
 
@Konti

Den Atommüll in das Weltall zu schicken ist nicht teurer, als den Nutzen den wir dadudrch erhalten haben. Die Rechnung würde aufgehen. Das Risiko einer explodierenden Trägerrakte würde ich allerdings auch nicht unbedingt auf mich nehmen wollen. Aber ich glaube, mittlerweile gibt es extrem zuverlässge Raketen.
 
welchen nutzen haben wir davon? woher bekommen wir den treibstoff, wieviel logistik ist nötig schau dir einmal die raketen an die für EINEN sateliten (mit ein paar tonnen gewicht?) nötig sind danach rechne dir aus wieviel allein für asse nötig wären...
aber am besten frag einen techniker/physiker ob das denn energetisch rentabel ist, von den volkswirtschaftlichen kosten ganz zu schweigen.

http://cms.ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=37&Itemid=72

"Umweltprogramm der Bundesregierung: "Die BRD hat ... mit dem Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel ein Endlager geschaffen, das nach vollem Ausbau die bis zum Jahr 2000 anfallenden etwa 250.000 cbm radioaktiver Rückstände sicher aufnehmen kann.""

ich weiß nicht ob du dir vorstellen kannst wieviel 250.000 m³ sind, aber das könnte bei der abschätzung helfen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Trägerrakete

darin ist die ariane 5 mit über 8 tonnen das stärkste im einsatz, die sojus allerdings die verlässlichsten mit lediglich 2-4 tonnen. -> nachdem eine explosion ungünstig wäre bleibt also nur die lang erprobte sojus -->

"Die Sojus-U/Fregat ist 308 t schwer, 46,645 m hoch und kann von Baikonur aus bis zu 2100 kg in den Geotransferorbit oder bis zu 1260 kg auf eine Transferbahn zum Mars bringen." --> also nur etwa eine tonne! bis zum mars, von der sonne sind wir dabei noch weit entfernt.

--> http://www1.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/hintergrund/assezwo102.html
Bis 1978 wanderten nach Betreiber-Angaben rund 88.000 Tonnen an schwachradioaktiven Abfällen und 1.000 Tonnen an mittelradioaktiven Abfällen unter die Erde.

um die bis 1987 angefallenen abfälle in asse2 "wegzuschießen" wären ~90.000 raketenstarts nötig!!


-> fazit: das ist totaler schwachsinn.


-------------
gerade gelesen:
http://www1.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/hintergrund/assezwo102.html

"Nicht ausgeschlossen wird, dass die teils lecken Fässer wieder an die Oberfläche geholt werden müssen, was voraussichtlich Milliarden kosten würde."


Konti schrieb:
Also allzuschlimm ist dann DAS Fiasko ja im Endeffekt noch nicht. Klar fasst man sich da als jemand mit gesundem Menschenverstand an den Kopf und fragt sich, wie denn bitte soviel Unprofessionalität und Fahrlässigkeit auf einem Haufen und dann noch in so einem brenzligen Bereich zusammen kommen können ... aber genauso fasse ich mir an den Kopf, wenn manche Leute immer nur auf "Ausstieg, Ausstieg, Ausstieg" und "Atomkraft, nein Danke!" pochen, sich aber keine Gedanken darüber zu machen scheinen, was das für die Wirtschaft und im Endeffekt auch jeden einzelnen Bürger selbst bedeuten würde.

Es geht einfach nicht so schnell. Punkt.
Statt sich also über potenzielle Probleme mit Endlagerung und Supergau aufzuregen, sollte man sich doch lieber Gedanken machen, wie man diese Probleme umgeht/beseitigt.

was ist den für dich schlimm?
und was würde es bedeuten? wieso gab es bereits vor der kernrakft strom der auch für den normalen bürger leistbar ist?
wer sagt, dass sich diese leute keine gedanken machen? das sind nur UNTERSTELLUNGEN der atomlobby.

ürigens, bloß weils der wirtschaft gut geht, gehts den menschen noch lange nicht gut! siehe USA der größten wirtschaftskraft der welt. was interessiert die wirtschaft auch wies den menschen geht? mir wäre es komplett egal wäre ich nur auf gewinne aus.

umgehen/beseitigen: ich mache mir ja gedanken wie man das problem umgeht: man schafft es erst garnicht! -> das wird dann wohl 'atomkraftgegner' genannt.
das gedanken machen beginnt aber bei einem simplen gedanken: halbwertszeit -> und die daraus entstehenden anforderungen an den standort --> für mich nach wie vor unmachbar für die derzeitige menschheit mit ihrer gesammten dummheit (inkl. meiner)

p.s. absolte meinungen wie "Es geht einfach nicht so schnell. Punkt." solltest du dir -vorallem ohne quellenangabe- abgewöhnen, die sind nicht nur unhaltbar sondern kommen bei vielen (im echten leben) nicht gut an.


DugDanger schrieb:
Du stilisierst das Endlagerunsthema total hoch.

Die Frage wird gelöst werden weil sie gelöst werden muss weil wir schon Atommüll produziert haben.
Wenn dann ein Endlager gefunden ist, dann machts ja wohl keinen Unterschied ob da dann 20, 50, oder 100 Fässer drinstehen.
du bist aber ziemlich naiv. zeig mir ein nachhatiges konzept der menscheit das jahrtausende überstanden hat. und wenn du dir ansiehst wie in DEUTSCHLAND mit asse2 herumgepfuscht wird kannst du dir vorstellen wies in russland und co aussieht, und nachdem wir nur eine erde haben geht uns das sehr wohl etwas an.


DugDanger schrieb:
Das Thema Atomstrom, Erneuerbare Energien ist in der Wissenschaft höchst strittig.
Einige sind für den geplanten Ausstieg und meinen man könnte den Ausfall stemmen, andere sind gegen den verfrühten Ausstieg.
QUELLEN?
wer ist denn gegen den ausstieg?

DugDanger schrieb:
Beide Seiten bringen wichtige Argumente (Energiepolitisch, Umweltschutz, usw...) vor.
na dann zähl mal auf was für wichtige argumente das sein sollen (stichwort: quellen)
DugDanger schrieb:
Du hast dich jetzt hier einzig auf das Thema Endlagerung eingeschossen. Dieses Schwarz - Weiß Denken entspricht offensichtlich nicht der Realität.

hast du das ganze thema gelesen? offensichtlich nicht, denn dann wüsstest du um die vielseitigkeit meiner argumentation auf vorherigen seiten und würdest mein geschreibsel nicht haltlos veruteilen. denn das entspricht sehr wohl der realität.

Konti schrieb:
Einen Fernseher habe ich nicht. Ich lese die Zeitung. Da stand nichts davon drin (oder ich hab's überblättert). Wenn das wirklich so ein "Big-Deal" wär, würde man davon wohl mehr hören.
Hab auch bei Google mal nach auslaufenden Fässern gesucht und nichts gefunden. Auf eine Quelle dafür warte ich also immernoch.
quelle siehe oben in diesem beitrag:
http://www1.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/hintergrund/assezwo102.html

+ in österreich gabs eine neues gesetz zu internetüberwachung dass die persönlichkeitsrechte massiv einschränkt und man fand in (staatlichen) medien dazu ...tara.....trommelwirbel....so gut wie nichts!

-> nur weil man nichts darüber liest/sieht, ist das prolblem nicht aus der welt!

Konti schrieb:
Ich hab mir aber grad deine Links angeschaut und da hieß es, daß keine akute Gefahr bestehe.
wo steht denn das und vorallem WER behauptet das? der betreiber oder unabhängige experten? dass der betreiber und damit verstrickte personen das beteuern ist wohl klar.

-> bitte um zitate aus dem artikel wo das behauptet wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ fjmi

Nö, ich habe nicht alle deine Beiträge gelesen, hast du ja auch nicht gemacht.

Ich brauch dir aber eh nix vorkauen, du hast deine Meinung, ich hab meine.
Die Argumentation führt zu nix.

http://www.focus.de/wissen/wissensc...-es-doch-nicht-ohne-atomkraft_aid_222746.html

Eingeklemmt zwischen den energie- und klimapolitischen Forderungen der Brüsseler Behörde sowie den Machtspielen des russischen Partners mit Öl und Gas, entwickelt sich die Debatte um die Versorgung Deutschlands mit Treibstoff und Strom zum Dauerbrenner

„Der Atomausstieg kollidiert mit allen Zielen unserer Energiepolitik: preiswerter Strom, Versorgungssicherheit, Energiemix und Senkung des CO2-Ausstoßes“, beklagt Alexander Dobrindt, CSU-Energiepolitiker im Bundestag.

Öl sei als Grundstoff für die chemische Industrie viel zu kostbar, um es durch den Auspuff zu jagen. Kraftwerke auf Ölbasis gibt es praktisch nicht mehr, umso mehr Gasturbinen. Also wäre es sinnvoll, jeden Rohstoff da einzusetzen, wo er am dringendsten gebraucht wird: Öl in der chemischen Industrie, Gas für die Raumheizung, Uran für die Stromerzeugung.

Dein tragfähiges Energiekonzept, welches ab morgen ohne Atomkraft auskommt, bleibst du (wie alle AKW) Gegner immer noch schuldig.
 
Zuletzt bearbeitet:
DugDanger schrieb:
Dein tragfähiges Energiekonzept, welches ab morgen ohne Atomkraft auskommt, bleibst du (wie alle AKW) Gegner immer noch schuldig.

NIEMAND spricht von morgen! :mad::mad::mad:
schreibe ich wohl so ca. in jeden dritten beitrag!
von heute auf morgen geht nichts, ein ausstieg ist langfristig.

agesehen davon ist atomstrom volkswirtschaftlich nicht billig! inbesonders solange das endlagerungsproblem nicht gelöst ist, denn das sind KOSTEN die nicht eingerechnet werden.

konzepte gibts selbst in diesem thema hier zitiert werde ich nicht zum x-ten mal wiederkauen.
p.s. das ganze beginnt beim sparen von energie und nicht beim immer mehr kraftwerke bauen.

Jim - Panse schrieb:
Denktmal nach, Elektro Autos, stellt euch alleine die setzen sich durch. Mit erneuerbarer Energie klappt das nicht.
warum klappt das nochmal nicht?
der strom ist dann ein anderer oder waS?
abgesehen davon glaube ich nicht, dass e-autos die zukunft sind. ev. vlt. noch e-autos mit solarzellen aber keinesfalls normale mit akkus drinnen.

p.s. wenn der strom dreimal so teuer wäre, dann würde auch sinnvoll mit dieser resource umgegangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
fjmi schrieb:
NIEMAND spricht von morgen! :mad::mad::mad:
schreibe ich wohl so ca. in jeden dritten beitrag!

Gut hier gab es einen Beitrag (mit Bild) vor einigen seiten wo aufgezeigt wurde wie die Stromproduktion/verbrauch 2020 aussehen wird.
Daran hat man erkannt das ohne Atomstrom die Versorgung nicht gesichert ist.

Und was hätten wir als Alternativen?
Nichts.

Wind bietet keine Grundlast.
Solar Bietet keine Grundlast (und nur rentabel da er extrem Teuer ist -->45cent)
Wasser: Berge in Norddeutschland?
Erdwärme ist zu Teuer (wie Solar)

Also müsste man mehr Fossile Brennstoffe verheizen.
Da ist mir Atomstrom lieber.
 
ich versteh nicht, warum da so ein Zeitdruck gemacht wird. Hey, es ist sonnenklar, das sowohl Uran als auch Erdöl in einigen Jahrzehnten alle sind, Kohle hält noch ne Weile länger. In diesem Zeitfenster sollten alle Anstrengungen gemacht werden, andere Energiequellen nutzbar zu machen. Ob beim Auto der Elektroantrieb oder Wasserstoff oder Bioethanol das Rennen machen, kann man heute noch garnet sagen.

anders sähe es aus wenn wir Waldsterben oder ne Klimaerwärmung hätten ...:rolleyes:
 
fjmi schrieb:
p.s. das ganze beginnt beim sparen von energie und nicht beim immer mehr kraftwerke bauen.

Das ist reiner Wunschtraum und nichts anderes.

Wieviele Privatleute können sich denn ein neues Auto kaufen damit sie statt 10 Liter/100 km nur noch 8 Liter/100 km verbrauchen? Wieviele Firmen können (oder wollen) mal eben ihre IT mit 1.000 PC-Arbeitsplätzen austauschen damit statt 100W PentiumIV und 100W CRT in Zukunft 65W Core2Duo und 50W TFT dort arbeiten?

Fakt ist z. B., dass unsere PKW-Flotte in Deutschland immer älter wird und es für immer mehr Personen sogar schon ein Traum ist und bleibt nach einem Auto <3 Jahren zu schauen. Ebenso kenne ich genügend Firmen mit Gewinnen in Millionenhöhe, welche gerade um den hohen Gewinn zu behalten darauf verzichten noch funktionierende IT nach der Abschreibungsfrist auszutauschen - getauscht wird nur wenn ein Defekt auftritt und man partout keine Ersatzteile mehr bekommt.

Ich bin sogar der Meinung, dass die stromsparende Technik auf der einen Seite durch den Wunsch nach mehr Technik auf der anderen Seite aufgefressen wird. Z. B. gibt es ja schon Studien, dass die Umstellung auf VoIP mehr Strom braucht als bei herkömmlicher Telefontechnik zu bleiben.

Wie schon angedeutet darf man solche Themen nicht in Jahren, sondern eher in Jahrzehnten betrachten. Welche Auswirkungen hat jetzt ein Gesetz bzgl. Standby-Stromverbrauch, wenn viele dieser Geräte mal locker 10 Jahre und mehr in Benutzung sind?
 
Thema Elektroauto:
Würden sofort ALLE AUTOS mit Strom fahren, dann würde nur um 2%(!) mehr Strom produziert werden müssen!

Quelle: Unsere Energie AG, die freuen sich schon drauf und sehen gar kein Problem.
 
Hier mal ein paar Statistieken:

Rund um den Globus steigt der Bedarf an Energie von Jahr zu Jahr weiter an: Bis 2030 wird sich der Strombedarf weltweit ungefähr verdoppeln. Nach heutigen Erkenntnissen ist es nicht möglich, diesen wachsenden Energiebedarf ohnd den Einsatz von Kernkraft zu decken.

Kernkraft wird also auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen: Viele Länder wie z. B. USA, Frankreich, Großbritannien, Japan, Finnland, Russland und China setzen verstärkt auf Kernenergie.

Im Juni 2008 waren in 31 Ländern 439 Kernkraftwerke mit einer installierten elektrischen Bruttoleistung von rund 393 GW in Betrieb und in 12 Ländern 33 Kernkraftwerke mit einer elektrischen Bruttoleistung von 29,5 GW im Bau. Die weltweite Stromerzeugung aus Kernenergie betrug im Jahr 2007 netto rund 2.565 Milliarden kWh. Seit der ersten Stromerzeugung in einem Kernkraftwerk – am 20. Dezember 1951 im Schnellen Brüter EBR-I in den USA – sind kumulativ rund 59.450 Milliarden kWh erzeugt worden.
 

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und wieso gibts dann in afrika sowenige akws? zb auch im iran?
wie können die überhaupt auskommen?

+warum steigt der bedarf an energie?
je einfacher und billiger energie/strom verfügbar ist, desto mehr muss man mit einem bedarfsanstieg rechnen.

ist genauso wie beim straßenbau: mehr straßen/spuren veringern NICHT den verkehr sondern produzieren diesen. auch klar, je besser das straßennetz desto eher benutz man sein auto.
 
fjmi schrieb:
+warum steigt der bedarf an energie?
je einfacher und billiger energie/strom verfügbar ist, desto mehr muss man mit einem bedarfsanstieg rechnen.

Vieles vom Mehrbedarf kommt einfach vom technischen Fortschritt.

Z. B. früher reichte ein analoges Telefon mit Wählscheibe, gespeist von der Vermittlungsstelle. Heute haben viele Haushalte ISDN und DSL mit Schnurlostelefon = das sind drei Geräte, welche ein eigenes Steckernetzeil und damit Stromverbrauch haben. Und wer mal die Presse verfolgt hat wird feststellen, dass die Telekom in ein paar Jahren die alte Technik komplett erneuern will, so dass die Kunden zwangsweise eine Box mit Stromanschluss zuhause stehen haben müssen, egal ob sie mit einem Wählscheibentelefon auskommen würden oder VDSL haben.

Oder TV - früher hatte man nen Röhrengerät und wenn es hoch kommt noch ein Videorekorder. Heute braucht man noch zusätzlich einen SAT-Receiver oder einen DVB-T Empfänger, da die wenigstens noch im Umlauf befindlichen TV sowas integriert haben. Dazu kommt dann oft noch der DVD-Player und/oder der HD- oder DVD-Recorder.

Wieviele Beispiele willst Du noch haben??

Was willst jetzt machen? Technischer Fortschritt, oder sollen wir alle wieder in die Steinzeit zurück, nur um Strom/Energie zu sparen?

Ach ja, schau Dir mal die aktuelle und geplante Haustechnik an - ich sag nur elektrisch über Sensoren betriebene Rolladen und Fenster. Licht und etliche elektrische Geräte zentral von einem PC aus gesteuert. Das alles verbraucht auch ohne Bewegung Energie, denn alle Motoren/Sensoren verbrauchen Strom um überhaupt vom PC aus erreichbar zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
fjmi schrieb:
und wieso gibts dann in afrika sowenige akws? zb auch im iran?
wie können die überhaupt auskommen?

weil der Iran sehr viel Erdöl hat und einfach das Verbrennt.
da es sich aber mittlerweile so gut verkaufen lässt plant der Iran 20 Atomkraftwerke um das öl zu verkaufen.


+warum steigt der bedarf an energie?
je einfacher und billiger energie/strom verfügbar ist, desto mehr muss man mit einem bedarfsanstieg rechnen.

das mag stimmen, hängt aber auch direkt mit Wohlstand zusammen.
und davon kann man nicht genug haben.
 
Ja. Denn technologiesche Fortschritt müssen wir teuer bezahlen. Stellt sich nur die frage zu welchem Preis ?

Ich bin mal auf die nächsten 15-20 Jahre gespannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
fjmi schrieb:
was ist den für dich schlimm?
und was würde es bedeuten? wieso gab es bereits vor der kernrakft strom der auch für den normalen bürger leistbar ist?
wer sagt, dass sich diese leute keine gedanken machen? das sind nur UNTERSTELLUNGEN der atomlobby.
1. Schlimm wäre, wenn das Zeug jetzt tatsächlich schon irgendwo im Grundwasser wär. Im Moment ist defakto noch nichts passiert, was irgendjemandem irgendwie schaden würde.

2. Der Energie-Bedarf ist gestiegen und wurde mitunter durch Kernkraft gedeckt. Wenn du diese Kernkraft jetzt raus nimmst aus dem Kreislauf, musst du sie mit etwas anderem replacen, da der Bedarf nicht auf einmal sprunghaft sinken wird.

fjmi schrieb:
p.s. absolte meinungen wie "Es geht einfach nicht so schnell. Punkt." solltest du dir -vorallem ohne quellenangabe- abgewöhnen, die sind nicht nur unhaltbar sondern kommen bei vielen (im echten leben) nicht gut an.
Quellen suche ich vielleicht die Tage raus, im Moment bin ich dazu zu faul. Aber falls es dich tatsächlich interessiert, kannst du ja selbst mal gucken, was Experten zu dem Thema sagen.

fjmi schrieb:
Gut, das wird da unten so nebenbei erwähnt, ohne weiter darauf einzugehen.
Möglich, daß es stimmt. Möglich, daß der Journalist das Thema etwas pikanter gestalten wollte.

fjmi schrieb:
wo steht denn das und vorallem WER behauptet das? der betreiber oder unabhängige experten? dass der betreiber und damit verstrickte personen das beteuern ist wohl klar.

-> bitte um zitate aus dem artikel wo das behauptet wird.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
Überrascht mich übrigens nicht, daß du deine eigenen Quellen garnicht richtig durchliest. Das suggeriert mir, daß du nur ein Auge für die eine Seite der Medaille hast, und für Argumente der Gegenseite nicht offen bist.

fjmi schrieb:
und wieso gibts dann in afrika sowenige akws? zb auch im iran?
wie können die überhaupt auskommen?

+warum steigt der bedarf an energie?
je einfacher und billiger energie/strom verfügbar ist, desto mehr muss man mit einem bedarfsanstieg rechnen.

ist genauso wie beim straßenbau: mehr straßen/spuren veringern NICHT den verkehr sondern produzieren diesen. auch klar, je besser das straßennetz desto eher benutz man sein auto.
Das sind jetzt nicht ernsthaft deine "Argumente", oder?

Ok, diskuttiert ohne mich weiter, das wird mir hier echt zu anstrengend ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich finde die Diskussion etwas abwägig, zumal es derzeit schlichtweg keine "echte" Möglichkeit gibt Atomkraft zu ersetzen.
Ich bin kein Freund von Atomkraft, doch sehe ich darin derzeit "noch" das kleinste Übel. Was sind denn die Alternativen?

Fossile Kraftwerke? Wohl kaum.

Solarenergie?
Leider noch zu teuer und zu ineffizient. Jedoch könnte man hier zumindest viele Dinge über Solarenergie betreiben. Man stelle sich vor alle Dächer Deutschlands hätten Solarzellen. Das würde mit Sicherheit das eine oder andere Atomkraftwerk unnötig machen. Aber hier geht es ja wieder ums Geld.
Zumal es Städte geben soll die Solarzellen an Häusern verbieten da sie das Stadtbild verschandeln würden :freak:

Wasserkraft?
Man sollte dabei bedenken das Wasserkraftwerke alles andere als Umweltschonend sind. Allein die Begradigung der Flüsse in Deutschland hat dafür gesorgt das viele Tiere vom Aussterben bedroht sind, da diese Wildwasser benötigen. Staudämmer verändern Flüsse und Bäche vollkommen und zerstören km² an Lebensraum dauerhaft. Allerdings könnte man an den besehenden Wehren sicherlich ein paar Tubinen einsetzen, was aber in diesem kleinen Ramen nicht wirtschaftlich ist. Wieder Faktor Geld. Und besonders viel Strom würde man daraus nicht erhalten.

Windenergie?
Würde man alle Atomkraftwerke Deutschlands ersetzen wollen, müsste man ca. 1/6 der Landesfläche mit Windrädern verbauen :rolleyes:. Also auch noch ineffizient. Jedoch Ortsbedingt sicherlich hier und da eine Lösung. Allerdings sollte man auch hier nicht denken das es wirklich Umweltschonend ist. Windräder im Meer, was ja grade im kommen ist, zerstören den Meeresboden und verändern diesen durch künstliche Kleinstriffe. Inwieweit sich das auf die Tier und Pflanzenwelt auf dem Meeresgrund auswirkt weiß man noch gar nicht mit Bestimmtheit. Das werden wir erst noch sehen. Zumal massive Parks dieser Art selbst den Gezeiten verlauf stören.

Erdwärme?
Tolle Sache, man kann damit viel Energie sparen. Aber der Nutzumfang ist leider begrenzt, aber sicherlich ein toller Beitrag weniger Energie zu verbrauchen.

Ich hab sicherlich noch einige Möglichkeiten vergessen aufzulisten, aber allgemein seh ich einfach keine Alternative zu Atomkraft. Man könnte sicherlich dafür sorgen das wir weniger Kraftwerke benötigen, aber ich bin da der Hoffnung das wir bald eine wirklich Alternative finden. Unser Energieverbrauch steigt nahezu Jährlich Weltweit und wird auch weiterhin steigen. Wir verbrauchen ja an allen Ecken Energie.
Blödes Beispiel, aber als ich Kind war (bin 29), gab es bei weitem nicht so viel Spielzeug das Energie benötigt als heute. Rechnet man das auf ein paar Millionen Kinder im Verbrauch hoch, kann man sich Vorstellen wie selbst solche Kleinigkeiten einen enormen Energieverbrauch erzeugen.
Der Trend das man jetzt langsam beginnt zu verstehen das wir Energie sparen müssen, oder besser Ausgedrückt, unseren Verbrauch senken müssen, ist ein guter Trend der etwas spät angefangen hat.
Und seien wir mal ehrlich... im Grunde stecken wir Technisch noch in den Kinderschuhen. Was heutige Technik betrifft, ist die Entwicklung im Vergleich zur MEnschheitsgeschichte auf dem Niveau von Lichtgeschwindigkeit. In 100 Jahren haben wir unseren Energieverbrauch um weiß Gott wie viele Potenzen erhöht. Das die Herstellung von Energie dieser Entwicklung nicht gewachsen ist und hinter her hinkt, ist zwar erschreckend aber verständlich.

Ich denke aber das es viele Möglichkeiten gibt Strom anderweitig Herzustellen und so zumindest dafür zu sorgen das der immer größer werdende Energiebedarf nicht durch noch mehr Atomkraftwerke aufgewogen werden muss sondenr das man durch Kombination der bestehenden Mittel vielleicht sogar das eine oder andere schließen könnte. Grade eine weitere Verbreitung der Solarenergie, so wie größeren Nutzen aus Erdwärme in Kombination mit Windkraft (das aber nur im begrenzten Rahmen) würde viel dazu beitragen.

Ich denke auch nicht das irgendjemand behaupten kann das Atomkraft wirklich Umweltfreundlich ist. Grade das Ablagern der Uranstäbe kann nicht Umweltfreundlich sein, egal wie man es dreht und wendet.
 
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